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Insolvenzantrag gegen Dereli Backhaus DBH-UG mangels Masse abgewiesen

Das Insolvenzgericht Essen hat den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Dereli Backhaus DBH-UG (haftungsbeschränkt) abgewiesen. Die Bekanntmachung trägt das Aktenzeichen 167 IN 240/25 und wurde am 20.10.2026 veröffentlicht. Als Sitz des Unternehmens ist Marl genannt, das Register ist Gelsenkirchen, HRB 17780.

Was die Abweisung mangels Masse bedeutet

Eine Abweisung mangels Masse nach § 26 InsO bedeutet für Laien: Das Gericht eröffnet kein Insolvenzverfahren, weil das vorhandene Vermögen des Unternehmens voraussichtlich nicht einmal ausreicht, um die Kosten des Verfahrens zu decken. Nach der Bekanntmachung wurde der Antrag einer Gläubigerin vom 21.11.2025, der am 02.12.2025 bei Gericht eingegangen war, durch Beschluss vom 19.10.2026 abgewiesen.

Wird ein Antrag mangels Masse abgewiesen, gibt es keinen Insolvenzverwalter. Dadurch findet keine geordnete Verteilung von Vermögenswerten an die Gläubiger im Rahmen eines eröffneten Insolvenzverfahrens statt. Für Betroffene ist das oft nachteilig, weil sie ihre Forderungen selbst weiterverfolgen müssen und die Aussichten auf eine vollständige Zahlung meist gering sind.

Folgen für Gläubiger und Vertragspartner

Für Gläubiger bedeutet die Entscheidung, dass sie sich nicht auf ein reguläres Insolvenzverfahren mit Insolvenzverwalter stützen können. Offene Forderungen, offene Leistungen, Anzahlungen oder Gutscheine sollten daher genau dokumentiert werden. Wer Unterlagen besitzt, sollte diese sichern und aufbewahren, etwa Rechnungen, Verträge, Zahlungsbelege oder Schriftwechsel.

Nach einer Abweisung mangels Masse kommt es in der Regel zu weiteren registerrechtlichen Schritten. Die Gesellschaft wird üblicherweise aufgelöst und später gelöscht. Für außenstehende Gläubiger bleibt dann oft nur der Weg, ihre Ansprüche auf eigene Initiative zu verfolgen.

Was Betroffene jetzt tun können

Betroffene sollten ihre Unterlagen vollständig sichern und prüfen, welche Ansprüche bestehen. Wer Geld, Ware oder eine andere Leistung offen hat, sollte den Anspruch nicht aus dem Blick verlieren und bei Bedarf rechtlichen Rat einholen. Gerade bei offenen Anzahlungen oder Gutscheinen kann es sinnvoll sein, zügig zu handeln, weil die Aussichten auf eine spätere Durchsetzung häufig begrenzt sind.

Die Bekanntmachung nennt als Geschäftszweig den Verkauf von Backwaren, Lebensmitteln, Imbissbedarf und Textilien sowie Hausmeistertätigkeiten und den Betrieb einer Änderungsschneiderei.

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