In Bremen wird an einer ungewöhnlichen Form der Lebensmittelproduktion gearbeitet. Im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt wächst Gemüse unter kontrollierten Bedingungen, ohne herkömmliche Erde und ohne direktes Sonnenlicht.
Über das Forschungsprojekt wurde am 19. Oktober 2026 berichtet. Ziel ist es, Anbaumethoden zu entwickeln, die künftig auch bei längeren Weltraummissionen eingesetzt werden könnten.
Für Aufenthalte auf dem Mond oder anderen Himmelskörpern wäre die Versorgung mit frischen Lebensmitteln eine erhebliche technische Herausforderung. Der Transport sämtlicher benötigter Nahrungsmittel von der Erde wäre aufwendig und kostspielig.
Deshalb untersuchen Wissenschaftler, wie Pflanzen mit möglichst geringem Verbrauch von Wasser, Energie und anderen Ressourcen wachsen können.
Die Forschung besitzt möglicherweise auch Bedeutung für die Landwirtschaft auf der Erde. Geschlossene Anbausysteme könnten dort interessant sein, wo Wasser knapp ist oder geeignete landwirtschaftliche Flächen fehlen.
Allerdings lassen sich Erkenntnisse aus experimentellen Anlagen nicht ohne Weiteres auf einen wirtschaftlichen Großbetrieb übertragen. Entscheidend sind unter anderem Energieverbrauch, Ernteertrag und Wartungskosten.
Das Bremer Projekt zeigt, wie Weltraumforschung und Fragen der zukünftigen Lebensmittelversorgung miteinander verbunden sein können. Ob die entwickelten Systeme eines Tages auf dem Mond eingesetzt werden, bleibt von weiteren technischen Fortschritten abhängig.