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Insolvenzgericht Rostock ordnet Sicherungsmaßnahmen für Köser & Giese Bau- & Heimwerkermarkt an

Das Insolvenzgericht Rostock hat im Verfahren mit dem Aktenzeichen 60 IN 591/26 Sicherungsmaßnahmen angeordnet. Betroffen ist die Köser & Giese Bau- & Heimwerkermarkt Inhaber: Daniel Schwaß e.K. mit Sitz in Schwaan. Die Bekanntmachung stammt vom 09.10.2026.

Was die Sicherungsmaßnahmen bedeuten

Die Veröffentlichung zeigt, dass über das eigene Vermögen des Schuldners ein Insolvenzantrag gestellt worden ist und das Gericht zunächst Maßnahmen zur Sicherung des Vermögens angeordnet hat. Solche Sicherungsmaßnahmen sollen verhindern, dass Vermögenswerte beiseite geschafft, verschlechtert oder ohne Kontrolle verwendet werden, bevor über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens entschieden ist.

Nach der Bekanntmachung werden Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gegen den Schuldner untersagt, soweit nicht unbewegliche Gegenstände betroffen sind. Bereits begonnene Maßnahmen werden einstweilen eingestellt. Damit sollen einzelne Gläubiger nicht mehr auf eigene Faust vollstrecken, solange das Verfahren vorbereitet wird.

Außerdem ordnet das Gericht an, dass Verfügungen des Schuldners über Gegenstände des schuldnerischen Vermögens nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam sind. Für Bankkonten und Außenstände geht die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis auf den vorläufigen Insolvenzverwalter über. Der Schuldner darf darüber nicht mehr frei verfügen.

Rolle des vorläufigen Insolvenzverwalters

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Björn Junge aus Rostock bestellt. Seine Aufgabe ist nicht, den Schuldner allgemein zu vertreten, sondern das Vermögen zu überwachen, zu sichern und zu erhalten. Er soll außerdem prüfen, ob das Vermögen des Schuldners die Kosten des Verfahrens decken wird.

Die Bekanntmachung enthält weitere Befugnisse: Der vorläufige Insolvenzverwalter darf Bankguthaben und sonstige Forderungen einziehen, eingehende Gelder entgegennehmen und Sonderkonten eröffnen. Die kontoführenden Kreditinstitute müssen ihm Auskunft erteilen. Er darf zudem die Geschäftsräume und betrieblichen Einrichtungen betreten, Unterlagen einsehen und Auskünfte verlangen. Zugleich soll er als Sachverständiger prüfen, ob ein Eröffnungsgrund vorliegt und welche Aussichten für eine Fortführung des Unternehmens bestehen.

Was das für Kunden, Gläubiger und andere Betroffene heißt

Für Kunden, Gläubiger oder sonstige Vertragspartner bedeutet die Anordnung vor allem: Zahlungen und Forderungen laufen nicht mehr wie gewohnt. Wer dem Schuldner Geld schuldet, darf nach der Bekanntmachung nicht mehr an den Schuldner zahlen, sondern soll Leistungen nur noch an den vorläufigen Insolvenzverwalter erbringen. Wer selbst Forderungen gegen das Unternehmen hat, sollte die weiteren Verfahrensschritte genau beobachten und seine Ansprüche im Blick behalten.

Die Veröffentlichung sagt noch nicht, dass das Insolvenzverfahren bereits eröffnet ist. Sie zeigt aber, dass das Gericht bereits eingreift, um Vermögenswerte zu sichern und die Lage zu prüfen. Ob es später zur Eröffnung kommt, ergibt sich erst aus dem weiteren Verfahren.

Im Handelsregister ist als Unternehmensgegenstand eingetragen: liegt hier nicht vor, da dafür im vorliegenden Text keine ausreichend gesicherte Übereinstimmung von Firmenname, Sitz und Registernummer über eine zusätzliche Quelle geprüft wurde.

Was Betroffene jetzt tun können

Betroffene sollten ihre Unterlagen, Rechnungen und offenen Forderungen geordnet bereithalten. Wer Zahlungserklärungen oder offene Beträge mit dem Unternehmen hat, sollte sich auf weitere Mitteilungen aus dem Insolvenzverfahren einstellen und keine Zahlungen mehr ohne Prüfung an den Schuldner leisten. Wichtig ist auch, Zustellungen und Fristen im Verfahren aufmerksam zu verfolgen.

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