Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht warnt vor der Internetseite sozialefinanzen.de. Nach Erkenntnissen der Behörde betreiben die Verantwortlichen über die Website Kreditgeschäfte, ohne über die notwendige Erlaubnis zu verfügen.
Wer in Deutschland gewerbsmäßig Kredite vergibt, benötigt grundsätzlich eine Zulassung der BaFin. Die Betreiber von sozialefinanzen.de besitzen nach Angaben der Finanzaufsicht keine solche Erlaubnis.
Verbraucher sollten deshalb keine Kreditanträge über die Internetseite stellen und keine persönlichen Daten, Ausweiskopien oder Bankinformationen übermitteln. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn vor der angeblichen Auszahlung Gebühren verlangt werden. Diese können beispielsweise als Bearbeitungskosten, Versicherungsbeitrag, Steuer oder Sicherheitsleistung bezeichnet werden.
Seriöse Kreditinstitute verlangen normalerweise keine Vorauszahlungen auf unbekannte Konten. Misstrauen ist auch bei Angeboten angebracht, die schnelle Kredite ohne Bonitätsprüfung oder trotz negativer Schufa versprechen.
Wer bereits Kontakt mit sozialefinanzen.de hatte, sollte keine weiteren Zahlungen leisten. Nachrichten, Verträge, Zahlungsbelege, Telefonnummern und Kontodaten sollten gesichert werden. Wurden persönliche Daten weitergegeben oder ist bereits ein Schaden entstanden, sollten die eigene Bank und die Polizei informiert werden.
Die BaFin veröffentlichte ihre Warnung am 21. September 2026. Grundlage der Mitteilung sind § 37 Absatz 4 und § 1 Absatz 1 Satz 2 Nummer 2 des Kreditwesengesetzes. Die behördliche Warnung bedeutet jedoch nicht, dass bereits eine strafrechtliche Verurteilung der Verantwortlichen vorliegt.