Ab sofort sind wieder die Jugendlichen gefragt: Die Abstimmung über das Jugendwort des Jahres 2026 hat begonnen. Drei Wochen lang können junge Menschen zwischen 11 und 20 Jahren darüber entscheiden, welcher Begriff oder welche Redewendung den Sprachgebrauch ihrer Generation am besten widerspiegelt. Zur Auswahl stehen zehn Kandidaten – von altbekannten Klassikern bis hin zu neuen Ausdrücken, die vor allem in sozialen Netzwerken und Messenger-Diensten verbreitet sind. Das Ergebnis soll im Oktober bekannt gegeben werden.
Die Suche nach dem Jugendwort des Jahres geht in die nächste Runde. Mit dem Start der Online-Abstimmung beginnt für viele Jugendliche erneut die Gelegenheit, mitzubestimmen, welcher Begriff in diesem Jahr die Jugendsprache am stärksten geprägt hat. Organisiert wird die Wahl wie in den vergangenen Jahren vom Langenscheidt-Verlag.
Zehn Begriffe stehen zur Auswahl
Insgesamt zehn Wörter und Redewendungen haben es in die Endauswahl geschafft. Sie spiegeln die Vielfalt der heutigen Jugendsprache wider und zeigen, wie stark diese von sozialen Medien, Streaming-Plattformen, Gaming, Popkultur und unterschiedlichen kulturellen Einflüssen geprägt wird.
Zu den Kandidaten gehört unter anderem „Gute Käse“. Die Redewendung wird verwendet, um Zustimmung, Anerkennung oder Lob auszudrücken und entspricht sinngemäß Formulierungen wie „richtig gut“ oder „stark“.
Ebenfalls nominiert ist „süper“, ein Begriff mit türkischen Wurzeln, der schlicht „super“ bedeutet und inzwischen auch im deutschen Sprachgebrauch vieler Jugendlicher verwendet wird.
Mit „Digga“ steht außerdem ein echter Klassiker zur Wahl. Der Ausdruck wird seit vielen Jahren vor allem als lockere Anrede unter Freunden genutzt und hat sich längst über verschiedene Altersgruppen hinweg etabliert.
Jugendsprache bleibt ständig im Wandel
Die Wahl zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie dynamisch sich Sprache entwickelt. Begriffe, die heute noch alltäglich erscheinen, können bereits wenige Monate später wieder verschwunden sein. Gleichzeitig schaffen es manche Ausdrücke, sich dauerhaft im allgemeinen Sprachgebrauch zu etablieren.
Insbesondere soziale Netzwerke wie TikTok, Instagram oder Snapchat beschleunigen diese Entwicklung erheblich. Neue Wörter verbreiten sich innerhalb kürzester Zeit millionenfach und werden oft weit über ihre ursprüngliche Community hinaus bekannt.
Auch internationale Einflüsse spielen eine immer größere Rolle. Englische Begriffe gehören längst selbstverständlich zur Jugendsprache, zunehmend fließen aber auch Wörter aus anderen Sprachen – etwa dem Türkischen oder Arabischen – in den alltäglichen Sprachgebrauch vieler junger Menschen ein.
Jugendliche entscheiden selbst
Abstimmen dürfen ausschließlich Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 11 und 20 Jahren. Sie haben nun drei Wochen Zeit, ihren Favoriten auszuwählen.
Damit unterscheidet sich die Wahl bewusst von vielen anderen Sprachpreisen: Nicht Sprachwissenschaftler oder eine Jury bestimmen den Sieger, sondern die Zielgruppe selbst.
Mehr als nur ein Sprachspiel
Die Wahl des Jugendwortes ist längst mehr als eine unterhaltsame Abstimmung. Sprachwissenschaftler sehen darin auch ein Spiegelbild gesellschaftlicher Entwicklungen. Neue Begriffe zeigen, welche Themen junge Menschen beschäftigen, wie sie miteinander kommunizieren und welche kulturellen Einflüsse ihren Alltag prägen.
Gleichzeitig sorgt die Wahl regelmäßig für Diskussionen. Manche Kritiker bezweifeln, dass alle nominierten Begriffe tatsächlich weit verbreitet sind. Andere sehen gerade darin einen interessanten Einblick in die Vielfalt regionaler und sozialer Sprachgewohnheiten.
Sieger wird im Oktober bekannt gegeben
Welcher Begriff am Ende das Rennen macht, entscheidet sich in den kommenden Wochen. Erst nach Abschluss der Abstimmung wird bekanntgegeben, welches Wort oder welche Redewendung den Titel „Jugendwort des Jahres 2026“ tragen darf.
Bis dahin dürfte in Schulen, sozialen Netzwerken und Messenger-Gruppen noch reichlich darüber diskutiert werden, welcher Ausdruck den Sprachgeist der jungen Generation tatsächlich am besten trifft. Ob sich am Ende der altbekannte Klassiker „Digga“, die neue Redewendung „Gute Käse“ oder ein anderer Kandidat durchsetzt, wird sich im Oktober zeigen.