Sie leben im Verborgenen, sind selten zu sehen – und doch hinterlassen sie deutliche Spuren: Maulwürfe. Für viele Gartenbesitzer sind sie ein Ärgernis, auch wenn sie eigentlich nützliche Tiere sind.
Hügel statt Rasen
Das auffälligste Zeichen für einen Maulwurf sind die typischen Erdhügel. Innerhalb kurzer Zeit können ganze Rasenflächen übersät sein mit kleinen „Bergen“.
Die Folgen:
-
frisch angelegter Rasen wird zerstört
-
Wege und Beete werden uneben
-
die Optik des Gartens leidet deutlich
Besonders ärgerlich ist, dass die Hügel oft immer wieder an denselben Stellen auftauchen.
Unsichtbares Tunnelsystem
Unter der Oberfläche arbeitet der Maulwurf unermüdlich. Er gräbt ein weit verzweigtes Gangsystem, das mehrere Meter lang sein kann.
Das führt dazu:
-
der Boden wird aufgelockert
-
Pflanzen verlieren teilweise ihren Halt
-
Beete können absacken oder instabil werden
Für Gartenbesitzer bedeutet das zusätzliche Arbeit – etwa beim Nachverdichten des Bodens oder beim Ausbessern von Flächen.
Kein Pflanzenschädling – aber trotzdem ein Problem
Wichtig ist: Maulwürfe fressen keine Pflanzen. Sie ernähren sich hauptsächlich von Insekten, Larven und Würmern.
Trotzdem werden sie oft als störend empfunden, weil ihre Bauaktivität sichtbare Schäden verursacht. Es ist also weniger ein direkter Schaden an Pflanzen, sondern ein strukturelles Problem im Garten.
Schutz steht im Vordergrund
In Deutschland stehen Maulwürfe unter Naturschutz. Das bedeutet:
-
sie dürfen nicht gefangen oder getötet werden
-
Maßnahmen dürfen nur der Vertreibung dienen
Erlaubt sind beispielsweise:
-
Geräusch- oder Vibrationsgeräte
-
das Einbringen von Gerüchen, die Maulwürfe meiden
-
mechanische Barrieren im Boden
Allerdings wirken diese Methoden nicht immer zuverlässig.
Zwischen Ärger und Nutzen
So störend die Tiere sein können – sie haben auch Vorteile:
-
Sie lockern den Boden auf
-
Sie reduzieren Schädlinge im Erdreich
-
Ihre Aktivität verbessert die Bodenqualität
Viele Experten sehen Maulwürfe daher eher als „ungewollte Helfer“.
Fazit
Maulwürfe können Gärten sichtbar verändern – und für viel Frust sorgen. Gleichzeitig erfüllen sie wichtige Aufgaben im Ökosystem.
Für Gartenbesitzer bleibt oft ein Balanceakt:
den eigenen Garten schützen – ohne die Natur komplett zu verdrängen.