Die Windpark Kooperation Nr. 5 Beteiligungs GmbH wurde am 9. Juli 2024 gegründet und präsentiert mit dem Abschluss zum 31. Dezember 2024 eine typische Gründungsbilanz. Aus Anlegersicht handelt es sich klar um eine Beteiligungsholding im Aufbau – mit entsprechend schlanker Struktur und begrenzter wirtschaftlicher Substanz.
Die Bilanzsumme beträgt 11.015,24 Euro. Auf der Aktivseite stehen Finanzanlagen in Höhe von 5.000 Euro sowie liquide Mittel von 6.015,24 Euro. Operative Tätigkeiten oder umfangreiche Projektbeteiligungen sind zum Stichtag noch nicht erkennbar. Die Gesellschaft befindet sich offensichtlich in einer frühen Vorbereitungs- oder Strukturierungsphase.
Das gezeichnete Kapital beläuft sich auf 25.000 Euro. Allerdings wurde – wie bei vielen neu gegründeten GmbHs – nur die Hälfte, also 12.500 Euro, tatsächlich eingefordert. Die restlichen 12.500 Euro stehen als ausstehende Einlagen im Raum und können bei Bedarf eingefordert werden. Nach Abzug des Jahresfehlbetrags von 2.569,51 Euro verbleibt ein Eigenkapital von 9.930,49 Euro.
Der Verlust ist für ein Rumpfgeschäftsjahr nach Gründung nicht ungewöhnlich. Er dürfte vor allem aus Gründungs-, Notar- und Verwaltungskosten resultieren. Dennoch zeigt sich deutlich: Bei einer so geringen Kapitalbasis wirken selbst relativ kleine Aufwendungen sofort sichtbar auf das Eigenkapital.
Rückstellungen in Höhe von 1.084,75 Euro deuten auf erwartete Verpflichtungen hin, bleiben aber überschaubar. Fremdverbindlichkeiten bestehen nicht. Damit ist die Gesellschaft aktuell frei von externer Verschuldung – was das Risiko kurzfristig begrenzt.
Wesentlich für die Bewertung ist die Einbindung in den Konzernabschluss der wpd GmbH, Bremen. Diese Konzernzugehörigkeit signalisiert strategische Einbettung in einen etablierten Projektentwickler im Bereich Windenergie. Für Anleger bedeutet das: Die Gesellschaft ist keine isolierte Kleinststruktur, sondern Teil eines größeren Systems von Projekt- und Beteiligungsgesellschaften.
Gleichwohl bleibt festzuhalten: Zum Abschlussstichtag handelt es sich wirtschaftlich um eine Mantelgesellschaft mit begrenztem Eigenkapital und ohne erkennbare operative Ertragsbasis. Die Zukunftsfähigkeit hängt maßgeblich davon ab, ob und wann substanzielle Beteiligungen oder Windparkprojekte eingebracht werden.
Aus Anlegersicht ist das Chancen-Risiko-Profil derzeit eindeutig projektabhängig. Solange keine konkreten Beteiligungen aktiviert sind, bleibt die Gesellschaft bilanziell schlank und risikoarm – aber auch ohne operative Ertragskraft. Die eigentliche Bewertung wird erst möglich sein, wenn die Beteiligungsstruktur aufgebaut und wirtschaftlich wirksam wird.