Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt eindringlich vor betrügerischen Aktivitäten, die im Namen der S Broker AG & Co. KG stattfinden. Dabei nutzen unbekannte Betreiber unter anderem WhatsApp-Gruppen, die Handels-App „Sbroke PRO“ sowie die Website stocks.sbroker-pro(.)com, um ohne Erlaubnis Aktien- und Kryptowerte-Geschäfte anzubieten.
Identitätsmissbrauch im großen Stil
Die Betrüger geben sich gezielt als Mitarbeitende von S Broker aus und nutzen dabei die Namen „Marcus Brinker“ und „Helen Weissmann“, um Seriosität vorzutäuschen. Die S Broker AG & Co. KG distanziert sich ausdrücklich von diesen Aktivitäten und bestätigt, keinerlei Verbindung zu den genannten Gruppen, der App oder der Website zu haben.
Besonders perfide: Die Betreiber behaupten, von der BaFin reguliert zu sein, und täuschen sogar vor, dass Thorsten Pötsch, Exekutivdirektor der BaFin, das Anlageangebot persönlich empfehle. Auch das ist frei erfunden – es handelt sich um einen klaren Fall von Identitätsdiebstahl.
Genannte Gruppen und Projektnamen
Die BaFin hat mehrere Messenger-Gruppen und Projektbezeichnungen identifiziert, die in diesem Zusammenhang genutzt werden:
WhatsApp-Gruppen:
- B41 Wirtschaft und Aktien News
- Börsenstruktur-ST72
- TrendRadar Börse-D6
- Investorengruppe P1
Projektnamen:
- Walküren-Pumpen-Allianz-Projekt
- Selektive Wachstumsstrategie-Projekt
Wichtiger Hinweis für Verbraucherinnen und Verbraucher
In Deutschland darf nur mit einer ausdrücklichen Erlaubnis der BaFin Finanz- oder Wertpapierdienstleistungen bzw. Dienstleistungen mit Kryptowerten angeboten werden. Die Betreiber dieser Gruppen und Plattformen verfügen über keine solche Erlaubnis. Informationen zu regulierten Unternehmen sind in der BaFin-Unternehmensdatenbank einsehbar.
Schützen Sie sich vor Betrug
Die BaFin, das Bundeskriminalamt sowie die Landeskriminalämter rufen Verbraucher dazu auf, bei Geldanlagen im Internet besonders wachsam zu sein. Informieren Sie sich vorab, prüfen Sie Anbieter gründlich – betrügerische Angebote erkennen Sie oft an fehlenden Impressen, erfundenen Referenzen oder unrealistischen Gewinnversprechen.
Weitere Hinweise sowie eine Liste aktuell bekannter Betrugsversuche finden Sie in der BaFin-Rubrik „Finanzbetrug erkennen“.
Zusätzliche Tipps gibt es auch im BaFin-Podcast „Vorsicht, Betrug“, der aufzeigt, wie sich Verbraucherinnen und Verbraucher effektiv vor solchen Maschen schützen können.