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Bye-bye Bargeld? Warum Kartenzahlung immer beliebter wird – und was das für uns bedeutet

analogicus (CC0), Pixabay

Die Frage „Bar oder mit Karte?“ ist in Deutschland – besonders in Bayern – mehr als nur eine nüchterne Entscheidung an der Supermarktkasse. Für viele ist sie emotional aufgeladen, fast schon ideologisch. Während digitale Zahlmethoden in vielen europäischen Ländern längst dominieren, hält Deutschland dem Bargeld nach wie vor standhaft die Treue. Dabei zeigt sich: Die Zukunft gehört wohl beiden Zahlungsmethoden – aber der Trend ist klar.

Deutschland liebt sein Bargeld – noch

Im europäischen Vergleich gehören die Deutschen gemeinsam mit den Österreichern zu den treuesten Bargeldnutzern. Während in Ländern wie Schweden, Dänemark oder den Niederlanden der Griff zur Karte oder zum Smartphone längst selbstverständlich ist, hält man hierzulande oft noch am Schein und an der Münze fest. Sentimentalität spielt eine Rolle, wie Ralf Wintergerst, Vorstandschef des IT-Unternehmens Giesecke+Devrient, betont: „Die Deutschen hängen noch sentimental am Bargeld.“

Kosten: Bargeld ist nicht günstiger

Ein häufig genanntes Argument gegen die Kartenzahlung sind die vermeintlich hohen Gebühren. Vor allem kleine Händler schrecken davor zurück – nicht selten finden sich Schilder wie „Kartenzahlung erst ab 10 Euro“ an den Kassen. Doch die Realität ist differenzierter: Bei einem Einkauf von 100 Euro liegen die Gebühren zwischen 19 Cent und etwas über einem Euro – abhängig vom Kartentyp. Gleichzeitig verursacht auch Bargeld Aufwand und Kosten. Argin Keshishian von „Public Coffee Roasters“ in Hamburg berichtet, dass sein Unternehmen 400 bis 600 Euro im Monat spart, weil es keine Barzahlung mehr akzeptiert. Das tägliche Zählen, die Wege zur Bank, Rechenfehler – all das fällt weg.

Datenschutz: Kartenzahlung ist nicht anonym

Besonders sensibel sind viele Deutsche beim Thema Datenschutz – und genau hier liegt ein weiteres zentrales Argument gegen Kartenzahlung. Zwar betonen Banken und Zahlungsdienstleister, dass beim Bezahlvorgang keine konkreten Produktdaten übermittelt werden, doch die Metadaten sagen bereits viel aus: Zeit, Ort, Betrag und Kartennummer werden gespeichert. Und eine Studie des MIT zeigt: Schon vier Bezahlvorgänge reichen in den meisten Fällen aus, um eine anonymisierte Transaktion einer Person zuzuordnen. Bei 90 Prozent der getesteten Fälle war das möglich – ein bedenkliches Ergebnis für Datenschützer.

Bargeld bleibt – vorerst

Trotz aller Entwicklungen und Diskussionen versichert die Bundesbank: Bargeld wird nicht abgeschafft. „Wenn der Bürger sagt: Ich möchte die Option haben, mit Bargeld zu zahlen, dann werden wir alles tun, damit die Möglichkeit besteht“, so Stefan Hardt von der Bundesbank. Auch der geplante digitale Euro, der anonym und parallel zum Bargeld funktionieren soll, ist bislang nur ein Entwurf – und keineswegs als Ersatz gedacht.

Fazit: Wahlfreiheit statt Entweder-Oder

Für Verbraucher bedeutet das: Es bleibt bei der Wahlfreiheit – zumindest in absehbarer Zeit. Wer digital zahlen möchte, kann dies zunehmend auch in kleineren Geschäften. Wer auf Bargeld setzt, wird ebenfalls weiterhin seine Möglichkeiten haben. Der Trend zeigt jedoch deutlich in Richtung Karte, Smartphone und Co. – weil es praktischer, effizienter und letztlich auch nicht teurer ist. Entscheidend wird sein, dass Datenschutz und Transparenz dabei nicht auf der Strecke bleiben.

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