Die USA steuern auf eine doppelte Krise zu: Während Präsident Donald Trump seine harten Zollmaßnahmen gegen Handelspartner verschärft, droht gleichzeitig ein Regierungs-Shutdown.
Der Kongress hat nur noch bis Freitag Zeit, um eine Haushaltssperre zu verhindern. Während das Repräsentantenhaus bereits einen Übergangshaushalt bis September verabschiedet hat, fehlt im Senat noch eine Einigung.
Demokraten stehen vor einer schweren Entscheidung: Shutdown verhindern oder Kürzungen bei Medicaid akzeptieren? Senatsminderheitsführer Chuck Schumer kündigte an, für das GOP-gestützte Budget zu stimmen, was die Chancen auf eine Einigung erhöht.
Trump verschärft Handelskrieg mit Europa und China
- Trump droht mit 200 % Zöllen auf Champagner, Wein und andere europäische Waren, was zu massiven Spannungen mit der EU führt.
- China profitiert laut EU-Chef-Diplomatin Kaja Kallas von dem Konflikt: „China schaut amüsiert zu, während die USA und Europa sich bekriegen.“
- Die Börsen reagieren volatil: Der S&P 500 und der Dow Jones legen vorbörslich leicht zu, der Nasdaq steigt um 0,91 %.
Kanada im Krisenmodus – Mark Carney übernimmt als Premierminister
Während Trump seinen Handelskrieg verschärft, übernimmt Mark Carney am Freitag das Amt des kanadischen Premierministers von Justin Trudeau.
- Trumps aggressive Handelspolitik hat in Kanada einen nationalistischen Ruck ausgelöst und die Liberale Partei wieder erstarken lassen.
- Kanadas Beziehungen zu den USA stehen vor einer der größten Herausforderungen der letzten Jahrzehnte.
Rezessionsgefahr wächst – Trump bleibt gelassen
Trotz steigender Lebenshaltungskosten, massenhafter Entlassungen im öffentlichen Dienst und wirtschaftlicher Unsicherheiten sieht Trump keinen Grund zur Sorge.
- Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt, dass eine Rezession durch steigende Arbeitslosigkeit, fallende Unternehmensgewinne und sinkende Immobilienpreise ausgelöst werden könnte.
- Trump ignoriert die Warnungen und betont, dass seine Zollpolitik darauf abzielt, China, Kanada und Mexiko unter Druck zu setzen, um Migration und Drogenhandel einzudämmen.
Wie geht es weiter?
Mit der Senatsabstimmung am Freitag entscheidet sich, ob die Regierung handlungsfähig bleibt oder ob ein Shutdown die Krise weiter verschärft. Gleichzeitig könnte der Handelsstreit mit der EU und Kanada bald neue Eskalationsstufen erreichen.