Worum es geht:
- Eskalation im Oval Office: Nach einem hitzigen Wortgefecht zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat das Weiße Haus die für den Nachmittag geplante Pressekonferenz abgesagt. Trump erklärte später, Selenskyj könne „zurückkommen, wenn er bereit für Frieden ist.“ Das Treffen geriet in einen offenen Streit, bei dem Trump Selenskyj aufforderte, „einen Deal zu machen oder wir sind raus“, während Vizepräsident J.D. Vance infrage stellte, ob Selenskyj ausreichend Dankbarkeit für die US-Unterstützung während des dreijährigen Krieges gezeigt habe.
- Massenentlassungen: Die Trump-Regierung plant umfassende Stellenkürzungen in der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA). Nach Angaben von Insidern sollen rund 800 Mitarbeiter entlassen werden, weitere Kündigungen in der Wetter-, Klima- und Umweltbehörde sind möglich. Verfolgen Sie hier den Umbau der US-Bundesverwaltung durch Trump.
- Gericht stoppt Entlassungen: Ein Bundesrichter entschied, dass die Massenentlassungen von Probezeit-Angestellten vermutlich rechtswidrig seien. Dies bedeutet einen vorübergehenden Sieg für Gewerkschaften, die gegen Trumps Pläne zur Verkleinerung des Staatsapparates geklagt hatten.
Weißes Haus bestätigt Absage der Pressekonferenz
Die für Freitag geplante gemeinsame Pressekonferenz von Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wurde abgesagt, bestätigte ein Beamter des Weißen Hauses.
Die ukrainische Delegation verlässt das Weiße Haus.
Trump nach Streit mit Selenskyj: „Er kann zurückkommen, wenn er bereit für Frieden ist“
Nach der hitzigen Diskussion im Oval Office erklärte Trump, dass Selenskyj nicht bereit für einen Frieden sei, solange die USA involviert sind, weil er sich durch die amerikanische Unterstützung Vorteile in den Verhandlungen verspreche.
„Ich will keinen Vorteil, ich will FRIEDEN.“
Trump warf Selenskyj vor, die USA in ihrem „geschätzten Oval Office nicht respektiert“ zu haben. „Er kann zurückkommen, wenn er bereit für Frieden ist.“
Ukrainische Militärs wütend über Trumps Aussagen
Ukrainische Offiziere reagierten empört auf den Streit zwischen Trump und Selenskyj.
Ein Soldat mit dem Funkrufnamen „Aleks“ schrieb auf Telegram:
„Mir ist egal, welchen Frieden Trump anbietet. Lieber kämpfen wir bis zum Tod, als den Krieg einzufrieren und in drei Jahren wieder überrannt zu werden.“
Ein anderer Offizier, Stanislaw Bunjatow, kritisierte, dass Trump versuche, Selenskyj in den Verhandlungen „niederzudrücken“.
„Es gibt Berichte darüber, dass Trump fordert, Saporischschja, Cherson und mehrere Städte in der Region Donezk an Russland abzutreten. Wie stellt man sich vor, Städte mit Menschen einfach aufzugeben? Trump offensichtlich schon, denn für ihn sind wir keine Menschen. Er verhandelt im Interesse Putins.“
Ukrainische Botschafterin fassungslos über hitzige Debatte
Während des Streits zwischen Trump und Selenskyj im Oval Office hielt sich die ukrainische Botschafterin in den USA, Oksana Markarowa, schockiert den Kopf in den Händen.
Trump und Selenskyj lieferten sich gemeinsam mit Vizepräsident J.D. Vance ein angespanntes Wortgefecht über die Natur der US-Unterstützung für die Ukraine.
Selenskyj hoffte auf weitere Sicherheitszusagen, während Trump das Treffen zu einer persönlichen Auseinandersetzung machte. Bevor Reporter aus dem Raum geschickt wurden, fragte CNN-Korrespondentin Collins Trump, ob noch Fortschritte in den Verhandlungen zu erwarten seien. Seine Antwort: „Wir werden sehen.“
Ursprünglich war geplant, dass beide Staatschefs ein Abkommen über Rohstoffabbau unterzeichnen, doch nach den turbulenten Gesprächen ist unklar, wie es weitergeht.
Trump wollte Rohstoff-Deal verkünden – dann eskalierte das Treffen
Vor dem Streit hatte Trump angekündigt, dass er und Selenskyj ein Abkommen über natürliche Ressourcen unterzeichnen würden.
„Wir unterschreiben die Vereinbarung heute Nachmittag im East Room, direkt nach dem Mittagessen,“ sagte Trump im Oval Office.
Er betonte, dass der Deal eine große wirtschaftliche Chance für die USA sei:
„Wir werden Geld in einen Fonds einzahlen, den wir durch den Abbau seltener Rohstoffe finanzieren. Die USA haben viel Öl und Gas, aber nicht viele seltene Erden.“
Doch die diplomatische Eskalation zwischen Trump und Selenskyj hat nun Zweifel daran aufgeworfen, ob die Vereinbarung zustande kommt.
Trump vermeidet klare Aussagen zu Sicherheitsgarantien für die Ukraine
Trump wich Fragen aus, ob seine Regierung zusätzliche Sicherheitszusagen für die Ukraine machen werde. Stattdessen betonte er erneut, dass Russland „sehr ernsthaft“ an einer Beendigung des Krieges interessiert sei.
Er stellte klar, dass er sich vorerst nicht mit Sicherheitsfragen befassen werde:
„Lasst mich erst den Deal machen. Letzte Woche sind 2.000 Soldaten auf beiden Seiten gefallen, jede Woche sterben 1.000, 2.000, 3.000 Menschen. Wir müssen erst den Krieg beenden, dann sprechen wir über Sicherheit.“
Selenskyj erklärte daraufhin: „Wir kämpfen für unser Land, unsere Werte, unsere Demokratie. Es gibt keine Kompromisse mit Putin.“
Trump konterte: „Es gibt keine Deals ohne Kompromisse.“
Lage in der Ukraine: Russische Angriffe fordern zahlreiche zivile Opfer
Während Trump von einem Friedensdeal spricht, eskaliert die Gewalt in der Ukraine weiter.
Seit seinem letzten Telefonat mit Putin vor weniger als drei Wochen haben russische Streitkräfte massive Drohnen- und Raketenangriffe durchgeführt.
Die ukrainische Luftwaffe meldete, dass Russland an einem einzigen Tag 267 Drohnen einsetzte. Nach CNN-Auswertungen auf Basis ukrainischer Regierungsangaben wurden seitdem mindestens 62 Zivilisten getötet und 293 weitere verletzt, darunter viele Kinder.
Fazit: Ein Treffen mit Folgen
Die Auseinandersetzung zwischen Trump und Selenskyj zeigt die tiefen Meinungsverschiedenheiten über den Krieg in der Ukraine.
Während Trump auf Verhandlungen mit Putin drängt, lehnt Selenskyj jede Form von Kompromiss ab, die territoriale Verluste für die Ukraine bedeuten könnten.
Die Absage der gemeinsamen Pressekonferenz unterstreicht, wie angespannt das Verhältnis zwischen den beiden Staatschefs ist – und lässt viele Fragen zur Zukunft der US-Ukraine-Beziehungen offen.