Start Politik Deutschland Rückgang beim Fruchtsaftkonsum: Verbraucher trinken weniger Orangensaft

Rückgang beim Fruchtsaftkonsum: Verbraucher trinken weniger Orangensaft

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brunoalmeidamachado2 (CC0), Pixabay

Die Menschen in Deutschland haben im vergangenen Jahr weniger Fruchtsaft und -nektar konsumiert. Der Pro-Kopf-Verbrauch lag 2023 bei 26 Litern, was einen Rückgang um 2 Liter im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Diese Zahlen gab der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie (VdF) bekannt.

„Der Grund dafür sind die gestiegenen Preise. Es liegt aber auch daran, dass die jüngere Generation heute weniger Säfte und Schorlen trinkt,“ erklärte VdF-Geschäftsführer Klaus Heitlinger. Insbesondere der Konsum von Orangensaft ist deutlich zurückgegangen, was maßgeblich zu diesem Trend beiträgt.

Die steigenden Preise für Fruchtsäfte, bedingt durch höhere Produktions- und Transportkosten, haben viele Verbraucher dazu veranlasst, ihren Konsum zu reduzieren. Gleichzeitig zeigt sich ein Wandel in den Trinkgewohnheiten, insbesondere bei der jüngeren Generation, die zunehmend auf andere Getränke wie Wasser, Tee oder trendige, zuckerfreie Alternativen setzt.

Orangensaft, der lange Zeit als beliebtestes Frühstücksgetränk galt, verliert somit an Boden. Heitlinger erläutert: „Der Rückgang beim Orangensaftkonsum ist signifikant und zeigt, dass sich die Vorlieben der Konsumenten ändern. Die Menschen greifen vermehrt zu anderen Getränken, sei es aus gesundheitlichen Gründen oder wegen der gestiegenen Kosten.“

Dieser Trend hat auch Auswirkungen auf die Fruchtsaft-Industrie, die sich auf die veränderten Konsumgewohnheiten einstellen muss. Unternehmen sind gefordert, innovative Produkte und attraktive Preis-Leistungs-Verhältnisse zu entwickeln, um den Absatz stabil zu halten. Gleichzeitig wird auf Nachhaltigkeit und Qualität gesetzt, um das Vertrauen der Verbraucher zu stärken.

Der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie bleibt dennoch optimistisch und sieht in den aktuellen Herausforderungen auch Chancen für die Branche. „Wir beobachten die Marktentwicklung genau und sind zuversichtlich, dass wir mit neuen, kreativen Produkten und Anpassungen in der Produktion die Bedürfnisse der Verbraucher weiterhin erfüllen können,“ so Heitlinger.

Die kommenden Jahre werden zeigen, wie sich der Markt für Fruchtsäfte weiterentwickelt und welche Trends sich langfristig durchsetzen. Eines steht jedoch fest: Die Branche muss sich flexibel zeigen und auf die Wünsche und Anforderungen der Konsumenten reagieren, um im Wettbewerb erfolgreich zu bleiben.

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