DEVK mit neuem Service

Die DEVK Rechtsschutz hat ihre bisherige Tochtergesellschaft DEVK Beta GmbH in Klugo GmbH umfirmiert, mit dem Ziel der „Erbringung von Serviceleistungen für Dienstleister, die Leistungen zur Lösung von Rechtsfragen erbringen oder finanzieren [und der] Erbringung von Serviceleistungen für Menschen, die nach Lösungen für Rechtsfragen suchen. Die Erbringung von Rechtsdienstleistungen ist nicht Gegenstand des Unternehmens.“ Die Klugo GmbH will auf ihrer Internetseite juristische Informationen anbieten und Anwälte vermitteln, welche für ihre Präsenz an das Unternehmen Geld bezahlen. So heißt es im Pressetext: 

„DEVK gründet Start-up: zweieinhalb Monate von der Idee bis zur Markteinführung

KLUGO heißt das neue Unternehmen, das seit Ende August ein Online-Portal für Rechtssuchende betreibt. Die Seite www.klugo.de bietet Informationen zu Rechtsthemen und vermittelt anwaltliche Beratung.

„Wir haben KLUGO gegründet, weil sich insgesamt das Suchverhalten der Verbraucher geändert hat“, erklärt Tarja Radler, DEVK-Rechtsschutzvorstand und Geschäftsführerin der KLUGO GmbH. „Die Menschen suchen über Smartphones & Co. Hilfe in Rechtsfragen und wollen schnelle Unterstützung vom Anwalt, ohne in einer Kanzlei vorstellig werden zu müssen.“ KLUGO erfüllt diese Wünsche. Wer sich nur unverbindlich informieren möchte, kann überall und jederzeit juristisch geprüfte, aber verständliche Inhalte abrufen. Gestartet ist die Seite mit Auskünften zu Verkehrsrecht und Arbeitsrecht. Steuerstrafrecht und Familienrecht sind die nächsten Themen, die anstehen. Zu aktuellen Rechtsfragen z. B. rund um den Dieselskandal, gibt es schnell Aufklärung und Hilfe. Auch Musterschreiben und Fallbeispiele sind kostenlos abrufbar. „Unser Ziel ist es, mit KLUGO die erste Adresse für Rechtsfragen zu werden“, so Radler.

„Klug to go“ ist keine Versicherung, sondern ein Serviceangebot

Wer sofort juristische Unterstützung braucht, ist mit KLUGO ebenfalls gut beraten. Nutzer können direkt mit einem Anwalt Kontakt aufnehmen, Dokumente austauschen oder einen Rückruf vereinbaren. Die Erstberatung am Telefon ist kostenlos. Auf Wunsch kann der Rechtssuchende den Anwalt auch gleich beauftragen, das Mandat zu übernehmen und konkret tätig zu werden. Der Jurist klärt ggf. auch ab, ob die Rechtsschutzversicherung die Kosten übernimmt. „Klug to go“, beschreibt Klaus Füchtler den Serviceanspruch des Kölner Start-ups. Der DEVK-Rechtsschutzvorstand und KLUGO-Geschäftsführer verspricht: „Die Sozietäten, die mitmachen, sind sehr servicebereit und technisch versiert – werktags von 08:00 bis 22:00 Uhr. Der Test war erfolgreich und wir werden das Servicenetz weiter ausbauen.“

Markenzeichen von KLUGO ist ein Dackel: bekannt als treuer Begleiter mit Spürsinn. Und er lässt nicht locker – wie der multimediale rechtliche Beistand der neuen DEVK-Tochtergesellschaft. So hat KLUGO schon in den ersten zwei Wochen nach dem „Go Live“ 95 Prozent der Rechtssuchenden geholfen.“ (https://www.devk.de/presse/pressemitteilungen/pm_104448.jsp)

Aus Verbrauchersicht sind solche Angebote problematisch, weil nach den Bedingungen der Rechtsschutzversicherungen eine freie Anwaltswahl besteht und der Rechtsanwalt in einem ungestörten Vertrauensverhältnis eine unabhängige Rechtsberatung vornehmen soll. Durch das Modell der DEVK könnte die freie Anwaltswahl unterlaufen werden und zugleich die Unabhängigkeit des Anwalts gestört sein, da der Anwalt in einem Vertragsverhältnis mit der Tochter der Rechtsschutzversicherung steht.

Eine Antwort

  1. Sandra Kaiser 24. Oktober 2017

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