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Ägypten:Mit Tyrannen gibt es keinen Dialog

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Ungeachtet des von Ägyptens Präsident Husni Mubarak angekündigten Kabinettsaustauschs gehen die Proteste im Land weiter.

Schon kurz nach Mubaraks Fernsehansprache kehrten am frühen Morgen in Kairo Hunderte von Demonstranten auf den zentralen Tahrir-Platz zurück.

Sie forderten den Rücktritt des Präsidenten und kritisierten die Entlassung des Kabinetts durch Mubarak als nicht ausreichend. Die Menschen widersetzten sich einer Ausgangssperre. Teile der Hauptstadt glichen einem Kriegsgebiet. Die Strassen waren voll Schutt und Rauch. Zuvor hatte die Armee gegen Mitternacht den Platz geräumt. Ihren Einsatz hatte Mubarak am Freitagabend angeordnet, um die Polizei zu unterstützen.Danach hatte der 82-Jährige in einer Fernsehansprache zum Dialog aufgerufen und Entgegenkommen gezeigt. Er habe das alte Kabinett zum Rücktritt aufgefordert und werde noch am Samstag ein neues berufen. Zugleich stellte er politische und soziale Reformen in Aussicht. «Es wird neue Schritte in Richtung Demokratie und Freiheit geben und neue Schritte zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sowie zur Steigerung des Lebensstandards und der Versorgung» sagte Mubarak. Das Land brauche Dialog statt Gewalt, um seine Probleme zu lösen. Er werde die Stabilität Ägyptens sicherstellen, betonte Mubarak.

Auf die zentrale Forderung von Zehntausenden Demonstranten, nach rund 30 Jahren das Präsidentenamt abzugeben, ging Mubarak nicht ein.

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