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WACHSTUM GLOBAL legt 10,4 % zu – starkes Aktienjahr, steigende Kosten und viel Spielraum im Fondsvermögen

Die Universal-Investment-Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Frankfurt am Main legt mit diesem Jahresbericht die Rechnung für den Fonds WACHSTUM GLOBAL vor. Für Anleger ist die Kernbotschaft freundlich: Der Fonds hat im Geschäftsjahr 2025/2026 zugelegt, das Vermögen deutlich gesteigert und trotz spürbarer Marktbewegungen ein positives Ergebnis erzielt. Auffällig bleibt aber auch, dass der Ertrag stark aus Kurs- und Veräußerungsgewinnen kam und die laufenden Kosten einen nennenswerten Teil der Erträge aufgezehrt haben.

Ein externer Fondsmanager oder Anlageberater wird im Bericht nicht genannt. Der Fonds bleibt damit in der Darstellung klar bei der verwaltenden Gesellschaft als verantwortlicher Adresse.

Vermögen und Wertentwicklung

Das Fondsvermögen stieg im Berichtszeitraum von 75,81 Mio. Euro auf 90,87 Mio. Euro. Der Anteilwert erhöhte sich bei der Anteilklasse I von 108,62 Euro auf 118,92 Euro, bei der Anteilklasse R von 74,02 Euro auf 81,15 Euro. Das entspricht einer Wertentwicklung von 10,41 % beziehungsweise 10,48 % im Geschäftsjahr. Für Anleger ist das ein solides Ergebnis, zumal der Fonds ohne Benchmark geführt wird und sich damit nicht an einem Vergleichsindex messen lassen muss.

Zum Wachstum trugen sowohl die positive Marktperformance als auch Nettomittelzuflüsse bei. Unter dem Strich flossen dem Fonds 7,63 Mio. Euro neu zu; nach Rücknahmen blieb ein Nettozufluss von 7,63 Mio. Euro. Im Vorjahr hatte das Fondsvermögen noch bei 53,66 Mio. Euro gelegen. Aus Anlegersicht ist das bemerkenswert, weil der Fonds nicht nur durch Kursgewinne, sondern auch durch neue Mittel größer wurde.

Das Geschäftsjahresergebnis belief sich insgesamt auf 8,35 Mio. Euro. Davon entfielen 5,46 Mio. Euro auf das realisierte Ergebnis und 2,89 Mio. Euro auf nicht realisierte Gewinne nach Verrechnung nicht realisierter Verluste. Der ordentliche Nettoertrag lag bei 653.099,67 Euro. Das zeigt: Der Hauptteil der Wertentwicklung kam nicht aus laufenden Erträgen, sondern aus Veräußerungsgewinnen und Kursbewegungen.

Erträge, Ausschüttung und was davon bei Anlegern ankommt

Die laufenden Erträge bestehen vor allem aus Dividenden und Zinsen. Zusammen kamen in beiden Anteilklassen und im Gesamtfonds über Dividenden und Zinsen nennenswerte Erträge zusammen; nach Steuern und Kosten blieb jedoch nur ein ordentlicher Nettoertrag von 653.099,67 Euro für den Gesamtfonds. Die wesentlichen Quellen des positiven Veräußerungsergebnisses waren laut Bericht realisierte Gewinne aus inländischen Aktien. Für Anleger bedeutet das: Die gute Jahresbilanz wurde stark durch aktives Umschichten getragen, nicht allein durch Ausschüttungserträge.

Der Fonds ist ein Ausschüttungsfonds mit Zwischenausschüttung. Im Geschäftsjahr wurden insgesamt 451.597,40 Euro ausgeschüttet, das entspricht 0,83 Euro je Anteil in der Anteilklasse I und rechnerisch auch je Anteil für die gesamt dargestellte Fondsstruktur. In der Anteilklasse R betrug die Gesamtausschüttung 206.357,88 Euro bzw. 0,64 Euro je Anteil. Ein großer Teil der verfügbaren Erträge wurde also nicht ausgeschüttet, sondern vorgetragen oder der Wiederanlage zugeführt.

Kosten

Die Kosten sind aus Anlegersicht ein zentraler Punkt. Die Verwaltungsvergütung belief sich im Gesamtfonds auf 1.292.545,01 Euro, hinzu kamen 49.785,97 Euro Verwahrstellenvergütung, 6.968,31 Euro Prüfungs- und Veröffentlichungskosten sowie 84.181,09 Euro sonstige Aufwendungen. Die Gesamtkostenquote lag bei 1,07 % für die Anteilklasse I und bei 1,57 % für die Anteilklasse R. Gerade die höhere Quote der R-Tranche belastet das Ergebnis spürbar stärker.

Im Verhältnis zu den Erträgen fällt auf, dass die Summe der Aufwendungen den ordentlichen Ertrag deutlich schmälerte. Aus 2,09 Mio. Euro Erträgen im Gesamtfonds blieben nach Aufwendungen 653.099,67 Euro als ordentlicher Nettoertrag übrig. Anders gesagt: Ein erheblicher Teil der laufenden Einnahmen wurde durch Kosten und Aufwand gebunden. Positiv ist, dass im Bericht keine Beratungsvergütung ausgewiesen wird.

Portfolio und größte Positionen

Das Portfolio bleibt klar aktienlastig, aber mit einem nennenswerten Renten- und Cash-Anteil. Aktien machen 59,83 % des Fondsvermögens aus, Anleihen 25,88 %, Investmentanteile 6,88 % und Zertifikate 4,10 %. Bankguthaben lagen bei 3,67 %, während Derivate mit -0,20 % nur eine kleine Nettoauswirkung hatten. Der Fonds ist damit breit aufgestellt, aber keineswegs defensiv im engeren Sinn.

Regional dominieren Deutschland und die USA. In der Aktienquote entfielen 29,25 % des Fondsvermögens auf deutsche Werte und 15,71 % auf US-Aktien. Weitere größere Länderpositionen waren Schweiz, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Dänemark. Aus Anlegersicht auffällig ist die starke Gewichtung einzelner Märkte und die hohe Bedeutung europäischer Aktien, während gleichzeitig US-Titel das globale Profil abrunden.

Zu den größten Einzelpositionen zählten unter anderem Newmont, Alphabet, Apple, Siemens, Infineon, Bayer, Allianz, Deutsche Bank, E.ON und Amazon. Der Bericht zeigt damit eine Mischung aus Industrie-, Finanz-, Technologie-, Konsum- und Rohstoffwerten. Bei den Anleihen lag der Schwerpunkt überwiegend im mittleren Laufzeitbereich zwischen einem und fünf Jahren. Die Cash-Quote stieg auf 3,67 %; das verschafft Flexibilität, ist aber auch ein Zeichen dafür, dass nicht das gesamte Vermögen voll investiert war.

Risiken und Auffälligkeiten

Der Bericht nennt als wesentliche Risiken vor allem allgemeine Marktpreisrisiken, Zinsänderungsrisiken, Adressenausfall- und Bonitätsrisiken, Aktienrisiken, Währungsrisiken sowie Risiken aus Derivategeschäften und Zielfonds. Für Anleger wichtig ist dabei die klare Aussage, dass der Fonds in einem volatilen Umfeld agiert und damit von Schwankungen an Aktien-, Renten- und Devisenmärkten unmittelbar betroffen ist. Zusätzlich verweist der Bericht auf geopolitische Belastungsfaktoren und auf die Unsicherheiten rund um den Ukraine-Krieg.

Auffällig ist außerdem, dass der Fonds trotz der guten Wertentwicklung keine wesentlichen Veränderungen in der Grundstruktur vorgenommen hat. Die Rentenquote wurde leicht erhöht, der Anteil an Fondsinvestments leicht reduziert, und Gold- und Silber-ETCs wurden etwas zurückgenommen. Das deutet auf Feintuning statt Strategiebruch hin. Die im April 2026 geänderten Anlagebedingungen und die implementierten Liquiditätsmanagementinstrumente wurden im Berichtszeitraum nicht angewandt.

Fazit für Anleger

Unterm Strich liefert der Bericht ein gutes Jahresbild: Der Fonds wuchs deutlich, erwirtschaftete ein positives Ergebnis und erzielte mit rund 10,4 % eine ordentliche Performance. Gleichzeitig zeigt die Rechnung, dass Kosten und Gebühren spürbar sind und dass der Ertrag vor allem aus Marktbewegungen und realisierten Gewinnen stammt. Das Prüfungsurteil des Abschlussprüfers lautet, dass der Jahresbericht in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften entspricht und ein umfassendes Bild der tatsächlichen Verhältnisse und Entwicklungen des Sondervermögens vermittelt.

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