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Jahresbericht – SozialBank Nachhaltigkeitsfonds Aktien I;SozialBank Nachhaltigkeitsfonds Aktien I

{„title“:“SozialBank Nachhaltigkeitsfonds Aktien I: Starkes Aktienjahr, aber auch deutliche Abflüsse und klare Kosten im Fokus“,“content“:“

Die Universal-Investment-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Frankfurt am Main, legt als Kapitalverwaltungsgesellschaft den Jahresbericht für den SozialBank Nachhaltigkeitsfonds Aktien I vor; ein externer Fondsmanager oder Anlageberater wird im Bericht nicht genannt. Für Anleger ist vor allem wichtig: Der Fonds hat im Geschäftsjahr 2025/2026 deutlich zugelegt, zugleich aber Nettoabflüsse verzeichnet und seine Strategie spürbar angepasst.

Der Anteilwert stieg im Berichtszeitraum vom 1. Juli 2025 bis 30. Juni 2026 auf 150,41 Euro bei Anteilklasse A und auf 149,58 Euro bei Anteilklasse B. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das ein kräftiges Plus: In der vorangegangenen Periode lag der Anteilwert noch bei 129,45 Euro beziehungsweise 128,66 Euro. Die Wertentwicklung betrug 19,14 Prozent für A und 19,24 Prozent für B. Das ist aus Anlegersicht ein gutes Ergebnis, zumal der Zuwachs nicht aus einer einzelnen Sonderbewegung stammt, sondern aus einem positiven Mix aus laufenden Erträgen und vor allem Veräußerungsgewinnen.

Vermögen und Wertentwicklung

Das Fondsvermögen stieg von 16,61 Millionen Euro auf 20,35 Millionen Euro. Der Zuwachs ist trotz Netto-Mittelabflüssen zustande gekommen: Im Geschäftsjahr flossen per saldo 0,95 Millionen Euro ab. Für Anleger ist das bemerkenswert, weil der Fonds also nicht durch Neugeld, sondern trotz Rückgaben und Ausschüttung gewachsen ist. Die Ausschüttung für das Vorjahr betrug 331.515,99 Euro bei Anteilklasse A und 94.459,93 Euro bei Anteilklasse B; im laufenden Jahr kam eine Gesamtausschüttung von 289.802,16 Euro beziehungsweise 120.392,61 Euro hinzu. Der Fonds blieb damit ausschüttend und nicht thesaurierend.

Das Ergebnis des Geschäftsjahres beläuft sich auf 2,35 Millionen Euro auf Fondsebene. Davon stammen 2,95 Millionen Euro aus dem realisierten Ergebnis, während das nicht realisierte Ergebnis mit minus 0,60 Millionen Euro belastete. Entscheidend war also nicht nur die Dividende, sondern vor allem die aktive Umschichtung mit realisierten Kursgewinnen. Der Bericht nennt als wesentliche Quelle des positiven Veräußerungsergebnisses realisierte Gewinne aus ausländischen Aktien.

Kosten

Die laufenden Kosten sind für einen Aktienfonds moderat, aber sie mindern natürlich die Erträge. Die Verwaltungsvergütung betrug auf Fondsebene 105.372,77 Euro, die Verwahrstellenvergütung 17.776,96 Euro, dazu kamen Prüfungs- und Veröffentlichungskosten von 8.950,89 Euro sowie sonstige Aufwendungen von 2.725,96 Euro. Insgesamt lagen die Aufwendungen bei 134.826,57 Euro. Dem standen Erträge von 447.575,12 Euro gegenüber. Aus Anlegersicht ist das Verhältnis daher noch solide: Die laufenden Kosten zehren zwar einen Teil der Erträge auf, aber der Fonds erwirtschaftete genügend Nettoertrag, um nach Kosten und Steuern ein positives Gesamtergebnis zu erreichen.

Die Gesamtkostenquote lag bei Anteilklasse A bei 0,76 Prozent und bei Anteilklasse B bei 0,68 Prozent. Eine Beratervergütung fällt nicht an; im Bericht sind bei der Verwaltungsvergütung ausdrücklich 0,00 Euro Beratungsvergütung ausgewiesen. Transaktionskosten wurden mit 52.777,37 Euro angegeben. Für Anleger wichtig: Die Kosten sind nicht extrem hoch, aber die stärkere Handelsaktivität mit Umschichtungen führt zu zusätzlichen Nebenkosten.

Portfolio und größte Positionen

Das Portfolio ist fast vollständig in Aktien investiert: 99,15 Prozent des Fondsvermögens entfielen zum 30. Juni 2026 auf Aktien, nur 1,04 Prozent auf Bankguthaben. Der Fonds hält damit eine sehr klare Aktienausrichtung mit kaum Liquiditätspuffer. Regionale Schwerpunkte liegen auf den USA mit 33,44 Prozent, Frankreich mit 16,13 Prozent und Deutschland mit 9,71 Prozent; weitere größere Gewichte entfallen auf Schweden mit 7,82 Prozent, die Schweiz mit 6,00 Prozent sowie Dänemark, Irland und Großbritannien. Damit ist das Portfolio breit über Europa und die USA gestreut, wie vom Konzept vorgesehen.

Zu den größten Einzelpositionen zählen unter anderem US-Werte wie Weyerhaeuser, Linde, Mastercard, Procter & Gamble, Berkshire Hathaway, Eli Lilly, Eaton, UnitedHealth und Waste Management sowie europäische Titel wie Novartis, Roche, Novo Nordisk, Vestas, Air Liquide, BNP Paribas, Michelin, Schneider Electric, Siemens und Vonovia. Die Positionen liegen jeweils meist im Bereich von rund 1,7 bis 2,3 Prozent des Fondsvermögens. Aus Anlegersicht ist das positiv, weil kein einzelner Titel das Ergebnis dominiert. Klumpenrisiken entstehen eher auf Länder- und Währungsebene als über Einzelwerte.

Bemerkenswert ist auch die Strategieänderung zu Beginn des Berichtszeitraums: Das Anlageuniversum wurde auf 50 Titel aus dem STOXX Europe 600 und dem S&P 500 erweitert, und der Ausschluss von Fremdwährungen wurde aufgehoben. Der Fonds hält nun Titel in EUR, CHF, DKK, NOK, SEK und USD. Diese Veränderung erklärt die stärkere US-Ausrichtung und die Umschichtung aus europäischen in US-amerikanische Aktien.

Risiken und Auffälligkeiten

Als wesentliche Risiken nennt der Bericht allgemeine Marktpreisrisiken, Aktienrisiken und Währungsrisiken. Das ist für einen nahezu voll investierten Aktienfonds erwartbar, aber gerade die Währungsöffnung macht den Fonds anfälliger für Wechselkursschwankungen. Hinzu kommt, dass der Bericht geopolitische Unsicherheiten und die Folgen der Ukraine-Krise ausdrücklich als Belastung für die Märkte nennt.

Auffällig ist ferner, dass im zweiten Quartal 2026 die Aktien von Reckitt Benckiser Group verkauft und durch Münchener Rück ersetzt wurden, weil sie im Nachhaltigkeitscheck auffielen. Das zeigt, dass der Nachhaltigkeitsfilter aktiv in die Titelauswahl eingreift. Positiv hervorzuheben ist, dass keine Derivate eingesetzt wurden und die Liquiditätsmanagementinstrumente zwar definiert, aber im Berichtszeitraum nicht angewendet wurden. Das spricht für einen relativ klaren, unkomplizierten Fondsaufbau.

Ein weiterer Punkt ist die Entwicklung der Anteile: Bei Anteilklasse A sank die Zahl der umlaufenden Anteile auf 95.644 nach 101.276 im Vorjahr, bei Anteilklasse B stieg sie auf 39.865 nach 27.206. Das deutet auf unterschiedliche Anlegerbewegungen in den beiden Tranchen hin, ohne dass der Fonds insgesamt unter massivem Vertrauensverlust gelitten hätte. Insgesamt bleibt jedoch festzuhalten, dass die Nettoabflüsse auf Fondsebene spürbar waren.

Fazit für Anleger

Unterm Strich zeigt der Bericht einen Fonds, der 2025/2026 operativ ordentlich gearbeitet hat: starke Wertentwicklung, positive laufende Erträge und hohe realisierte Gewinne. Gleichzeitig ist der Fonds inhaltlich enger an ein neues Zielportfolio herangerückt, ist stärker US-lastig geworden und bleibt wegen des hohen Aktienanteils schwankungsanfällig. Das Prüfungsurteil des Abschlussprüfers ist uneingeschränkt: Der Jahresbericht entspricht nach seiner Beurteilung in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein zutreffendes Bild des Fonds.

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