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Insolvenzantrag der VGB Gastro UG mangels Masse abgewiesen

Gericht weist Antrag ab

Das Amtsgericht Essen hat im Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen der im Register des Amtsgerichts Essen unter HRB 30469 eingetragenen VGB Gastro UG (haftungsbeschränkt) den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens mangels Masse abgewiesen. Das Verfahren trägt das Aktenzeichen 162 IN 192/26. Die Bekanntmachung wurde am 28.10.2026 veröffentlicht.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Essen. Nach dem Bekanntmachungstext ist der Antrag der Schuldnerin vom 22.09.2026 am 25.09.2026 bei Gericht eingegangen. Die Entscheidung des Gerichts erging durch Beschluss vom 27.10.2026.

Was „mangels Masse“ bedeutet

„Abweisung mangels Masse“ heißt: Das Gericht eröffnet kein Insolvenzverfahren, weil das vorhandene Vermögen des Unternehmens voraussichtlich nicht einmal ausreicht, um die Kosten des Verfahrens zu decken. Es wird also kein Insolvenzverwalter bestellt und es kommt nicht zu einer geordneten Verteilung an die Gläubiger im Rahmen eines eröffneten Insolvenzverfahrens.

Für Gläubiger ist das meist eine ungünstige Nachricht. Wer noch offene Forderungen gegen die Gesellschaft hat, muss diese grundsätzlich selbst weiterverfolgen. Die Aussichten auf eine vollständige oder auch nur teilweise Zahlung sind in solchen Fällen oft gering, weil gerade keine ausreichende Masse für eine reguläre Abwicklung vorhanden ist.

Folgen für die Gesellschaft

Mit der Abweisung mangels Masse ist für die betroffene Gesellschaft regelmäßig ein schwerwiegender Schritt verbunden. In der Praxis führt dies in der Regel zur Auflösung der Gesellschaft und später zur Löschung. Eine geordnete insolvenzrechtliche Abwicklung wie bei einem eröffneten Verfahren findet gerade nicht statt.

Für Außenstehende bedeutet das: Ansprüche, die noch offen sind, verschwinden dadurch nicht automatisch. Sie müssen aber außerhalb eines eröffneten Insolvenzverfahrens verfolgt werden. Das kann aufwendig sein und bringt häufig nur geringe Erfolgsaussichten mit sich.

Was Betroffene jetzt tun können

Wer noch offene Leistungen, Anzahlungen oder Gutscheine hat, sollte alle Unterlagen sorgfältig sichern. Dazu gehören Verträge, Rechnungen, Zahlungsbelege und sonstige Nachweise. Es kann sinnvoll sein, sich zeitnah rechtlich beraten zu lassen, um die eigenen Möglichkeiten zu prüfen und Fristen nicht zu versäumen.

Da kein Insolvenzverfahren eröffnet wurde, sollten Betroffene nicht davon ausgehen, dass ihre Forderung automatisch über ein Insolvenzverfahren bearbeitet wird. Es ist ratsam, den weiteren Register- und Verfahrensstand aufmerksam zu beobachten.

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