Dark Mode Light Mode

Schwere PHP-Sicherheitslücken: Was Verbraucher und Webseitenbetreiber jetzt wissen müssen

geralt (CC0), Pixabay

Zwei schwerwiegende Sicherheitslücken in der Programmiersprache PHP sorgen weltweit für Aufregung. Zahlreiche Behörden, Krankenhäuser und Unternehmen haben ihre Internetseiten vorsorglich abgeschaltet. Doch wie groß ist die Gefahr tatsächlich?

PHP wird von sehr vielen Internetseiten verwendet, darunter auch Onlineshops, Behördenportale und private Webseiten.

Die entdeckten Schwachstellen könnten es Kriminellen unter bestimmten technischen Voraussetzungen ermöglichen, unberechtigt auf Server zuzugreifen. Dabei könnten persönliche Daten gestohlen, Webseiten verändert oder Online-Dienste gestört werden.

Das bedeutet allerdings nicht, dass das gesamte Internet ausfallen könnte oder bereits massenhaft Daten gestohlen wurden. Ein erfolgreicher Angriff auf einzelne Server ist nicht mit einem Ausfall des Internets gleichzusetzen.

Warum werden Internetseiten abgeschaltet?

Viele Betreiber nehmen ihre Webseiten vorübergehend vom Netz, um Sicherheitsupdates zu installieren und ihre Systeme zu überprüfen.

Die Abschaltungen sind überwiegend Vorsichtsmaßnahmen. Sie bedeuten nicht automatisch, dass die betroffenen Einrichtungen bereits Opfer eines Hackerangriffs geworden sind.

Was müssen private Webseitenbetreiber tun?

Besonders aufmerksam sollten Betreiber sein, die eigene Server verwalten oder veraltete PHP-Versionen einsetzen.

Wichtig ist, die verwendete PHP-Version überprüfen und verfügbare Sicherheitsupdates installieren zu lassen.

Auch WordPress, Erweiterungen und andere eingesetzte Programme sollten aktuell gehalten werden. Ein WordPress-Update allein beseitigt allerdings keine Sicherheitslücke in der PHP-Installation des Servers.

Wer einen eigenen Server betreibt, muss sich selbst oder über seinen IT-Dienstleister um die erforderlichen Aktualisierungen kümmern. Bei verwalteten Hosting-Angeboten übernimmt häufig der Anbieter diese Aufgabe.

Besteht Gefahr für normale Internetnutzer?

Für Menschen, die lediglich im Internet surfen, besteht durch diese serverseitigen Schwachstellen zunächst keine unmittelbare Gefahr für das eigene Smartphone oder den Computer.

Allerdings könnten Kriminelle die öffentliche Verunsicherung für Betrugsversuche nutzen.

Verbraucher sollten deshalb besonders vorsichtig sein, wenn sie E-Mails oder SMS erhalten, in denen sie angeblich wegen der Sicherheitslücken ihre Passwörter ändern oder persönliche Daten bestätigen müssen.

Solche Aufforderungen sollten ausschließlich über die selbst aufgerufene offizielle Internetseite des jeweiligen Anbieters überprüft werden.

Fazit

Die Sicherheitslücken sind ernst zu nehmen. Für Betreiber betroffener Server besteht dringender Handlungsbedarf.

Für Verbraucher gibt es dagegen keinen Grund zur Panik. Vorübergehend nicht erreichbare Webseiten sind zunächst eine Einschränkung, aber kein Beweis für einen erfolgreichen Cyberangriff.

Entscheidend ist jetzt, dass Webseitenbetreiber ihre Systeme absichern und Verbraucher bei verdächtigen Nachrichten aufmerksam bleiben.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

Rattengift ab 23. Oktober für Privatpersonen verboten: Was jetzt für alte Köder gilt

Next Post

Köln: Frühere Mitarbeiterin des Ausländeramtes wegen mutmaßlicher Schleuserhilfe angeklagt