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PNE Windpark Gardelegen Repowering: Eigenkapital aufgebraucht – Projektgesellschaft weist Verlustanteile aus
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PNE Windpark Gardelegen Repowering: Eigenkapital aufgebraucht – Projektgesellschaft weist Verlustanteile aus

Shutterbug75 (CC0), Pixabay

Jahresfehlbetrag verdoppelt die aufgelaufenen Verluste

Die PNE Windpark Gardelegen Repowering GmbH & Co. KG hat ihren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 offengelegt.

Die beim Amtsgericht Tostedt unter der Handelsregisternummer HRA 204610 eingetragene Gesellschaft gehört zum Konsolidierungskreis der PNE AG mit Sitz in Cuxhaven.

Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete die Projektgesellschaft nach Angaben im Anhang einen Jahresfehlbetrag von 1.730 Euro.

Damit erhöhten sich die aufgelaufenen Verluste von zuvor 1.730 Euro auf insgesamt 3.460 Euro.

Der Fehlbetrag wurde entsprechend den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags dem Ergebnissonderkonto der Kommanditistin zugeschrieben.

Die Verluste übersteigen inzwischen die eingezahlte Kommanditeinlage von 2.500 Euro.

Dadurch ergibt sich zum 31. Dezember 2025 ein nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil der Kommanditisten in Höhe von 960 Euro.

Dieser Betrag wird auf der Aktivseite der Bilanz gesondert ausgewiesen.

Eigenkapital vollständig aufgezehrt

Während die Gesellschaft zum Ende des Jahres 2024 noch ein bilanzielles Eigenkapital von 770 Euro auswies, beträgt dieses zum 31. Dezember 2025 null Euro.

Das Komplementärkapital wird ebenfalls mit null Euro angegeben.

Die eingezahlte Kommanditeinlage blieb zwar unverändert bei 2.500 Euro, wurde jedoch durch die kumulierten Verluste vollständig aufgezehrt.

Die Entwicklung verdeutlicht, dass die Gesellschaft aus bilanzieller Sicht keine positive Eigenkapitalreserve mehr besitzt.

Dabei ist allerdings die Größenordnung zu berücksichtigen.

Es handelt sich um eine Kleinstpersonenhandelsgesellschaft mit einer sehr geringen Bilanzsumme. Die festgestellten Verlustanteile bewegen sich im dreistelligen beziehungsweise niedrigen vierstelligen Eurobereich.

Aus dem aufgebrauchten Eigenkapital allein lässt sich deshalb weder eine Insolvenz noch eine unmittelbar bevorstehende Zahlungsunfähigkeit ableiten.

Für eine solche Beurteilung wären insbesondere Informationen über die Zahlungsfähigkeit, die Fälligkeit der Verpflichtungen und die weitere Finanzierung erforderlich.

Patronatserklärung eines verbundenen Unternehmens

Besondere Bedeutung kommt einer Angabe im Anhang zu.

Demnach wurde seitens eines verbundenen Unternehmens eine Patronatserklärung abgegeben.

Die Gesellschaft wird dadurch nach eigener Darstellung in die Lage versetzt, sämtliche im Jahresabschluss ausgewiesenen Rückstellungen und Verbindlichkeiten bis zur Höhe von 960 Euro zu erfüllen.

Die Patronatserklärung steht damit im Zusammenhang mit dem ausgewiesenen nicht gedeckten Verlustanteil.

Allerdings ist die ausdrücklich genannte Begrenzung zu beachten.

Aus der Veröffentlichung ergibt sich keine unbegrenzte Finanzierungszusage für sämtliche gegenwärtigen und zukünftigen Verpflichtungen der Gesellschaft.

Ebenso werden der genaue Wortlaut, die rechtliche Ausgestaltung und die Identität des erklärenden verbundenen Unternehmens im vorliegenden Anhang nicht näher erläutert.

Die Patronatserklärung darf daher nicht ohne Weiteres als umfassende Garantie für die wirtschaftliche Entwicklung des Projekts verstanden werden.

Bilanzsumme steigt leicht auf 3.610 Euro

Die Bilanzsumme der PNE Windpark Gardelegen Repowering GmbH & Co. KG erhöhte sich von 2.647,80 Euro zum Ende des Jahres 2024 auf 3.610,18 Euro zum 31. Dezember 2025.

Der Anstieg beträgt 962,38 Euro.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass in der Bilanzsumme 2025 der nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Verlustanteil von 960 Euro enthalten ist.

Das tatsächliche ausgewiesene Umlaufvermögen belief sich lediglich auf 2.650,18 Euro.

Im Vorjahr hatte es 2.647,80 Euro betragen.

Damit blieb das Umlaufvermögen praktisch unverändert.

Die Gesellschaft verfügte zum Bilanzstichtag über Bankguthaben von 2.449,89 Euro. Ein Jahr zuvor waren es 1.719,50 Euro gewesen.

Die liquiden Mittel erhöhten sich somit um 730,39 Euro beziehungsweise rund 42,5 Prozent.

Gleichzeitig gingen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 928,30 Euro auf 200,29 Euro zurück.

Die Bilanz enthält keine ausgewiesenen Sachanlagen.

Insbesondere sind in dem veröffentlichten Abschluss keine Windenergieanlagen, technischen Einrichtungen oder größeren aktivierten Projektinvestitionen erkennbar.

Das spricht dafür, dass sich die Gesellschaft bilanziell noch nicht in einer Phase umfangreicher eigener Anlageninvestitionen befindet.

Welchen konkreten Entwicklungsstand das Repowering-Projekt Gardelegen erreicht hat, lässt sich daraus allerdings nicht abschließend bestimmen.

Rückstellungen verdoppeln sich

Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich von 1.730 Euro auf 3.460 Euro.

Damit verdoppelte sich der entsprechende Bilanzposten gegenüber dem Vorjahr.

Die Rückstellungen stellen zugleich den größten Posten auf der Passivseite dar.

Nach den im Anhang beschriebenen Bilanzierungsgrundsätzen werden Rückstellungen für drohende Verluste und ungewisse Verbindlichkeiten in der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Höhe gebildet.

Welche konkreten Sachverhalte den Rückstellungen zugrunde liegen, wird im veröffentlichten Anhang nicht näher aufgeschlüsselt.

Deshalb lässt sich nicht beurteilen, ob es sich beispielsweise um Kosten der Rechnungslegung, Verwaltungsaufwendungen oder andere Verpflichtungen handelt.

Die Übereinstimmung zwischen den aufgelaufenen Verlusten und der Höhe der Rückstellungen ist zwar auffällig, erlaubt aber keine sichere Aussage über die jeweiligen Ursachen.

Verbindlichkeiten bleiben gering

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum 31. Dezember 2025 auf 150,18 Euro.

Im Vorjahr waren es 147,80 Euro gewesen.

Die Veränderung fällt mit 2,38 Euro äußerst gering aus.

Nach Angaben im Anhang haben sämtliche ausgewiesenen Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Bankverbindlichkeiten werden in der veröffentlichten Bilanz nicht ausgewiesen.

Auch langfristige Darlehensverpflichtungen oder umfangreiche Finanzierungsverbindlichkeiten sind aus dem vorliegenden Abschluss nicht ersichtlich.

Das unterscheidet die Gesellschaft von bereits errichteten und fremdfinanzierten Windparkgesellschaften, deren Bilanzen häufig durch hohe Sachanlagenwerte und langfristige Bankdarlehen geprägt sind.

Für die PNE Windpark Gardelegen Repowering GmbH & Co. KG zeigen die veröffentlichten Zahlen dagegen eine Gesellschaft mit bislang sehr begrenztem bilanziellen Geschäftsumfang.

Repowering-Projekt: Investitionsphase aus Bilanz noch nicht erkennbar

Der Firmenname weist auf ein Repowering-Vorhaben im Bereich der Windenergie hin.

Unter Repowering wird grundsätzlich der Ersatz älterer Windenergieanlagen durch neue, leistungsfähigere Anlagen verstanden.

Solche Projekte können die Stromerzeugung an bestehenden Windenergiestandorten erhöhen und die vorhandene Infrastruktur effizienter nutzen.

Ob und wann das konkret mit der Gesellschaft verbundene Vorhaben umgesetzt werden soll, geht aus dem veröffentlichten Jahresabschluss jedoch nicht hervor.

Auch Angaben zu einer geplanten Anlagenzahl, zur Leistung, zum Investitionsvolumen oder zu behördlichen Genehmigungen sind in den bereitgestellten Unterlagen nicht enthalten.

Der Abschluss zeigt lediglich, dass zum 31. Dezember 2025 keine entsprechenden Sachanlagen bilanziert waren.

Daraus lässt sich weder ableiten, dass das Vorhaben eingestellt wurde, noch dass eine Umsetzung unmittelbar bevorsteht.

Die weitere Entwicklung bleibt daher offen.

PNE AG bezieht Gesellschaft in Konzernabschluss ein

Die PNE Windpark Gardelegen Repowering GmbH & Co. KG wird nach Angaben im Anhang in den Konzernabschluss der PNE AG einbezogen.

Die PNE AG mit Sitz in Cuxhaven stellt zum 31. Dezember 2025 einen Konzernabschluss auf, der im Unternehmensregister veröffentlicht wird.

Die Einbeziehung in den Konzernabschluss verdeutlicht die gesellschaftsrechtliche Zugehörigkeit zur PNE-Gruppe.

Allerdings bedeutet die Konzernzugehörigkeit nicht automatisch, dass sämtliche Verpflichtungen der einzelnen Projektgesellschaft uneingeschränkt durch die Muttergesellschaft abgesichert sind.

Maßgeblich sind die jeweiligen vertraglichen Vereinbarungen und gegebenenfalls abgegebene Finanzierungszusagen.

Für die PNE Windpark Gardelegen Repowering GmbH & Co. KG wird ausdrücklich nur die bereits erwähnte begrenzte Patronatserklärung eines verbundenen Unternehmens beschrieben.

Wechsel in der Geschäftsführung im April 2026

Aus dem Anhang gehen auch Veränderungen bei den Organen hervor.

Persönlich haftende Gesellschafterin der Gesellschaft ist die PNE WIND Verwaltungs GmbH mit Sitz in Cuxhaven.

Deren gezeichnetes Kapital beträgt 25.000 Euro.

Als Vertreter der Geschäftsführung werden Jörg Schröder, Andreas Hornig und Sabine Roes genannt.

Jörg Schröder, Leiter M&A und Projektakquisition der PNE AG, war bis zum 17. April 2026 in der Geschäftsführung vertreten.

Ab diesem Datum wird Andreas Hornig genannt.

Sabine Roes gehört ebenfalls zu den im Anhang aufgeführten Geschäftsführungsvertretern.

Der Jahresabschluss wurde am 27. Juli 2026 in Cuxhaven von Andreas Hornig und Sabine Roes unterzeichnet.

Die Veröffentlichung des Abschlusses erfolgte am 12. Oktober 2026.

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