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Erneuter Rückruf bei Kaufland: Babynahrung von Aptamil und Milumil betroffen

wewahn (CC0), Pixabay

Die Handelskette Kaufland ruft erneut bestimmte Chargen der Babymilchprodukte Aptamil und Milumil zurück. Hintergrund ist eine mögliche Belastung mit dem bakteriellen Giftstoff Cereulid, der gesundheitliche Beschwerden wie Erbrechen und Durchfall auslösen kann.

Besonders brisant: Die betroffenen Produkte waren bereits Anfang Februar 2026 vom Hersteller Danone zurückgerufen worden. Dennoch gelangten nach Angaben von Kaufland vereinzelt Produkte mit betroffenen Mindesthaltbarkeitsdaten erneut in den Verkauf.

Bereits zurückgerufene Babynahrung erneut verkauft

Wie das Unternehmen mit Sitz in Neckarsulm mitteilte, betrifft der erneute Rückruf bestimmte Chargen der bekannten Babymilchmarken Aptamil und Milumil.

Der Hersteller Danone hatte diese Produkte bereits im Februar 2026 vorsorglich zurückgerufen. Anlass war eine aktualisierte Empfehlung zum Schwellenwert für Cereulid.

Trotz der eingeleiteten Maßnahmen seien nach Angaben von Kaufland vereinzelt Produkte mit betroffenen Mindesthaltbarkeitsdaten in den Handel gelangt.

Der Lebensmittelhändler weist deshalb erneut auf den bestehenden Rückruf hin.

Was ist Cereulid und warum kann es gefährlich sein?

Cereulid ist ein hitzestabiler Giftstoff, der von bestimmten Stämmen des Bakteriums Bacillus cereus gebildet werden kann.

Die Aufnahme von Cereulid kann insbesondere Übelkeit, Erbrechen und Durchfall verursachen.

Bei Säuglingen ist besondere Vorsicht geboten, da sie durch Flüssigkeitsverlust infolge von Erbrechen oder Durchfall schneller gesundheitlich gefährdet sein können.

Auch das Erhitzen oder Aufkochen der Babynahrung bietet keinen zuverlässigen Schutz, da Cereulid gegenüber Hitze weitgehend beständig ist.

Was sollten Eltern jetzt tun?

Eltern, die Babymilchprodukte von Aptamil oder Milumil bei Kaufland gekauft haben, sollten die Verpackungen sorgfältig überprüfen.

Entscheidend sind insbesondere die genaue Produktbezeichnung, die Chargennummer und das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum.

Produkte, die von dem Rückruf betroffen sind, dürfen nicht mehr an Säuglinge verfüttert werden.

Betroffene Ware sollte entsprechend den Rückrufhinweisen des Händlers zurückgegeben werden.

Sollte ein Säugling nach dem Verzehr Beschwerden wie wiederholtes Erbrechen, Durchfall oder auffällige Schwäche entwickeln, ist eine zeitnahe kinderärztliche Abklärung erforderlich. Bei Anzeichen einer schweren Erkrankung sollte unverzüglich medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.

Welche Produkte sind konkret betroffen?

Der Rückruf betrifft nicht grundsätzlich sämtliche Produkte der Marken Aptamil und Milumil, sondern bestimmte Chargen beziehungsweise Mindesthaltbarkeitsdaten.

Eltern sollten deshalb die aktuellen Rückrufinformationen von Kaufland und Danone beachten und ihre vorhandenen Packungen mit den dort veröffentlichten Angaben vergleichen.

Ohne Abgleich der genauen Produktdaten lässt sich nicht zuverlässig feststellen, ob eine bestimmte Packung betroffen ist.

Fazit: Eltern sollten Babymilchprodukte sorgfältig kontrollieren

Der erneute Rückruf bei Kaufland zeigt, wie wichtig eine konsequente Umsetzung von Lebensmittelrückrufen ist.

Dass nach Angaben des Unternehmens vereinzelt bereits zurückgerufene Produkte erneut in den Verkauf gelangten, macht eine sorgfältige Kontrolle der betroffenen Babynahrung besonders wichtig.

Eltern sollten Aptamil- und Milumil-Produkte anhand der offiziellen Rückrufinformationen überprüfen und betroffene Packungen keinesfalls weiterverwenden.

Weitere Informationen zu aktuellen Lebensmittelrückrufen finden Verbraucher auf den offiziellen Internetseiten von Kaufland sowie auf dem staatlichen Portal www.lebensmittelwarnung.de.

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