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Sachsen: Immer weniger Fleischereien – traditionelles Handwerk unter Druck

Efraimstochter (CC0), Pixabay

Das traditionelle Fleischerhandwerk verliert in Sachsen zunehmend Betriebe. Innerhalb von zehn Jahren ist die Zahl der Unternehmen deutlich zurückgegangen.

Zuletzt waren nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit noch 287 Betriebe mit dem Schwerpunkt Fleischverarbeitung registriert. Zehn Jahre zuvor waren es 438.

Auch bei Fleischereien mit Schwerpunkt Verkauf ist die Entwicklung deutlich. Ihre Zahl ging innerhalb des betrachteten Zeitraums um etwa ein Drittel auf 206 Betriebe zurück.

Als Gründe gelten unter anderem gestiegene Kosten und Schwierigkeiten bei der Unternehmensnachfolge. Viele Inhaber erreichen das Rentenalter, finden jedoch niemanden, der den Betrieb übernehmen möchte.

Für Verbraucher hat diese Entwicklung konkrete Folgen. Verschwinden kleine Fleischereien aus Städten und Gemeinden, reduziert sich nicht nur das Angebot regional hergestellter Produkte. Gerade in ländlichen Regionen gehen damit häufig auch Einkaufsmöglichkeiten und persönliche Dienstleistungen verloren.

Die Entwicklung betrifft deshalb nicht allein einzelne Unternehmer. Sie ist Teil eines umfassenderen Strukturwandels im Einzelhandel und Handwerk, der insbesondere kleinere Städte und ländliche Regionen vor erhebliche Herausforderungen stellt.

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