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Wahltag in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern: Seit 8 Uhr sind die Wahllokale geöffnet

geralt (CC0), Pixabay

In Berlin und Mecklenburg-Vorpommern hat an diesem Sonntag ein wichtiger Wahltag begonnen. Seit 8 Uhr sind die Wahllokale geöffnet. Millionen Wahlberechtigte können bis 18 Uhr ihre Stimmen abgeben und über die Zusammensetzung der beiden Landesparlamente entscheiden.

In Mecklenburg-Vorpommern wird der Landtag neu gewählt, in Berlin das Abgeordnetenhaus. In der Hauptstadt finden gleichzeitig die Wahlen zu den zwölf Bezirksverordnetenversammlungen statt. Die Wahllokale schließen in beiden Ländern um 18 Uhr. Danach beginnt die öffentliche Auszählung der Stimmen.

Rund 1,3 Millionen Wahlberechtigte in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern sind rund 1,3 Millionen Menschen zur Landtagswahl wahlberechtigt. Der neue Landtag wird für fünf Jahre gewählt und besteht regulär aus 71 Abgeordneten. 36 Mandate werden direkt in den Wahlkreisen vergeben, die übrigen über die Landeslisten der Parteien.

Insgesamt sind 19 Parteien zur Wahl zugelassen. Hinzu kommen fünf Einzelbewerber. Entscheidend für die Zusammensetzung des Landtags ist grundsätzlich die Zweitstimme. Für den Einzug in das Parlament gilt die Fünf-Prozent-Hürde.

Eine Besonderheit gibt es diesmal für junge Menschen: Erstmals dürfen bei einer Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern auch 16- und 17-Jährige ihre Stimme abgeben. Sie dürfen wählen, können aufgrund ihres Alters jedoch noch nicht selbst in den Landtag gewählt werden.

Auch Städte und Gemeinden weisen am Wahlwochenende auf die Möglichkeit zur Stimmabgabe hin. Die Stadt Neubrandenburg informiert beispielsweise unter dem Motto „Gehen Sie wählen“ über den Wahltag und weist darauf hin, dass eine verlorene Wahlbenachrichtigung die Stimmabgabe nicht automatisch verhindert. Wer im Wahlverzeichnis steht, kann dort nach Angaben der Stadt auch mit einem amtlichen Lichtbildausweis wählen.

Berlin wählt Abgeordnetenhaus und Bezirksparlamente

Auch in Berlin haben die Wahllokale seit 8 Uhr geöffnet. Etwa 2,49 Millionen Menschen sind für die Wahl zum Abgeordnetenhaus wahlberechtigt. Für die Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen liegt die Zahl mit rund 2,75 Millionen höher, weil dort unter bestimmten Voraussetzungen auch Bürgerinnen und Bürger anderer EU-Staaten wahlberechtigt sind.

Gewählt wird das 20. Abgeordnetenhaus von Berlin. Gleichzeitig bestimmen die Berlinerinnen und Berliner die Zusammensetzung der Bezirksverordnetenversammlungen in Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Pankow, Charlottenburg-Wilmersdorf, Spandau, Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg, Neukölln, Treptow-Köpenick, Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg und Reinickendorf.

Auch bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl gibt es 2026 eine wichtige Neuerung: Erstmals sind bereits 16-Jährige wahlberechtigt. Zudem befinden sich Erst- und Zweitstimme nun gemeinsam auf einem Stimmzettel.

Wahlbeteiligung wird mit Spannung erwartet

Bis 18 Uhr haben die Wahlberechtigten Zeit, ihre Stimme in ihrem zuständigen Wahllokal abzugeben. Danach werden die Urnen geschlossen und die Stimmen von den Wahlvorständen per Hand ausgezählt.

In Berlin ist dieser Vorgang öffentlich. Interessierte dürfen die Auszählung beobachten, solange sie den Ablauf nicht stören oder beeinflussen. Die Ergebnisse der einzelnen Wahlbezirke werden anschließend an die Bezirkswahlämter und von dort an die Landeswahlleitung weitergegeben.

Für beide Länder ist der Wahltag auch organisatorisch eine große Aufgabe. Tausende ehrenamtliche Wahlhelferinnen und Wahlhelfer sorgen dafür, dass die Stimmabgabe und die anschließende Auszählung ordnungsgemäß durchgeführt werden können.

Erste Prognosen um 18 Uhr

Mit Schließung der Wahllokale beginnt am Abend die zweite Phase des Wahltages.

Für Berlin und Mecklenburg-Vorpommern werden um 18 Uhr erste Prognosen erwartet. Diese beruhen auf Befragungen von Wählerinnen und Wählern nach dem Verlassen ausgewählter Wahllokale und stellen noch kein amtliches Ergebnis dar.

Anschließend folgen im Verlauf des Abends die ersten Hochrechnungen, in die bereits ausgezählte Wahlbezirke einfließen. Das vorläufige amtliche Ergebnis dürfte in Berlin in der Nacht beziehungsweise am frühen Montagmorgen vorliegen.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern beginnt nach 18 Uhr die Auszählung. Der NDR berichtet aus Schwerin über Prognosen, Hochrechnungen, Reaktionen und die Ergebnisse aus den Wahlkreisen.

Zwei Landtagswahlen an einem Sonntag

Dass Berlin und Mecklenburg-Vorpommern am selben Tag wählen, gibt dem 20. September 2026 besondere politische Bedeutung. Während im Nordosten Deutschlands ein neuer Landtag für die kommenden fünf Jahre bestimmt wird, entscheidet Berlin über die Zusammensetzung seines Abgeordnetenhauses und gleichzeitig über die politischen Vertretungen in den zwölf Bezirken.

Bis 18 Uhr liegt die Entscheidung bei den Wahlberechtigten. Erst danach beginnt die Auszählung – und aus Stimmen werden Mandate, Mehrheiten und mögliche Regierungsoptionen.

Bis dahin gilt zunächst nur eines: Die Wahllokale in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern sind seit 8 Uhr geöff

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