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Elster-Phishing mit 1.459-Euro-Köder: So versuchen Betrüger, an Konto- und Steuerdaten zu kommen

mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Mit einer vermeintlichen Steuererstattung versuchen Cyberkriminelle derzeit, Verbraucher zur Herausgabe persönlicher und finanzieller Daten zu bewegen. In entsprechenden Phishing-Mails wird ein angebliches Steuerguthaben von 1.459 Euro versprochen. Die Nachrichten sollen den Eindruck erwecken, vom Steuerportal Elster zu stammen.

Angebliches Guthaben nach der Steuererklärung

In den gefälschten Nachrichten wird behauptet, nach Bearbeitung der Einkommensteuererklärung für 2025 sei eine Erstattung festgestellt worden. Damit das Geld ausgezahlt werden könne, müssten die Empfänger zunächst ihre Daten bestätigen.

Dazu enthält die Nachricht einen Link. Zusätzlich wird Druck aufgebaut: Für die vermeintliche Bestätigung sollen lediglich sieben Tage zur Verfügung stehen.

Gerade diese Kombination aus Geldversprechen, Zeitdruck und Aufforderung zur Eingabe sensibler Daten ist ein typisches Warnsignal für Phishing.

Auffällige Absenderadresse

Ein weiteres Indiz kann die Absenderadresse sein. In einem dokumentierten Fall wurde die angebliche Elster-Nachricht über ein Gmail-Konto verschickt.

Auch eine professionell gestaltete Nachricht mit Logos und vermeintlich offiziellen Formulierungen bietet keine Sicherheit. Absendernamen, Logos und Gestaltungselemente lassen sich kopieren oder manipulieren.

Entscheidend ist deshalb nicht, wie professionell eine E-Mail aussieht, sondern ob sie tatsächlich über einen offiziellen Kommunikationsweg versendet wurde.

Nach dem Klick droht der Datendiebstahl

Wer dem Link in der Nachricht folgt, landet nicht beim offiziellen Elster-Portal, sondern auf einer fremden Internetseite. In einem dokumentierten Fall wurde dafür eine Seite unter pkoethe(.)com genutzt. Die verwendeten Domains können jedoch wechseln.

Auf solchen Seiten sollen Nutzer persönliche Daten oder Bankinformationen eingeben beziehungsweise bestätigen.

Genau darin liegt die eigentliche Gefahr: Die vermeintliche Steuererstattung dient lediglich als Köder, um an sensible Informationen zu gelangen.

Warum gerade 1.459 Euro glaubwürdig wirken können

Auch die konkrete Summe dürfte ihren Zweck erfüllen. 1.459 Euro wirken weniger wie ein beliebiges Gewinnversprechen und eher wie das Ergebnis einer individuellen Steuerberechnung.

Wer tatsächlich eine Einkommensteuererklärung für 2025 abgegeben hat und mit einer Rückzahlung rechnet, könnte deshalb besonders empfänglich für eine solche Nachricht sein.

Doch ein plausibel wirkender Betrag macht eine E-Mail nicht seriös.

So sollten Empfänger reagieren

Wer eine unerwartete Nachricht über eine Steuererstattung erhält, sollte den darin enthaltenen Link nicht verwenden. Stattdessen kann eine mögliche Erstattung direkt über das offizielle Elster-Portal oder beim zuständigen Finanzamt überprüft werden.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn eine E-Mail zur kurzfristigen Eingabe von IBAN, Zugangsdaten oder anderen persönlichen Informationen auffordert.

Was tun, wenn bereits Daten eingegeben wurden?

Wer seine Daten bereits auf einer verdächtigen Website eingegeben hat, sollte möglichst schnell handeln. Wurden Bankinformationen oder Zugangsdaten preisgegeben, sollte die Bank informiert und betroffene Passwörter beziehungsweise Zugangsdaten geändert werden.

Außerdem empfiehlt es sich, die verdächtige Nachricht, Screenshots der Website und weitere Kommunikation zunächst zu sichern. Das kann später bei der Dokumentation des Vorfalls hilfreich sein.

Fazit: Der vermeintliche Geldsegen sollte misstrauisch machen

Eine unerwartete Steuererstattung von 1.459 Euro klingt attraktiv. Genau darauf baut die Masche.

Das entscheidende Warnsignal ist nicht allein die versprochene Summe. Es ist die Kombination aus einer überraschenden Auszahlung, einer kurzen Frist und einem Link, über den persönliche oder finanzielle Daten eingegeben werden sollen.

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