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Windpark Düste Zwei UG & Co. KG: Schulden sinken deutlich – doch auch das Eigenkapital gibt weiter nach

geralt (CC0), Pixabay

Die Windpark Düste Zwei UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG hat ihre Verbindlichkeiten im Geschäftsjahr 2025 deutlich reduziert. Gleichzeitig verbesserte sich die Liquidität des Düsseldorfer Windparkunternehmens. Die andere Seite der Bilanz zeigt jedoch eine gegenläufige Entwicklung: Das Eigenkapital sank um rund 172.000 Euro. Zudem stiegen die Rückstellungen und die Steuerverbindlichkeiten merklich.

Die Bilanzsumme verringerte sich zum 31. Dezember 2025 auf 10,37 Millionen Euro. Ende 2024 hatte sie noch 11,26 Millionen Euro betragen. Das entspricht einem Rückgang von rund 896.000 Euro beziehungsweise acht Prozent.

Windkraftanlagen verlieren bilanziell fast eine Million Euro an Wert

Der größte Teil des Vermögens steckt weiterhin im Anlagevermögen. Dieses sank von 9,37 Millionen Euro auf 8,42 Millionen Euro und damit um rund 943.000 Euro.

Fast der gesamte Betrag entfällt auf Sachanlagen, die zum Bilanzstichtag mit 8,42 Millionen Euro ausgewiesen werden. Hinzu kommen Finanzanlagen von lediglich 3.200 Euro.

Der Rückgang steht im Zusammenhang mit der Abschreibung der technischen Anlagen. Nach Angaben im Anhang werden diese zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten angesetzt und planmäßig linear abgeschrieben. Die zugrunde gelegte Nutzungsdauer der technischen Anlagen beträgt 16 Jahre.

Anders als das Anlagevermögen entwickelte sich das Umlaufvermögen positiv. Es erhöhte sich von 911.191 Euro auf 1,04 Millionen Euro – ein Plus von rund 128.000 Euro.

Bankguthaben steigen kräftig

Besonders deutlich fällt die Verbesserung bei den liquiden Mitteln aus. Der Bestand an Kassen- und Bankguthaben erhöhte sich von 534.073 Euro auf 671.550 Euro.

Damit verfügte die Gesellschaft am Jahresende über rund 137.500 Euro mehr liquide Mittel als zwölf Monate zuvor – ein Zuwachs von knapp 26 Prozent.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gingen dagegen leicht zurück: von 377.118 Euro auf 367.401 Euro.

Zusammengenommen verfügte die Gesellschaft damit zum Bilanzstichtag über rund 1,04 Millionen Euro Umlaufvermögen. Hinzu kommen Rechnungsabgrenzungsposten von rund 902.852 Euro.

Eigenkapital fällt auf 2,75 Millionen Euro

Weniger günstig entwickelte sich das Eigenkapital. Dieses sank von 2,92 Millionen Euro auf 2,75 Millionen Euro. Der Rückgang beträgt 171.795 Euro beziehungsweise knapp sechs Prozent.

Das gesamte ausgewiesene Eigenkapital entfällt auf die Kapitalanteile der Kommanditisten. Ein gesonderter Bilanzgewinn oder Bilanzverlust wird mit null Euro ausgewiesen.

Trotz des Rückgangs verfügt die Gesellschaft weiterhin über ein erhebliches positives Eigenkapital. Die rechnerische Eigenkapitalquote liegt bei rund 26,5 Prozent der Bilanzsumme. Im Vorjahr waren es noch etwa 25,9 Prozent.

Bemerkenswert ist damit: Obwohl der absolute Eigenkapitalbetrag gesunken ist, hat sich sein Anteil an der ebenfalls deutlich gesunkenen Bilanzsumme leicht erhöht.

Mehr als 760.000 Euro Schulden abgebaut

Ein zentraler Punkt des Jahresabschlusses ist der Rückgang der Verbindlichkeiten. Sie sanken von 8,27 Millionen Euro auf 7,51 Millionen Euro.

Damit reduzierte die Windpark Düste Zwei UG & Co. KG ihre bilanziellen Verbindlichkeiten innerhalb eines Jahres um rund 760.265 Euro oder gut neun Prozent.

Von den Ende 2025 bestehenden Verbindlichkeiten haben 797.427 Euro eine Restlaufzeit von höchstens einem Jahr. Das entspricht rund elf Prozent der gesamten Verbindlichkeiten.

Deutlich größer ist der langfristige Anteil: Verbindlichkeiten von 4,16 Millionen Euro haben eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Mehr als die Hälfte der gesamten Schulden ist damit sehr langfristig finanziert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind vollständig besichert. Als Sicherheiten nennt das Unternehmen insbesondere Pfandrechte an den Windkraftanlagen sowie die Abtretung von Forderungen aus abgerechneten Stromlieferungen.

Kurzfristige Liquiditätslage wirkt vergleichsweise stabil

Interessant ist der Vergleich zwischen kurzfristigen Verpflichtungen und kurzfristig verfügbaren Vermögenswerten.

Den Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr von rund 797.000 Euro stehen liquide Mittel von knapp 672.000 Euro sowie Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände von rund 367.000 Euro gegenüber.

Rein bilanziell summieren sich diese beiden Aktivpositionen damit auf gut 1,04 Millionen Euro und liegen über den angegebenen kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Das ist zunächst ein positives Signal. Allerdings lässt sich daraus allein keine vollständige Aussage über die tatsächliche Zahlungsfähigkeit ableiten, da beispielsweise Fälligkeiten der Forderungen, laufende Betriebsausgaben und Zahlungsströme aus dem Stromgeschäft berücksichtigt werden müssten.

Rückstellungen steigen um fast 50 Prozent

Während die Verbindlichkeiten zurückgingen, nahmen die Rückstellungen deutlich zu. Sie erhöhten sich von 74.004 Euro auf 109.824 Euro.

Das entspricht einem Zuwachs von rund 35.820 Euro beziehungsweise 48 Prozent.

Nach den Angaben im Jahresabschluss werden die Rückstellungen nach vernünftiger kaufmännischer Schätzung ermittelt und sollen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigen. Eine detaillierte Aufschlüsselung der Rückstellungen enthält der vorliegende Anhang nicht.

Steuerverbindlichkeiten mehr als verdoppelt

Auffällig ist außerdem die Entwicklung der Steuerverbindlichkeiten. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden für 2025 46.741 Euro Verbindlichkeiten aus Steuern ausgewiesen.

Im Vorjahr waren es lediglich 21.223 Euro. Damit haben sich die Steuerverbindlichkeiten innerhalb eines Jahres um rund 25.500 Euro beziehungsweise 120 Prozent erhöht.

Gemessen an der Gesamtbilanz handelt es sich weiterhin um einen vergleichsweise kleinen Betrag. Die starke prozentuale Veränderung fällt dennoch auf.

Langfristige Finanzierung bleibt prägend

Die Bilanzstruktur macht deutlich, dass es sich um ein stark anlage- und fremdfinanziertes Geschäftsmodell handelt. Auf der Aktivseite dominieren die Windenergieanlagen, während auf der Passivseite umfangreiche langfristige Finanzierungen stehen.

Das ist bei Windpark-Projektgesellschaften grundsätzlich nachvollziehbar: Hohe Investitionen in Windenergieanlagen werden über längere Zeiträume finanziert, während die Anlagen gleichzeitig über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben werden.

Für die weitere finanzielle Entwicklung dürfte deshalb entscheidend sein, ob die laufenden Einnahmen aus der Stromerzeugung ausreichen, um Betriebskosten, Zinsen und Tilgungen dauerhaft zu bedienen und gleichzeitig die Kapitalbasis zu stabilisieren.

Eine Gewinn- und Verlustrechnung ist in den hier vorliegenden veröffentlichten Angaben nicht enthalten. Deshalb lässt sich nicht beurteilen, wie sich Umsätze, Betriebsergebnis oder Jahresergebnis 2025 konkret entwickelt haben.

Bilanz 2025 zeigt zwei unterschiedliche Entwicklungen

Unter dem Strich präsentiert die Windpark Düste Zwei UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG für 2025 eine Bilanz mit mehreren positiven, aber auch beobachtenswerten Entwicklungen.

Positiv sind vor allem der Schuldenabbau um rund 760.000 Euro und der Anstieg der liquiden Mittel um rund 137.500 Euro. Zudem liegt das Umlaufvermögen über den angegebenen kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Auf der anderen Seite verringerte sich das Eigenkapital um knapp 172.000 Euro. Die Rückstellungen stiegen um fast 50 Prozent und die Steuerverbindlichkeiten haben sich mehr als verdoppelt.

Insgesamt reduzierte sich die Bilanzsumme um rund acht Prozent. Ein wesentlicher Teil dieses Rückgangs ist auf das abschreibungsbedingt sinkende Anlagevermögen zurückzuführen. Gleichzeitig gelang es der Gesellschaft, ihre Fremdfinanzierung deutlich zurückzuführen.

Der Jahresabschluss der Windpark Düste Zwei UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG wurde am 27. Februar 2026 festgestellt.

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