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Gefälschte PayPal-Mails im Umlauf: Betrüger locken mit Rückerstattung oder angeblicher Abbuchung

Clker-Free-Vector-Images (CC0), Pixabay

Mit zwei neuen Phishing-Maschen versuchen Kriminelle derzeit, an die Zugangsdaten und Bankinformationen von PayPal-Nutzern zu gelangen. Die gefälschten E-Mails versprechen entweder eine Rückerstattung oder warnen vor einer angeblich bevorstehenden Abbuchung in hoher Höhe. In beiden Fällen sollen die Empfänger auf einen Link klicken – mit weitreichenden Folgen.

In der ersten Variante wird behauptet, PayPal habe versehentlich einen Betrag doppelt abgebucht. Deshalb stehe den Empfängern eine Rückzahlung von 95,66 Euro zu. Um das Geld zu erhalten, sollen sie sich über einen Button in ihr PayPal-Konto einloggen. Der Link führt jedoch nicht zur offiziellen PayPal-Website, sondern auf eine täuschend echt gestaltete Phishing-Seite, auf der die Zugangsdaten abgefangen werden.

Die zweite Betrugsmasche setzt auf Angst und Zeitdruck. Hier behaupten die Täter, über das PayPal-Konto werde eine Zahlung in Höhe von 909 Euro an den Zahlungsdienst Digistore24 ausgeführt. Um die angebliche Abbuchung zu stoppen oder die Zahlungsdetails einzusehen, sollen die Empfänger einen Link anklicken. Auch dieser führt auf eine gefälschte Internetseite, auf der Kriminelle Login- und Bankdaten stehlen wollen.

Verbraucher sollten deshalb jede PayPal-Nachricht kritisch prüfen. Ein wichtiger Hinweis ist die Internetadresse des Links. Wer den Mauszeiger über den Link bewegt, ohne ihn anzuklicken, kann die tatsächliche Zieladresse sehen. Führt diese nicht eindeutig zu einer offiziellen PayPal-Adresse, sollte die Nachricht sofort gelöscht werden.

Ebenso empfiehlt es sich, den Inhalt der E-Mail auf Plausibilität zu überprüfen. Wer keine Bestellung aufgegeben oder keine Zahlung erwartet hat, sollte besonders misstrauisch sein. Statt Links aus der E-Mail zu nutzen, sollten sich Nutzer immer direkt über die offizielle PayPal-Website oder die App anmelden. Nur wenn dort dieselben Informationen angezeigt werden, besteht tatsächlich Handlungsbedarf.

Wer seine Zugangsdaten bereits auf einer gefälschten Internetseite eingegeben hat, sollte umgehend sein PayPal-Passwort ändern. Zusätzlich empfiehlt es sich, den PayPal-Kundendienst zu informieren und das weitere Vorgehen abzustimmen. Ist bereits ein finanzieller Schaden entstanden, sollten Betroffene außerdem Strafanzeige bei der Polizei erstatten.

Die aktuellen Betrugsversuche zeigen erneut, dass Kriminelle sowohl mit vermeintlich guten Nachrichten als auch mit Schockmeldungen arbeiten. Ob versprochene Rückerstattung oder angebliche Abbuchung – in beiden Fällen gilt: Ruhe bewahren, keine Links anklicken und das PayPal-Konto ausschließlich über die offizielle Internetseite oder App überprüfen.

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