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KinderZukunftsFonds: Solides Wachstum bei hoher Aktien-, Technologie- und US-Ausrichtung

geralt (CC0), Pixabay

Der Jahresbericht des KinderZukunftsFonds für den Zeitraum vom 1. April 2025 bis zum 31. März 2026 zeigt insgesamt eine positive Entwicklung. Der aktiv verwaltete Mischfonds verfolgt das Ziel, langfristiges Kapitalwachstum mit ethischen, sozialen und ökologischen Anlagekriterien zu verbinden. Mindestens 80 % des Fondsvermögens werden in Wertpapiere investiert, deren Emittenten entsprechende ESG-Kriterien berücksichtigen.

Positive Wertentwicklung und wachsendes Fondsvermögen

Im Berichtsjahr erzielte der Fonds nach der BVI-Methode einen Wertzuwachs von 4,26 %. Das Fondsvermögen erhöhte sich gleichzeitig von rund 132,96 Mio. Euro auf 144,67 Mio. Euro. Dazu trug neben dem positiven Jahresergebnis von rund 5,61 Mio. Euro auch ein Netto-Mittelzufluss von rund 8,69 Mio. Euro bei. Die deutlichen Mittelzuflüsse können aus Anlegersicht als positives Signal gewertet werden, da dem Fonds erheblich mehr Kapital zufloss als durch Anteilsrücknahmen abgezogen wurde.

Auch der Anteilwert entwickelte sich positiv: Er stieg von 46,45 Euro zum 31. März 2025 auf 47,56 Euro zum 31. März 2026. Zum Vergleich lag er Ende März 2023 noch bei 40,00 Euro. Allerdings verlief die Entwicklung nicht kontinuierlich, denn zwischen März 2024 und März 2025 war der Anteilwert leicht zurückgegangen.

Aktien dominieren das Portfolio

Mit 73,41 % des Fondsvermögens besitzt der KinderZukunftsFonds eine ausgeprägte Aktienorientierung. Weitere 23,45 % entfallen auf verzinsliche Wertpapiere, während rund 3,17 % als Bankguthaben gehalten werden. Damit bietet der Fonds zwar eine gewisse Stabilisierung durch Anleihen, sein Rendite- und Risikoprofil wird jedoch eindeutig vom Aktienmarkt bestimmt.

Innerhalb des Aktienportfolios besteht zudem eine deutliche Konzentration auf bestimmte Regionen und Branchen. Rund 57 % des Aktienvermögens waren in Nordamerika investiert. Gleichzeitig bildete die IT-Branche mit rund 33 % des Aktienportfolios den größten Sektor, gefolgt von Finanzwerten mit 26 %.

Diese Ausrichtung eröffnet Anlegern gute Chancen, an langfristigen Trends wie Digitalisierung, Halbleitern und künstlicher Intelligenz zu partizipieren. Gleichzeitig erhöht sie aber die Abhängigkeit von der Entwicklung großer Technologieunternehmen und des US-Kapitalmarktes. Zu den bedeutenden Einzelpositionen gehörten beispielsweise NVIDIA mit 5,52 % und Microsoft mit 3,97 % des gesamten Fondsvermögens.

Anleiheportfolio als stabilisierender Faktor

Das Rentenportfolio macht knapp ein Viertel des Fondsvermögens aus. Sein Schwerpunkt liegt auf Unternehmensanleihen; daneben werden Staats- und staatsnahe Anleihen sowie Covered Bonds gehalten. Das durchschnittliche Rating der Rentenanlagen lag bei A, was insgesamt auf eine solide Kreditqualität hindeutet. Die durchschnittliche Rendite des Anleiheportfolios betrug 3,39 %, die Duration sechs Jahre und acht Monate.

Damit kann der Rentenanteil Kursschwankungen des Aktienportfolios teilweise abfedern. Die relativ lange Duration bedeutet jedoch zugleich, dass das Anleiheportfolio empfindlich auf Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus reagieren kann.

Erträge, Kosten und Ausschüttung

Die laufenden Erträge des Fonds beliefen sich auf rund 2,70 Mio. Euro, denen Aufwendungen von rund 2,16 Mio. Euro gegenüberstanden. Daraus resultierte lediglich ein ordentlicher Nettoertrag von rund 535.000 Euro. Einen wesentlich größeren Beitrag zum Gesamtergebnis leisteten Veräußerungsgeschäfte mit einem positiven Ergebnis von rund 3,52 Mio. Euro. Insgesamt erreichte das Ergebnis des Geschäftsjahres rund 5,61 Mio. Euro.

Für Anleger relevant ist die Kostenstruktur: Die Verwaltungsvergütung beträgt 1,25 % pro Jahr, zusätzlich wird aktuell ein Ausgabeaufschlag von 3,00 % erhoben. Gerade bei langfristigen Sparplänen sollten diese Kosten berücksichtigt werden, da sie die Nettorendite des Anlegers reduzieren. Der Fonds ist ausschüttend; für das Berichtsjahr wurde eine Ausschüttung von 1,11 Euro je Anteil ausgewiesen.

Wesentliche Risiken

Ein wichtiger Risikofaktor ist die hohe Fremdwährungsquote. Zum Ende des Geschäftsjahres waren 64 % des Fondsvermögens in Fremdwährungen investiert, wobei allein der US-Dollar 45 % ausmachte. Für einen Anleger, dessen Referenzwährung der Euro ist, können Wechselkursschwankungen die Wertentwicklung daher erheblich beeinflussen.

Hinzu kommen die typischen Aktienmarkt-, Zins-, Kredit- und Kontrahentenrisiken. Der Bericht verweist außerdem auf gestiegene politische Risiken, insbesondere durch die internationale Handels- und Zollpolitik sowie mögliche Verknappungen des globalen Öl- und Gasangebots.

Anlegerfazit

Aus Anlegersicht liefert der KinderZukunftsFonds für das Geschäftsjahr 2025/26 ein insgesamt solides Ergebnis. Die Wertsteigerung von 4,26 %, das auf rund 144,7 Mio. Euro gewachsene Fondsvermögen und die deutlichen Netto-Mittelzuflüsse sprechen für eine stabile Entwicklung. Positiv hervorzuheben sind außerdem die internationale Diversifikation, die Kombination von Aktien und Anleihen sowie die konsequente Berücksichtigung sozialer und ökologischer Kriterien.

Dem stehen jedoch relevante Risiken gegenüber. Insbesondere die hohe Aktienquote, die starke Gewichtung von Nordamerika und Technologieaktien sowie die erhebliche US-Dollar- und Fremdwährungsexponierung können in schwächeren Marktphasen zu größeren Schwankungen führen. Auch die Verwaltungsvergütung von 1,25 % und der Ausgabeaufschlag von 3 % sollten bei der Renditebeurteilung nicht außer Acht gelassen werden.

Insgesamt erscheint der Fonds vor allem für langfristig orientierte Privatanleger interessant, die Nachhaltigkeitskriterien mit einer wachstumsorientierten Anlage verbinden möchten und bereit sind, entsprechende Aktienmarkt- und Währungsrisiken zu tragen. Die Berichtsperiode war positiv, die Rendite von 4,26 % sollte jedoch im Verhältnis zum relativ hohen Aktienanteil und den damit verbundenen Risiken bewertet werden.

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