Falsche Rezepte, erfundene Behandlungen, manipulierte Abrechnungen: Die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) meldet für das vergangene Jahr einen Rekordschaden von 5,4 Millionen Euro durch systematischen Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen.
Laut einem Bericht von NDR Info wurden zahlreiche Fälle bekannt, in denen medizinische Leistungen abgerechnet, aber nie erbracht wurden – teils durch einzelne Ärzte oder Praxen, teils durch kriminelle Netzwerke. Auch fingierte Verordnungen für Medikamente, Heilmittel und Hilfsmittel seien Teil des Betrugs gewesen.
Die KKH bezeichnete den Schaden als den höchsten seit Bestehen ihrer Anti-Betrugsstelle. Der Vorstand der Kasse forderte eine engere Zusammenarbeit zwischen Kassen, Ermittlungsbehörden und Kontrollinstanzen – sowie schärfere gesetzliche Maßnahmen zur Prävention.
Der Fall unterstreicht erneut die Verwundbarkeit des Gesundheitssystems gegenüber Betrug – und die Notwendigkeit, digitale Prüfmechanismen und Transparenz im Abrechnungssystem weiter zu stärken.