Nach Jahren roter Zahlen dürfen Deutschlands Kfz-Versicherer wieder aufatmen: Dank spürbarer Prämiensteigerungen könnte die Branche schon 2025 in die Gewinnzone zurückkehren. Das teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) jetzt in Berlin mit.
Die Autofahrer müssen sich dabei auf spürbar höhere Kosten einstellen: Um satte 14 Prozent sollen die Beiträge in diesem Jahr steigen – ein Plus, das für die Versicherer dringend nötig ist, um die zuletzt hohen Schadenkosten aufzufangen.
„Unterm Strich könnte damit 2025 eine Schaden-Kosten-Quote von 97 Prozent stehen und damit die Rückkehr in die versicherungstechnische Gewinnzone“, erklärte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Die Schaden-Kosten-Quote beschreibt das Verhältnis von Ausgaben zu Einnahmen – liegt sie unter 100 Prozent, schreibt ein Versicherer operativ wieder schwarze Zahlen.
Mehrere Jahre in Folge hatten steigende Reparaturkosten, teurere Ersatzteile und die Inflation die Kfz-Versicherer tief in die Verlustzone gedrückt. Jetzt soll die Preisschraube helfen, das Geschäftsmodell wieder rentabel zu machen – sehr zum Unmut mancher Kunden.
Dennoch sehen Experten in der Stabilisierung auch eine Chance: Nur wirtschaftlich gesunde Versicherer könnten langfristig faire Leistungen und solide Absicherungen bieten, betont der Verband. Ob die kalkulierte Wende gelingt, zeigt sich spätestens im kommenden Jahr – wenn die Zahlen unterm Strich wirklich wieder schwarz sind.