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Paraguay: Finanzaufsicht warnt vor Broker Merco Sul und angeblicher Lizenz

inproperstyle (CC0), Pixabay

Die paraguayische Wertpapieraufsicht warnt vor dem Unternehmen Broker Merco Sul S.A.E. Das Angebot tritt nach Behördenangaben auch unter den Bezeichnungen Broker Mercosul, BMS Broker Merco Sul S.A.E. und Broker Mercosul Inversión auf.

Nach Angaben der Superintendencia de Valores ist die genannte Gesellschaft nicht im öffentlichen Register für den Wertpapier- und Produktmarkt eingetragen. Sie verfügt demnach weder über eine Zulassung als Wertpapierhaus noch über eine Erlaubnis zur Anlagevermittlung, Vermögensverwaltung oder Anlageberatung.

Die Angebote sollen unter anderem über die Internetseiten bmsmercosul.com, live.bmsmercosul.com und bmsmercosul.xcbsa.com sowie über Kontakte beim Messengerdienst Telegram verbreitet werden.

Besonders schwer wiegt der Hinweis auf eine angebliche Lizenz der inzwischen aufgelösten paraguayischen Comisión Nacional de Valores. Die auf der Internetseite verwendete Nummer 80139959-9 entspricht nach ausdrücklicher Feststellung der Aufsicht keiner aufsichtsrechtlichen Genehmigung.

Die Behörde warnt außerdem vor einem bekannten Risikomuster. Auf digitalen Handelsplattformen werden vermeintliche Gewinne angezeigt. Sobald Anleger eine Auszahlung verlangen, sollen sie weitere Beträge überweisen, beispielsweise für angebliche Steuern, Provisionen oder die Freischaltung des Guthabens. Teilweise werden Zahlungen auf Konten natürlicher Personen verlangt.

Die Finanzaufsicht weist darauf hin, dass die unerlaubte Ausübung erlaubnispflichtiger Tätigkeiten, der unberechtigte Gebrauch der Bezeichnung „Wertpapierhaus“ und die vorsätzliche Verbreitung falscher Informationen nach paraguayischem Recht strafrechtlich relevant sein können. Ob bereits ein Strafverfahren gegen bestimmte Personen geführt wird, geht aus der öffentlichen Warnung nicht hervor.

Anleger sollten keine weiteren Zahlungen leisten und sämtliche Vertragsunterlagen, Zahlungsbelege, Kontoverbindungen, Nachrichten und Bildschirmaufnahmen sichern. Besonders wichtig sind die tatsächlichen Empfänger der Zahlungen sowie bei Kryptotransaktionen die Wallet-Adressen und Transaktionsnummern.

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