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Leipzig aktuell: Hackerangriff auf Universität, schwer verletztes Kind, mehrere Verkehrsunfälle und neue Rüstungspläne

Kaufdex (CC0), Pixabay

Leipzig, 29. Oktober 2026. Die vergangenen 24 Stunden waren in Leipzig von einem schwerwiegenden Cyberangriff auf die Universität, mehreren Verkehrsunfällen mit Verletzten, Ermittlungen wegen mutmaßlicher Kupferdiebstähle und einer Explosion an einem Zigarettenautomaten geprägt. Gleichzeitig wurden im Stadtrat neue Zahlen zu möglichen Ansiedlungen von Rüstungsunternehmen bekannt. Auch die bevorstehende juristische Aufarbeitung der tödlichen Amokfahrt vom Mai beschäftigt die Stadt.

Hackerangriff auf Universität Leipzig – Internet und E-Mail-Systeme weiterhin abgeschaltet

Die Universität Leipzig ist Ziel eines Cyberangriffs geworden. Auch am Donnerstagvormittag, dem 29. Oktober, waren wichtige IT-Systeme der Hochschule weiterhin nicht erreichbar.

Bereits am Mittwoch hatte die Universität vorsorglich sämtliche Server mit Internetverbindung vom Netz genommen, um mögliche weitere Schäden zu verhindern.

Betroffen sind unter anderem die reguläre Internetseite und das E-Mail-System. Studierende und Beschäftigte können derzeit über die üblichen Universitätsadressen keine Nachrichten versenden oder empfangen.

Ein Krisenstab arbeitet an der Untersuchung des Vorfalls und der Wiederherstellung der Systeme. Um weiterhin Informationen bereitstellen zu können, wurde eine Ersatzwebseite eingerichtet.

Ob bei dem Angriff personenbezogene Daten abgeflossen sind, ist bislang nicht bekannt. Auch die Identität der Verantwortlichen und der genaue Angriffsweg sind noch ungeklärt.

Für Studierende und Beschäftigte bedeutet die Störung erhebliche Einschränkungen im digitalen Hochschulalltag. Welche Auswirkungen der Vorfall auf Prüfungen, Lehrveranstaltungen oder Verwaltungsabläufe haben könnte, hängt vom weiteren Verlauf der technischen Untersuchungen ab.

Sechsjähriger bei Verkehrsunfall in Gohlis-Nord schwer verletzt

Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Mittwochnachmittag im Leipziger Stadtteil Gohlis-Nord.

Gegen 16.30 Uhr wurde ein sechsjähriger Junge auf dem Viertelsweg von einem Auto erfasst.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei lief das Kind zwischen parkenden Fahrzeugen hindurch auf die Fahrbahn. Eine 73-jährige Autofahrerin konnte den Zusammenstoß mit ihrem Subaru nicht mehr verhindern.

Der Junge erlitt schwere Verletzungen und musste zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Der Verkehrsunfalldienst untersucht den genauen Ablauf.

Ob der Autofahrerin ein Verkehrsverstoß vorzuwerfen ist, steht bislang nicht fest. Die Ermittlungen müssen insbesondere die Verkehrssituation und die konkreten Umstände des Zusammenstoßes klären.

Vier Verletzte bei schwerem Unfall auf der Lyoner Straße

Am Mittwoch gegen 16.50 Uhr kam es auf der Lyoner Straße in Leipzig-Schönau zu einem schweren Verkehrsunfall.

Ein 91 Jahre alter Autofahrer geriet mit seinem Skoda aus bislang ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn.

Ein entgegenkommender 66-jähriger Autofahrer konnte ausweichen, verlor jedoch die Kontrolle über seinen Mazda und kam im Straßengraben zum Stehen.

Eine dahinter fahrende 37-jährige Frau konnte mit ihrem VW Polo nicht mehr rechtzeitig ausweichen und stieß frontal mit dem Skoda zusammen.

Insgesamt wurden vier Menschen verletzt. Besonders schwer traf es die 87-jährige Beifahrerin des Skoda, die von Rettungskräften aus dem Fahrzeug befreit werden musste.

Die drei Fahrzeugführer erlitten nach Polizeiangaben leichte Verletzungen. Alle vier Beteiligten wurden in Krankenhäuser gebracht.

Der Sachschaden wird auf etwa 30.000 Euro geschätzt.

Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung im Zusammenhang mit dem Verkehrsunfall. Die Ursache für das Abkommen auf die Gegenfahrbahn ist noch ungeklärt.

Radfahrer am Leipziger Sportforum von Auto erfasst

Auch am Sportforum im Leipziger Zentrum-Nordwest ereignete sich am Mittwochabend ein Verkehrsunfall.

Gegen 18.30 Uhr wurde ein 55-jähriger Radfahrer im Bereich der Zufahrt zum Parkplatz der Quarterback Immobilienarena von einem Citroën erfasst.

Nach dem Zusammenstoß wurde der Mann gegen einen weiteren Pkw geschleudert. Er erlitt Verletzungen und musste in einem Krankenhaus behandelt werden.

Die Polizei untersucht den Unfallhergang und sucht insbesondere Menschen, die Angaben zur Ampelschaltung zum Unfallzeitpunkt machen können.

Im Umfeld der Arena kam es zu Verkehrsbehinderungen.

Radfahrerin in Böhlitz-Ehrenberg verletzt

Ein weiterer Unfall mit einer Radfahrerin ereignete sich am Mittwoch gegen 16.05 Uhr in Böhlitz-Ehrenberg.

An der Kreuzung Leipziger Straße und Forstweg kollidierte ein Skoda mit einer 52 Jahre alten Radfahrerin.

Die Frau stürzte und wurde verletzt. Ein Rettungswagen brachte sie in ein Krankenhaus.

Nach Polizeiangaben entstand ein Sachschaden von rund 1.100 Euro.

Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an.

Neulindenau: Polizei stellt zwei Verdächtige nach mutmaßlichem Kabeldiebstahl

Am späten Mittwochabend wurden Polizeibeamte gegen 22.40 Uhr zu einer leerstehenden Lagerhalle in der Brünner Straße gerufen.

Zeugen hatten dort unberechtigte Personen beobachtet.

Die Einsatzkräfte kontrollierten einen 27-jährigen Mann und eine 21-jährige Frau beim Verlassen des Gebäudes.

Bei der Frau fanden die Beamten Kupferkabel, die nach bisherigen polizeilichen Erkenntnissen aus der Lagerhalle stammten.

Auf richterliche Anordnung wurde anschließend die Wohnung der 21-Jährigen durchsucht. Dort entdeckten die Ermittler weitere Kupferkabel, die möglicherweise anderen Einbrüchen zugeordnet werden können.

Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts eines besonders schweren Falls des Diebstahls.

Wie hoch der entstandene Schaden ist und ob die Beschuldigten mit weiteren Taten in Verbindung stehen, muss noch geklärt werden. Für beide gilt die Unschuldsvermutung.

Gohlis-Süd: Zigarettenautomat durch Explosion zerstört

In der Nacht zum Donnerstag wurde im Leipziger Stadtteil Gohlis-Süd ein Zigarettenautomat gesprengt.

Nach Polizeiangaben ereignete sich die Tat am Mittwoch gegen 23.45 Uhr im Bereich Elsbethstraße und Lindenthaler Straße.

Unbekannte zündeten offenbar einen pyrotechnischen Gegenstand im Automaten. Durch die Explosion wurde dieser vollständig zerstört.

Die Verantwortlichen flüchteten anschließend in Richtung Natonekstraße.

Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest.

Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und sucht Zeugen. Insbesondere eine Frau, die Teile des Geschehens gefilmt haben soll, wird gebeten, sich bei der Kriminalpolizei zu melden.

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