Die neuseeländische Finanzmarktaufsicht FMA warnt vor FMS Analytics Ltd und der Internetseite fms-advisory.com. Der Anbieter wurde am 27. Oktober 2026 in eine bestehende Warnmeldung über sogenannte Recovery Scams aufgenommen.
Die Warnung der neuseeländischen Finanzmarktaufsicht betrifft eine Betrugsmasche, bei der gezielt Menschen angesprochen werden, die bereits durch eine frühere Geldanlage oder einen anderen Finanzbetrug Verluste erlitten haben.
Nach Darstellung der FMA behaupten die Verantwortlichen solcher Angebote häufig, im Auftrag einer Behörde oder eines seriösen Rückholunternehmens zu handeln. Den Betroffenen wird mitgeteilt, ihre verlorenen Gelder seien gefunden, sichergestellt oder inzwischen erheblich im Wert gestiegen. Für die Auszahlung sollen sie jedoch zunächst Gebühren, Steuern oder andere Vorauszahlungen leisten.
Sobald die Betroffenen keine weiteren Zahlungen mehr erbringen, bricht der Kontakt nach den Erfahrungen der Behörde regelmäßig ab. Eine Auszahlung der angeblich sichergestellten Gelder erfolgt nicht. Die FMA bezeichnet solche Modelle deshalb auch als Vorschussbetrug.
FMS Analytics Ltd wird in der Warnliste mit der Internetseite fms-advisory.com geführt. Menschen, die von diesem Angebot kontaktiert werden, sollten weder Geld überweisen noch persönliche oder finanzielle Daten herausgeben.
Besonders gefährdet sind Menschen, deren Kontaktdaten aus einem früheren Anlagebetrug bekannt sind. Die erneute Kontaktaufnahme kann sehr glaubwürdig wirken, weil die Verantwortlichen möglicherweise Einzelheiten über die damalige Investition, den entstandenen Verlust oder den früheren Anbieter kennen. Solche Informationen können weiterverkauft oder innerhalb krimineller Netzwerke ausgetauscht worden sein.
Eine seriöse Behörde verlangt grundsätzlich keine Vorauszahlung, um beschlagnahmtes oder zurückgewonnenes Geld freizugeben. Wer angeblich im Namen einer Aufsichtsbehörde handelt, sollte über die unabhängig ermittelten Kontaktdaten der Behörde überprüft werden. Telefonnummern oder E-Mail-Adressen aus der erhaltenen Nachricht dürfen dafür nicht verwendet werden.
Menschen sollten auch dann misstrauisch werden, wenn sie zur Geheimhaltung aufgefordert oder vor angeblichen rechtlichen Konsequenzen bei einer Kontaktaufnahme mit der Bank gewarnt werden. Gleiches gilt für Zahlungen in Kryptowerten oder Überweisungen an ausländische beziehungsweise wechselnde Konten.
Wer bereits Geld an FMS Analytics Ltd beziehungsweise über fms-advisory.com gezahlt hat, sollte keine weiteren Beträge überweisen. Die eigene Bank sollte unverzüglich über den Vorgang informiert werden. Zudem empfiehlt es sich, E-Mails, Chatverläufe, Rechnungen, Vertragsunterlagen und Zahlungsbelege zu sichern und den Verdacht der FMA zu melden.
Die behördliche Warnung ordnet FMS Analytics Ltd einem bekannten Recovery-Scam-Muster zu. Ob bestimmte Personen strafrechtlich verantwortlich sind, muss gegebenenfalls durch die zuständigen Ermittlungs- und Justizbehörden geklärt werden.