Das Insolvenzgericht Kleve hat den Antrag der Weinbar Küvée UG (haftungsbeschränkt) auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens mit Beschluss vom 26.10.2026 mangels Masse abgewiesen. Betroffen ist das Unternehmen mit Sitz in Xanten und der Registerangabe Kleve, HRB 19492. Das Aktenzeichen lautet 43 IN 30/26.
Was die Abweisung mangels Masse bedeutet
Eine Abweisung mangels Masse heißt: Das Gericht eröffnet kein Insolvenzverfahren, weil das Vermögen des Unternehmens voraussichtlich nicht einmal ausreicht, um die Kosten des Verfahrens zu bezahlen. Für die Gläubiger gibt es damit kein reguläres Insolvenzverfahren mit einem Insolvenzverwalter und keiner geordneten Verteilung der vorhandenen Mittel.
Für das Unternehmen bedeutet eine solche Entscheidung in der Regel, dass es wirtschaftlich nicht mehr in das normale Insolvenzverfahren kommt. Die Folge ist häufig die Auflösung der Gesellschaft und später die Löschung. Für Gläubiger ist die Lage meist ungünstig, weil sie ihre Forderungen nun selbst weiterverfolgen müssen und die Aussichten auf eine vollständige Zahlung in der Regel gering sind.
Folgen für Gläubiger und Kunden
Wer noch offene Forderungen gegen die Gesellschaft hat, sollte seine Unterlagen sorgfältig sichern. Dazu gehören Rechnungen, Verträge, Mahnungen, Zahlungsnachweise und sonstige Belege. Ohne Insolvenzverfahren gibt es regelmäßig keinen zentralen Ansprechpartner, über den Forderungen im Rahmen einer Verteilung angemeldet werden können.
Auch Kunden mit offenen Leistungen, Anzahlungen oder Gutscheinen sollten ihre Unterlagen aufbewahren. Je nach Einzelfall kann es sinnvoll sein, rechtlichen Rat einzuholen, um die eigenen Ansprüche zu prüfen und das weitere Vorgehen abzustimmen.
Wichtige Daten aus der Bekanntmachung
Die Bekanntmachung stammt vom Amtsgericht Kleve und trägt das Datum 26.10.2026. Genannt werden die Weinbar Küvée UG (haftungsbeschränkt), der Sitz Xanten, das Register Kleve, HRB 19492 und das Aktenzeichen 43 IN 30/26. Der Geschäftsgegenstand wird in der Bekanntmachung als Gastronomie bezeichnet.
Für Betroffene gilt: Unterlagen sichern, Ansprüche prüfen und bei Bedarf frühzeitig Unterstützung suchen. Gerade wenn Zahlungen, Leistungen oder Gutscheine im Raum stehen, ist eine schnelle und geordnete Prüfung wichtig.