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82 Euro für einen Skitag Skifahren wird zum teuren Wintervergnügen

Simon (CC0), Pixabay

Ein Tag auf der Skipiste wird immer kostspieliger. In mehreren bekannten österreichischen Skigebieten werden in der kommenden Hauptsaison erstmals bis zu 82 Euro für eine Erwachsenen Tageskarte fällig. Auch Saisonkarten werden teurer. Wer früh bucht kann zwar sparen doch für Familien kann bereits ein einziger Skitag schnell mehrere hundert Euro kosten. Damit erreicht der Preis für das Wintersportvergnügen einen neuen Höchststand.

Die ersten Lifte könnten schon bald laufen

Wenn Schnee und Wetter mitspielen soll auf dem Kitzsteinhorn die neue Skisaison bereits am Wochenende beginnen.

Damit rückt auch die Frage in den Mittelpunkt was Wintersportler in diesem Winter für ihr Hobby bezahlen müssen.

Die Antwort dürfte vielen nicht gefallen.

Die Skipasspreise steigen erneut.

Auf dem Kitzsteinhorn werden während der Hauptsaison bis zu 82 Euro für eine Tageskarte eines Erwachsenen verlangt.

Doch das Kitzsteinhorn ist kein Einzelfall.

Auch in anderen bekannten Skigebieten erreichen die Preise inzwischen ähnliche Größenordnungen.

82 Euro für einen einzigen Tag

Besonders teuer wird der Skitag in einigen der großen Wintersportregionen.

In Saalbach Hinterglemm kostet eine Erwachsenen Tageskarte in der entsprechenden Hauptsaison 82 Euro.

Auf dem Kitzsteinhorn werden ebenfalls 82 Euro verlangt.

Auch auf der Schmittenhöhe bei Zell am See werden 82 Euro fällig.

Etwas günstiger ist es in anderen Gebieten.

Im Snow Space Salzburg kostet die Tageskarte 76 Euro.

In Zauchensee werden 75 Euro 50 verlangt.

In Obertauern kostet ein Tagesskipass für Erwachsene zu Weihnachten 72 Euro.

Damit wird deutlich dass sich ein Preisniveau von deutlich über 70 Euro inzwischen in zahlreichen großen Skigebieten etabliert hat.

Preise steigen um durchschnittlich 3 Komma 5 Prozent

Auch im großen Kartenverbund Ski amade werden die Preise angehoben.

Die durchschnittliche Erhöhung beträgt dort nach Angaben des Verbundes rund 3 Komma 5 Prozent.

Als Gründe werden insbesondere höhere Kosten für Energie und Personal genannt.

Hinzu kommen laufende Investitionen in die Infrastruktur.

Die Betreiber sehen die Erhöhung als Anpassung an die allgemeine Preisentwicklung.

Für Skifahrer bedeutet das trotzdem dass sie erneut mehr Geld für denselben Urlaubstag einplanen müssen.

Der Skipass ist erst der Anfang

82 Euro für einen Tag wirken bereits erheblich.

Doch der Skipass macht nur einen Teil der tatsächlichen Kosten eines Skitages aus.

Wer keine eigene Ausrüstung besitzt muss möglicherweise zusätzlich Ski Schuhe und Helm ausleihen.

Hinzu kommen Anreise Parkplatz Verpflegung und gegebenenfalls eine Übernachtung.

Bei einem Skiurlaub über mehrere Tage kommen schnell beträchtliche Summen zusammen.

Gerade für Familien wird Wintersport deshalb zunehmend zu einer finanziellen Herausforderung.

Eine Familie zahlt schnell mehrere hundert Euro

Wie stark sich die Preise auswirken zeigt bereits eine einfache Rechnung.

Würden beispielsweise zwei Erwachsene jeweils 82 Euro bezahlen wären allein für deren Skipässe 164 Euro fällig.

Kinderkarten kommen zusätzlich hinzu.

Auch Essen Getränke Anreise und möglicherweise Leihgebühren sind darin noch nicht enthalten.

Damit kann ein einziger Skitag für eine Familie schnell mehrere hundert Euro kosten.

Bei einem mehrtägigen Skiurlaub vervielfacht sich die Belastung entsprechend.

Früh buchen wird immer wichtiger

Wer trotzdem auf die Piste möchte kann mit einer frühen Buchung teilweise Geld sparen.

Im Kartenverbund wurde der Vorverkauf für Mehrtageskarten bereits Ende August gestartet.

Wer früh genug kauft kann laut Betreiber bei Tages und Mehrtageskarten bis zu 15 Prozent sparen.

Bei einem regulären Preis von 82 Euro wären 15 Prozent immerhin 12 Euro 30.

Rechnerisch würde eine entsprechend rabattierte Karte damit 69 Euro 70 kosten.

Ob der maximale Rabatt tatsächlich für das gewünschte Skigebiet den gewünschten Tag und das jeweilige Ticket verfügbar ist hängt allerdings von den konkreten Bedingungen ab.

Der Zeitpunkt des Kaufs bekommt damit eine immer größere Bedeutung.

Wer spontan entscheidet kann deutlich mehr bezahlen als jemand der seinen Skitag lange im Voraus plant.

Saisonkarte kostet bereits 914 Euro

Noch größere Beträge werden für Saisonkarten fällig.

Eine reguläre Saisonkarte im Verbund Ski amade kostet für Erwachsene in diesem Winter 914 Euro.

Damit stellt sich für regelmäßige Skifahrer die Frage ab wie vielen Skitagen sich eine Saisonkarte gegenüber einzelnen Tageskarten rechnen könnte.

Vergleicht man die 914 Euro rein rechnerisch mit einem Tageskartenpreis von 82 Euro entspricht dies etwas mehr als elf Tageskarten.

Allerdings ist dieser Vergleich nur eine grobe Orientierung.

Die tatsächlichen Tageskartenpreise unterscheiden sich je nach Gebiet Saisonzeitpunkt und Buchungszeit.

Auch Frühbucherrabatte verändern die Rechnung.

Bis zu 1190 Euro für eine große Saisonkarte

Noch teurer wird die Super Ski Card.

Sie umfasst neben Ski amade weitere große Skigebiete unter anderem in Salzburg Kärnten Tirol und Bayern.

Im Vorverkauf steigt der Erwachsenenpreis von bisher 999 Euro auf 1049 Euro.

Das sind 50 Euro mehr.

Wer später kauft muss noch tiefer in die Tasche greifen.

Ab dem 4 Dezember kostet die Karte 1190 Euro.

Im Vorjahr waren es noch 1145 Euro.

Damit beträgt der Unterschied zwischen dem aktuellen Vorverkaufspreis von 1049 Euro und dem späteren Preis von 1190 Euro ganze 141 Euro.

Frühzeitige Planung kann sich für regelmäßige Skifahrer deshalb deutlich bemerkbar machen.

Die psychologische Grenze von 1000 Euro ist gefallen

Bemerkenswert ist auch eine andere Entwicklung.

Bei großen Saisonkarten ist die Marke von 1000 Euro inzwischen überschritten.

Noch vor wenigen Jahren wäre ein vierstelliger Betrag für einen Skipass für viele Freizeitsportler eine außergewöhnliche Größenordnung gewesen.

Inzwischen wird diese Schwelle bereits im Vorverkauf überschritten.

Das zeigt wie stark sich Wintersport wirtschaftlich verändert.

Für leidenschaftliche Skifahrer die viele Tage pro Saison auf der Piste verbringen kann eine Saisonkarte weiterhin interessant sein.

Für Gelegenheitsskifahrer werden die Kosten dagegen zunehmend zu einer entscheidenden Frage.

Einheimische bekommen vorerst keinen Sonderpreis

Eine günstigere Lösung für Menschen die direkt in den Wintersportregionen leben ist ebenfalls nicht in Sicht.

Vergünstigte Einheimischentarife können derzeit nicht einfach eingeführt werden.

Hintergrund sind europarechtliche Vorgaben.

Unterschiedliche Preise allein aufgrund des Wohnortes werden im Zusammenhang mit der Dienstleistungsfreiheit kritisch gesehen.

Für eine Rückkehr entsprechender Tarife wäre deshalb zunächst eine passende rechtliche Grundlage notwendig.

Eine Einigung gibt es bislang nicht.

Damit müssen Einheimische grundsätzlich ebenfalls mit den regulären beziehungsweise allgemein verfügbaren Tarifmodellen planen.

Skifahren droht zum Luxusvergnügen zu werden

Mit jeder neuen Preiserhöhung stellt sich stärker die Frage welche Bevölkerungsgruppen sich regelmäßiges Skifahren künftig noch leisten können.

82 Euro für einen einzelnen Erwachsenen sind für einen Urlaubstag möglicherweise noch verkraftbar.

Wer jedoch mehrere Tage fahren möchte oder mit der gesamten Familie unterwegs ist erreicht schnell ganz andere Größenordnungen.

Besonders Familien müssen deshalb stärker rechnen.

Ein Skiurlaub besteht schließlich nicht nur aus Skipässen.

Unterkunft Anreise Verpflegung Ausrüstung und weitere Urlaubskosten kommen hinzu.

Selbst moderate Preissteigerungen bei einzelnen Positionen können in der Summe einen erheblichen Unterschied machen.

Auch die Skigebiete stehen unter Kostendruck

Die steigenden Preise haben allerdings auch eine andere Seite.

Skigebiete müssen Lifte betreiben Personal bezahlen Anlagen warten und teilweise erhebliche Summen in Infrastruktur investieren.

Hinzu kommen Energiekosten und technische Investitionen.

Gerade moderne Beschneiungs und Liftanlagen sind kapitalintensiv.

Die Betreiber argumentieren deshalb dass steigende Kosten zumindest teilweise an die Gäste weitergegeben werden müssen.

Der Konflikt bleibt trotzdem bestehen.

Was für ein Skigebiet wirtschaftlich notwendig erscheinen kann wird für den einzelnen Gast zunehmend teuer.

Die entscheidende Frage lautet deshalb wie weit die Preise noch steigen können bevor immer mehr Gäste verzichten oder ihre Skitage reduzieren.

Frühbucher werden belohnt spontane Gäste zahlen mehr

Ein weiterer Trend wird dabei immer deutlicher.

Der klassische feste Skipasspreis verliert teilweise an Bedeutung.

Wer früh plant und online kauft kann sparen.

Wer dagegen spontan bei guten Schneeverhältnissen einen Skitag einlegen möchte muss möglicherweise den höheren Preis akzeptieren.

Damit nähert sich der Wintersport zunehmend Preisstrukturen an die Verbraucher bereits aus anderen Bereichen des Tourismus kennen.

Der Zeitpunkt der Buchung wird selbst zu einem Kostenfaktor.

Fazit

Die neue Skisaison beginnt mit einem neuen Preisrekord.

Bis zu 82 Euro kostet eine Erwachsenen Tageskarte in mehreren bekannten Salzburger Skigebieten während der Hauptsaison.

Auch Saisonkarten werden teurer.

Im großen Ski amade Verbund kostet eine reguläre Saisonkarte inzwischen 914 Euro.

Bei der noch umfangreicheren Super Ski Card werden im Vorverkauf 1049 Euro verlangt. Ab Dezember sind es sogar 1190 Euro.

Wer früh bucht kann teilweise deutlich sparen.

Das ändert jedoch nichts an der grundsätzlichen Entwicklung.

Skifahren wird erneut teurer.

Und je stärker die Preise steigen desto entscheidender wird eine Frage die früher für viele Wintersportler weniger wichtig war.

Wie viele Tage auf der Piste kann und will ich mir eigentlich noch leisten.

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