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Lang & Schwarz passt Turbo-Zertifikate auf Impala Platinum nach Sonderdividende an

geralt (CC0), Pixabay

Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft hat am 25. September 2026 eine entsprechende Bekanntmachung veröffentlicht.

Die Anpassung betrifft Endlos-Turbo-Zertifikate, deren Basiswert die Aktie der Impala Platinum Holdings Limited mit der ISIN ZAE000083648 ist.

Nach Angaben des Emittenten erfolgen die Änderungen gemäß den Produktbedingungen aufgrund der zuvor bekannt gegebenen Sonderdividende.

27 Turbo-Zertifikate betroffen

Insgesamt werden in der Bekanntmachung 27 Wertpapiere aufgeführt.

Darunter befinden sich 24 Call-Turbos und drei Put-Turbos.

Bei sämtlichen Produkten wurden die angegebenen Basiskurse beziehungsweise Knock-Out-Barrieren nach unten angepasst.

Ein Beispiel ist das Call-Zertifikat mit der ISIN DE000LX4AG51.

Hier sank der Basiskurs beziehungsweise die Knock-Out-Barriere von 3,37660 Euro auf 3,23302 Euro.

Beim Call mit der ISIN DE000LX99AS8 erfolgte eine Anpassung von 11,83720 Euro auf 11,33387 Euro.

Auch die drei aufgeführten Put-Produkte sind betroffen.

Beim Put mit der ISIN DE000LX84DN5 wurde der Wert beispielsweise von 14,00000 Euro auf 13,40470 Euro angepasst.

Beim Put DE000LX827Y5 ging er von 18,00000 Euro auf 17,23462 Euro zurück.

Auch Bezugsverhältnisse werden verändert

Die Anpassung beschränkt sich nicht auf Basiskurs und Knock-Out-Barriere.

Auch die Bezugsverhältnisse wurden geändert.

Bei Produkten, bei denen zuvor ein Verhältnis von 1:1 angegeben war – also ein Zertifikat sich auf eine Aktie bezog –, nennt Lang & Schwarz anschließend einen Wert von 0,95748.

Bei den zuvor mit 10:1 angegebenen Produkten wird das Verhältnis mit 9,87479 angegeben.

Für Anleger bedeutet dies, dass nicht nur die Schwellenwerte des Produkts, sondern auch die rechnerische Beziehung zwischen Zertifikat und zugrunde liegender Aktie verändert wurde.

Warum erfolgt eine solche Anpassung?

Als konkreten Anlass nennt Lang & Schwarz die von Impala Platinum Holdings Limited am 3. September 2026 bekannt gegebene Sonderdividende.

Solche Kapitalmaßnahmen beziehungsweise Ausschüttungsereignisse können nach den Bedingungen derivativer Wertpapiere Anpassungen erforderlich machen.

Der Hintergrund: Ein Derivat soll durch eine solche Maßnahme nicht allein deshalb einen wirtschaftlich verzerrten Wert erhalten, weil sich beim Basiswert ein besonderes Ereignis vollzieht.

Welche genaue Berechnungsmethode Lang & Schwarz bei jedem einzelnen Produkt angewendet hat, wird in der vorliegenden Bekanntmachung allerdings nicht näher erläutert.

Die Veröffentlichung nennt die alten und neuen Werte.

Besonders wichtig: die Knock-Out-Barriere

Bei Turbo-Zertifikaten ist die Knock-Out-Barriere für Anleger von besonderer Bedeutung.

Wird die nach den Produktbedingungen maßgebliche Schwelle erreicht beziehungsweise verletzt, können die vorgesehenen Knock-Out-Folgen eintreten. Je nach konkreter Ausgestaltung kann dies erhebliche Verluste bis hin zu einem weitgehenden oder vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals bedeuten.

Deshalb sollten Anleger bei solchen Produkten nicht mit den ursprünglich beim Kauf geltenden Schwellen weiterrechnen.

Für die in der Bekanntmachung genannten Zertifikate gelten seit dem 22. September 2026 die angepassten Parameter.

Anpassung ist nicht automatisch ein Anlegerverlust

Die Bekanntmachung sollte allerdings nicht dahingehend missverstanden werden, dass Lang & Schwarz den Anlegern durch die Änderung automatisch einen entsprechenden Betrag abzieht.

Die Anpassung erfolgt nach Angaben des Emittenten gemäß den Produktbedingungen infolge der Sonderdividende.

Allein aus der Veränderung von Basiskurs, Knock-Out-Barriere und Bezugsverhältnis lässt sich daher nicht bestimmen, ob ein konkreter Anleger durch das Ereignis einen Gewinn oder Verlust erzielt hat.

Dafür sind unter anderem das konkrete Zertifikat, dessen Preisentwicklung, der Kurs des Basiswerts und der individuelle Kaufpreis maßgeblich.

Anleger sollten ihre konkreten Produkte überprüfen

Wer eines der genannten Turbo-Zertifikate hält, sollte insbesondere die neue Knock-Out-Barriere und das geänderte Bezugsverhältnis beachten.

Die Spanne der neuen Basiskurse beziehungsweise Knock-Out-Barrieren reicht bei den aufgeführten Produkten von 3,23302 Euro bis 17,23462 Euro.

Damit unterscheiden sich Risiko und Abstand zur jeweiligen Knock-Out-Schwelle je nach Produkt erheblich.

Aus der Bekanntmachung lässt sich deshalb keine allgemeine Aussage darüber treffen, wie riskant eine konkrete Anlegerposition nach der Anpassung ist.

Sonderdividende verändert zahlreiche Produktparameter

Die Mitteilung von Lang & Schwarz zeigt, dass Sonderdividenden auch für Anleger relevant sein können, die die zugrunde liegende Aktie überhaupt nicht direkt besitzen.

Wer stattdessen über Turbo-Zertifikate auf deren Kursentwicklung setzt, ist von den in den Produktbedingungen vorgesehenen Anpassungsmechanismen betroffen.

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