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Mutmaßlicher Terrorunterstützer strebte EM-Akkreditierung an: Festnahme am Flughafen Köln/Bonn

4711018 (CC0), Pixabay

In einer überraschenden Wendung hat sich herausgestellt, dass ein am Freitag am Flughafen Köln/Bonn festgenommener mutmaßlicher Unterstützer der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) versucht hatte, eine Akkreditierung als Ordner bei der bevorstehenden Fußball-Europameisterschaft (EM) zu erhalten. Diese Informationen bestätigte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul heute. Reul betonte jedoch, dass es keine konkreten Anschlagsplanungen gegeben habe.

Der Verdächtige, der die deutsch-marokkanisch-polnische Staatsangehörigkeit besitzt, steht im Verdacht, im September 2023 über eine Kryptowährungsbörse fast 1.700 US-Dollar (rund 1.600 Euro) auf ein Konto der Terrorgruppe Islamischer Staat Provinz Khorasan (ISPK) überwiesen zu haben. Diese finanzielle Transaktion war der Auslöser für die Ermittlungen, die letztlich zur Festnahme führten.

Untersuchungshaft seit Freitag

Seit Freitagabend befindet sich der Verdächtige in Untersuchungshaft. Gegen ihn wird wegen des Verdachts der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung im Ausland ermittelt. Die Ermittler arbeiten intensiv daran, die genauen Hintergründe und Verbindungen des Mannes aufzudecken.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hatte sich der Verdächtige als Ordner und Sicherheitskraft für Nebenveranstaltungen der Europameisterschaft, sogenannten „Side Events“, beworben. Diese Veranstaltungen umfassen unter anderem Public-Viewing-Events außerhalb der Stadien. Die EM startet am Freitag mit dem Eröffnungsspiel der deutschen Mannschaft gegen Schottland in München.

Innenminister Reul: Keine konkrete Anschlagsgefahr

Innenminister Reul betonte in seiner Stellungnahme, dass trotz der besorgniserregenden Bewerbungsabsichten des Verdächtigen keine konkrete Gefahr eines Anschlags bestanden habe. „Wir nehmen solche Fälle sehr ernst und ergreifen alle notwendigen Maßnahmen, um die Sicherheit zu gewährleisten“, sagte der CDU-Politiker. „Es zeigt sich, wie wichtig unsere Sicherheitsmaßnahmen und Kontrollen sind.“

Die Nachricht von der Festnahme und den Hintergründen des Verdächtigen hat die Öffentlichkeit alarmiert und zu intensiven Diskussionen über die Sicherheitsvorkehrungen bei Großveranstaltungen geführt. Experten betonen die Notwendigkeit, Akkreditierungsprozesse und Hintergrundüberprüfungen weiter zu verschärfen, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.

Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen zur EM

Angesichts des bevorstehenden Großereignisses wird die Sicherheitslage rund um die Europameisterschaft ohnehin intensiv überwacht. Die zuständigen Behörden haben bereits umfassende Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit der Fans und Teilnehmer zu gewährleisten. Dazu gehören verstärkte Kontrollen an Flughäfen, in den Stadien und bei den zahlreichen Fan-Events im ganzen Land.

Die Festnahme des mutmaßlichen Terrorunterstützers verdeutlicht einmal mehr die anhaltende Bedrohung durch extremistische Kräfte und die Notwendigkeit wachsam zu bleiben. Die Ermittlungen gegen den Verdächtigen dauern an, und es bleibt abzuwarten, welche weiteren Erkenntnisse im Verlauf des Verfahrens zutage treten werden.

Diese Entwicklungen unterstreichen die Herausforderungen, vor denen die Sicherheitsbehörden stehen, um ein sicheres und friedliches Sportereignis zu gewährleisten. Die Zusammenarbeit zwischen den nationalen und internationalen Sicherheitskräften wird dabei eine zentrale Rolle spielen.

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