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Apothekenumsatz durch Corona gestiegen

mcmurryjulie (CC0), Pixabay

Neben dem Lebensmittelhandel konnten die Apotheken von der derzeitigen Corona-Pandemie profitieren. Schon im Februar, also noch vor den Restriktionen, setzten sie preisbereinigt 6 % mehr um als im Februar 2019, teilte das Statistische Bundesamt mit. Im Durchschnitt der letzten fünf Jahre lag die Veränderungsrate bei +2,6 %.

Die Apotheken verbuchten damit ein ähnliches Umsatz-Plus wie der Einzelhandel insgesamt in diesem Zeitraum (+6,4 %). Sie können neben Medikamenten auch Umsätze mit Desinfektionsmitteln, kosmetischen Produkten oder mit Atemschutzmasken erzielen.

Preisanstieg vor allem bei rezeptfreien Medikamenten

Bei Medikamenten ist in den letzten fünf Jahren ein Preisanstieg zu beobachten. Die Preisentwicklung hängt dabei stark davon ab, ob es sich um rezeptfreie oder rezeptpflichtige Medikamente handelt: Rezeptfreie Medikamente haben sich im Zeitraum von März 2015 bis März 2020 mit + 11,1 % am stärksten verteuert. Die Preise für rezeptpflichtige Medikamente entwickelten sich mit + 2,7 % in diesem Zeitraum wesentlich schwächer. Die unterschiedliche Preisentwicklung lässt sich damit begründen, dass Preise für rezeptfreie Medikamente von Apotheken frei kalkuliert werden können, während die Preise für rezeptpflichtige Medikamente und die gesetzliche Zuzahlung, staatlich reguliert sind. Der Umsatzanstieg infolge der Corona-Pandemie spiegelt sich bislang nicht in gleichermaßen gestiegenen Preisen wider.

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