Sanpuro Vertriebs GmbH – Komplett rückabgewickelt

Es ist schade, so die Geschäftsführerin des o.g. Unternehmens, Yasemin Ghiassi, dass man das bei vielen Meldungen nicht liest, sondern nur die Einstellungsverfügung als Schlagzeile bekommt. Natürlich, so Ghiassi, werden wir gegen diese Internetportale vorgehen; wohlgemerkt natürlich nicht gegen die Verfügung der BaFin, sondern die Darstellung der Verfügung auf diesen Portalen.

Zu einer seriösen Berichterstattung wie ich diese kenne, sollte dann eben auch die gesamte Wahrheit einer Meldung gehören, nicht nur eine Schlagzeile, die nur einen Teil der Verfügung wiedergibt. Das ist aus meiner Sicht, so Yasemin Ghiassi, nicht seriös.

Ich bin der Meinung, dass genau das, was Sie mich in unserem Gespräch gefragt haben, natürlich auch wichtig ist. Natürlich haben wir alle Einnahmen aus diesem Investment unverzüglich an die Anleger zurückbezahlt.

Dies war auch für uns zu keinem Zeitpunkt eine Frage, sondern eine Selbstverständlichkeit. Und natürlich haben wir dies der BaFin gegenüber nachgewiesen, so wie es die BaFin auch korrekt in ihrer Mitteilung schreibt; leider nicht die Portale, die diese Meldung, möglicherweise ohne diese zu verstehen bzw. ganz zu lesen, veröffentlicht haben.

Amtsgericht Neuss Aktenzeichen: HRB 14941 Bekannt gemacht am: 07.05.2018 20:01 Uhr
In () gesetzte Angaben der Anschrift und des Geschäftszweiges erfolgen ohne Gewähr.
Veränderungen
07.05.2018
HRB 14941: Sanpuro Vertrieb GmbH, Neuss, Mainstraße 45, 41469 Neuss. Änderung zur Geschäftsanschrift: Königsallee 27, 40212 Düsseldorf. Nach Verheiratung nunmehr Geschäftsführer: Ghiassi, Yasemin, Neuss, *11.11.1994, mit der Befugnis im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Bezugnehmend auf folgende Meldung der BaFin:
Die BaFin hat der Sanpuro Vertrieb GmbH, Neuss, mit Bescheid vom 7. Mai 2019 aufgegeben, das ohne Erlaubnis betriebene Einlagengeschäft sofort einzustellen und die unerlaubt betriebenen Geschäfte abzuwickeln.

Die Sanpuro Vertrieb GmbH hatte auf Grundlage von Verträgen über Zeichnungen der „Sanpuro-Anleihe 2018“ gewerbsmäßig Gelder angenommen, die unbedingt rückzahlbar waren, ohne dass der Rückzahlungsanspruch in Inhaber- oder Orderschuldverschreibungen verbrieft war.

Damit betrieb die Sanpuro Vertrieb GmbH das Einlagengeschäft nach § 1 Absatz 1 Satz 2 Nr. 1 Kreditwesengesetz (KWG), ohne über die dafür erforderliche Erlaubnis der BaFin zu verfügen. Die Abwicklungsanordnung verpflichtete die Sanpuro Vertrieb GmbH die angenommenen Gelder unverzüglich zurückzuzahlen. Die Sanpuro Vertrieb GmbH hat der BaFin hierzu Nachweise vorgelegt.

Der Bescheid der BaFin ist von Gesetzes wegen sofort vollziehbar, jedoch noch nicht bestandskräftig.

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