Erneut steht der Geraer Volker Tabaczek im Fadenkreuz von Ermittlungen. Nachdem der ehemalige Radrennprofi 2007 vom Cottbuser Landgericht wegen Betrugs zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und elf Monaten auf Bewährung verurteilt worden war, baute er mit seinem Partner Michael Rudolf aus Berlin die Mount Whitney Group in den Vereinigten Staaten auf. Diese versprach, Geld deutscher Anleger renditestark zu investieren. Als Investoren die ihnen versprochenen Gelder nicht zurückerhielten, führte das zu ersten Anzeigen.
Mittlerweile haben auch die Zeitschrift „Test“ und ein Beitrag in der ARD vor den Machenschaften der Mount Whitney gewarnt. Für den vorbestraften Tabaczek – den einige für den alleinigen Verantwortlichen halten – wird es nun zudem schwieriger, da sein Treuhandanwalt Chez Rainey entnervt „das Handtuch geworfen“ hat. Gegenüber dem zuständigen US-Bundesrichter habe er sich geäußert, dass die Anwalt-und-Mandanten-Beziehung unrettbar zerstört sei.
Bekannt ist Tabaczek in Deutschland auch durch sein Auftreten als vermeintlich reicher Gönner. Im Ostseebad Kühlungsborn wartet man noch immer auf die Umsetzung des Versprechens, eine 500 Meter lange Seebrücke mit Unterwasserrestaurant im Wert von 50 Millionen Euro zu errichten.