Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt Verbraucher vor Angeboten auf der Internetseite „ecomtrade24.com“ sowie vor der Nutzung der App „EcomTrade24 Pay Gateway“. Nach Erkenntnissen der Finanzaufsicht bieten die Betreiber ohne die erforderliche Erlaubnis Zahlungsdienste und Kryptowerte-Dienstleistungen in Deutschland an. Zudem sieht die BaFin Anzeichen für einen Identitätsmissbrauch.
Die Warnung wurde am 30. Juli 2026 veröffentlicht. Nach Angaben der BaFin verfügen die Betreiber von ecomtrade24.com nicht über die notwendige Zulassung, um in Deutschland Zahlungsdienste oder Dienstleistungen rund um Kryptowerte anzubieten. Solche Geschäfte unterliegen einer strengen staatlichen Aufsicht und dürfen nur mit einer entsprechenden Erlaubnis der Behörde betrieben werden.
BaFin spricht von Identitätsmissbrauch
Besonders schwer wiegt der Hinweis der Finanzaufsicht, dass es sich in diesem Fall um einen Identitätsmissbrauch handelt. Solche Fälle treten immer wieder auf, wenn unseriöse Anbieter den Namen oder das Erscheinungsbild tatsächlich existierender Unternehmen verwenden oder den Eindruck erwecken, sie seien ein reguliertes Finanzinstitut.
Dadurch sollen potenzielle Kunden häufig in Sicherheit gewiegt und zu Einzahlungen oder der Nutzung von Finanzdienstleistungen bewegt werden. Die BaFin macht mit ihrer Warnung deutlich, dass Verbraucher der Website und der App kein Vertrauen schenken sollten.
Unerlaubte Finanzgeschäfte sind ein erhebliches Warnsignal
Bankgeschäfte, Finanzdienstleistungen, Zahlungsdienste sowie Kryptowerte-Dienstleistungen dürfen in Deutschland ausschließlich mit einer Erlaubnis der BaFin erbracht werden. Fehlt diese Zulassung, besteht für Kunden ein erhebliches Risiko. Sie genießen in solchen Fällen nicht den Schutz, der bei regulierten Anbietern vorgesehen ist.
Immer wieder warnt die Aufsichtsbehörde vor Plattformen, die ohne Genehmigung auftreten und Anleger mit professionell gestalteten Internetseiten oder vermeintlich attraktiven Angeboten anlocken. Besonders im Bereich der Kryptowährungen nutzen Betrüger häufig die hohe Dynamik des Marktes und die teilweise geringe Erfahrung vieler Anleger aus.
Unternehmensdatenbank bietet Orientierung
Verbraucher sollten vor der Eröffnung eines Kontos, der Installation einer Finanz-App oder einer Geldüberweisung stets überprüfen, ob der Anbieter von der BaFin zugelassen ist. Hierfür stellt die Behörde eine öffentliche Unternehmensdatenbank zur Verfügung, in der zugelassene Institute und lizenzierte Finanzdienstleister aufgeführt sind.
Fehlt ein Unternehmen in dieser Datenbank oder warnt die BaFin ausdrücklich vor einem Anbieter, sollten Verbraucher äußerste Vorsicht walten lassen und keine Zahlungen leisten oder persönliche Daten preisgeben.
BaFin verstärkt Kampf gegen unseriöse Anbieter
Mit Warnmeldungen wie dieser geht die Finanzaufsicht verstärkt gegen unerlaubte Finanzgeschäfte und betrügerische Online-Plattformen vor. Ziel ist es, Verbraucher frühzeitig vor finanziellen Schäden zu schützen und auf mögliche Risiken aufmerksam zu machen.
Die aktuelle Warnung zu ecomtrade24.com und der App „EcomTrade24 Pay Gateway“ macht deutlich, dass Anleger vermeintlich seriöse Online-Angebote sorgfältig prüfen sollten. Insbesondere wenn Finanz- oder Kryptodienstleistungen ohne erkennbare Zulassung angeboten werden oder Zweifel an der Identität des Anbieters bestehen, ist besondere Vorsicht geboten.