Kuba steckt in einer tiefen Energie- und Versorgungskrise. Wegen fehlender Öllieferungen und anhaltender Stromausfälle gerät der Alltag auf der Karibikinsel zunehmend ins Chaos – mit dramatischen Folgen auch für das Gesundheitssystem.
Auslöser der aktuellen Situation sind unter anderem ausbleibende Treibstofflieferungen aus Venezuela. Die USA verschärften zuletzt ihren politischen Druck auf die Regierung in Havanna und versuchen, den Ölhandel zwischen beiden Ländern einzuschränken. Dadurch fehlen Kuba wichtige Energieressourcen.
Stromausfälle und Treibstoffmangel
Im ganzen Land kommt es immer wieder zu langanhaltenden Stromabschaltungen. Viele Betriebe müssen ihre Arbeit unterbrechen, öffentliche Einrichtungen arbeiten nur eingeschränkt. Gleichzeitig herrscht akuter Treibstoffmangel. Busse fahren seltener, Müll kann in manchen Städten nicht mehr regelmäßig abgeholt werden.
Für die Bevölkerung bedeutet das massive Einschränkungen im Alltag.
Krankenhäuser besonders betroffen
Besonders kritisch ist die Lage im Gesundheitssystem. Krankenhäuser sind auf eine stabile Stromversorgung angewiesen, etwa für medizinische Geräte, Kühlung von Medikamenten oder Operationen. Durch die Energieknappheit müssen Einrichtungen teilweise mit Notstromaggregaten oder stark eingeschränktem Betrieb arbeiten.
Ärzte und Pflegekräfte warnen deshalb vor wachsenden Problemen bei der medizinischen Versorgung.
Wirtschaftliche Lage verschärft sich
Die Energiekrise trifft Kuba in einer ohnehin schwierigen wirtschaftlichen Situation. Das Land kämpft bereits seit Jahren mit Inflation, Versorgungsengpässen und schwacher Produktion. Die aktuellen Entwicklungen verschärfen die Probleme weiter.
Beobachter befürchten, dass sich die Lage ohne neue Energiequellen oder internationale Unterstützung weiter verschlimmern könnte.