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Auto fährt gezielt in Menschengruppe in Niedersachsen – fünf Verletzte und drei vorläufige Festnahmen
Staatsanwaltschaft Detmold

Auto fährt gezielt in Menschengruppe in Niedersachsen – fünf Verletzte und drei vorläufige Festnahmen

Fleimax (CC0), Pixabay

In Neustadt am Rübenberge in der Region Hannover ist am späten Montagabend, dem 26. Oktober 2026, ein Auto gezielt in eine Gruppe von Menschen gefahren. Mindestens fünf Personen wurden verletzt, einige davon schwer. Polizeibeamte gaben Schüsse auf das Fahrzeug ab, um den Angriff zu stoppen. Die Ermittlungen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts dauern an.

Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Vorfall gegen 23.30 Uhr auf der Mecklenhorster Straße im Bereich der Herzog-Erich-Allee.

Ein bislang nicht identifizierter Fahrer steuerte einen blauen BMW nach bisherigen Erkenntnissen gezielt in eine kleinere Personengruppe.

Die Verletzten wurden von Rettungskräften versorgt und anschließend in Krankenhäuser gebracht. Nach Polizeiangaben bestand für sie keine Lebensgefahr.

Polizeibeamte schießen auf das Fahrzeug

In unmittelbarer Nähe des Tatorts führten Polizeibeamte eine Verkehrskontrolle durch. Sie wurden auf den Vorfall aufmerksam und gaben Schüsse auf den BMW ab, um den Angriff zu beenden.

Der Fahrer ließ das Fahrzeug wenig später zurück und flüchtete zu Fuß.

Die Polizei leitete eine umfangreiche Fahndung ein. Dabei kamen zahlreiche Einsatzkräfte und ein Polizeihubschrauber zum Einsatz.

Das Fahrzeug wurde sichergestellt und der Tatort für kriminaltechnische Untersuchungen abgesperrt.

Drei Personen vorläufig festgenommen

Im Verlauf der Ermittlungen stellte die Polizei über das Kennzeichen des BMW dessen Halter fest.

An der Anschrift des Fahrzeughalters trafen die Beamten drei Personen an, die vorläufig festgenommen wurden.

Ob diese Personen unmittelbar an dem Angriff beteiligt waren, ist bislang nicht geklärt. Auch steht noch nicht fest, ob sich der Fahrer unter den Festgenommenen befindet.

Polizei prüft mögliche persönliche Hintergründe

Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler kannten sich die Beteiligten vermutlich.

Die Polizei teilte außerdem mit, dass Beteiligte Großfamilien angehören, deren Angehörige teilweise bereits im Zusammenhang mit sogenannter Clankriminalität polizeilich aufgefallen sind.

Ein konkreter Zusammenhang zwischen diesen früheren Erkenntnissen und dem aktuellen Angriff ist bislang nicht nachgewiesen.

Aus der Zugehörigkeit zu einer Familie lässt sich keine strafrechtliche Verantwortung für einzelne Personen ableiten.

Nach Einschätzung der Polizei handelte es sich nicht um einen wahllosen Anschlag. Eine Gefahr für die Allgemeinheit bestand nach dem bisherigen Ermittlungsstand nicht.

Ermittlungen wegen versuchten Tötungsdelikts

Der Kriminaldauerdienst Hannover hat die Ermittlungen übernommen. Nach Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Hannover wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts eingeleitet.

Untersucht werden insbesondere der genaue Tatablauf, die Identität der beteiligten Personen und das mögliche Motiv.

Zeugen können sich beim Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-5555 melden.

Fazit: Bei dem Vorfall wurden mindestens fünf Menschen verletzt. Die Polizei geht von einem gezielten Angriff aus und hat drei Personen vorläufig festgenommen. Ihre mögliche Beteiligung sowie die Hintergründe der Tat müssen noch geklärt werden. Für sämtliche Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

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