Windpark Dahlem veröffentlicht Bilanz für 2025
Die Windpark Dahlem GmbH & Co. KG hat ihren Jahresabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 vorgelegt.
Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Rees am Niederrhein und ist beim Amtsgericht Kleve unter der Handelsregisternummer HRA 4354 eingetragen.
Der Jahresabschluss wurde am 30. September 2026 festgestellt. Die vorliegenden Veröffentlichungsangaben tragen das Datum 26. Oktober 2026.
Die Bilanz wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.
Das Unternehmen nimmt dabei teilweise die gesetzlichen Erleichterungen für kleine Gesellschaften in Anspruch.
Der veröffentlichte Abschluss enthält Angaben zur Vermögens- und Finanzlage sowie Erläuterungen zu den Bewertungsmethoden und bestehenden Verpflichtungen.
Eine detaillierte Gewinn- und Verlustrechnung mit konkreten Umsätzen, Erträgen und Jahresergebniszahlen ist in den vorliegenden Unterlagen nicht enthalten.
Damit lässt sich die operative Ertragskraft des Windparks anhand der veröffentlichten Zahlen nur eingeschränkt beurteilen.
Bilanzsumme sinkt um rund 1,68 Millionen Euro
Die Bilanzsumme der Windpark Dahlem GmbH & Co. KG belief sich zum 31. Dezember 2025 auf 20.812.226,31 Euro.
Ein Jahr zuvor hatte sie noch 22.487.358,16 Euro betragen.
Damit verringerte sich die Bilanzsumme um 1.675.131,85 Euro beziehungsweise rund 7,4 Prozent.
Der Rückgang betrifft vor allem das Anlagevermögen.
Dieses sank von rund 20,73 Millionen Euro auf rund 19,13 Millionen Euro.
Die Veränderung entspricht einem Minus von knapp 1,60 Millionen Euro.
Bei Windparkgesellschaften ist das Anlagevermögen regelmäßig von besonderer Bedeutung, da Windenergieanlagen und die dazugehörige technische Infrastruktur erhebliche Investitionen erfordern.
Die Gesellschaft bewertet ihre Sachanlagen nach den Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen.
Diese werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer vorgenommen.
Der Rückgang des Anlagevermögens ist deshalb mit der bilanziellen Abschreibung der technischen Anlagen vereinbar.
Aus den vorliegenden Angaben lässt sich jedoch nicht abschließend bestimmen, welcher Anteil der Veränderung ausschließlich auf Abschreibungen und welcher gegebenenfalls auf andere Bewegungen im Anlagevermögen entfällt.
Die wichtigsten Bilanzkennzahlen im Vergleich
| Kennzahl | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Bilanzsumme | 20,81 Mio. € | 22,49 Mio. € |
| Anlagevermögen | 19,13 Mio. € | 20,73 Mio. € |
| Umlaufvermögen | 1,55 Mio. € | 1,63 Mio. € |
| Bankguthaben | 1,08 Mio. € | 1,02 Mio. € |
| Eigenkapital | 169.710 € | 10.000 € |
| Rückstellungen | 163.032 € | 200.154 € |
| Verbindlichkeiten | 20,35 Mio. € | 22,14 Mio. € |
Die Zahlen verdeutlichen zwei gegenläufige Entwicklungen.
Einerseits verringert sich der bilanzielle Wert des Unternehmensvermögens.
Andererseits sinken die ausgewiesenen Verbindlichkeiten deutlich.
Zudem hat sich die Eigenkapitalposition verbessert.
Ob sich daraus eine nachhaltige wirtschaftliche Stabilisierung ergibt, kann allerdings nicht allein aus diesen Bilanzpositionen abgeleitet werden.
Verbindlichkeiten sinken um fast 1,8 Millionen Euro
Eine der auffälligsten Veränderungen betrifft die Verbindlichkeiten.
Zum Ende des Geschäftsjahres 2025 wurden insgesamt 20.347.400,39 Euro ausgewiesen.
Im Vorjahr waren es 22.140.120,42 Euro.
Die Verbindlichkeiten gingen damit um 1.792.720,03 Euro zurück.
Das entspricht einem Rückgang von rund 8,1 Prozent.
Für ein kapitalintensives Windparkunternehmen ist die Entwicklung der Finanzierung besonders wichtig.
Windenergieanlagen werden häufig über langfristige Kredite finanziert, die während der Betriebszeit schrittweise zurückgeführt werden.
Die sinkenden Verbindlichkeiten können mit einer solchen Rückführung vereinbar sein.
Die veröffentlichten Zahlen allein belegen allerdings nicht, in welchem Umfang tatsächlich Kredittilgungen, Umbuchungen oder andere Veränderungen für den Rückgang verantwortlich waren.
Fest steht, dass die Gesellschaft Ende 2025 deutlich geringere Verbindlichkeiten auswies als ein Jahr zuvor.
Rund 18 Millionen Euro langfristige Verbindlichkeiten
Von den gesamten Verbindlichkeiten entfielen zum Bilanzstichtag 18.049.620 Euro auf Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Ein Jahr zuvor waren es 19.738.060 Euro.
Damit reduzierten sich die langfristigen Verbindlichkeiten um 1.688.440 Euro.
Weitere 2.297.780,39 Euro waren innerhalb eines Jahres fällig.
Im Vorjahr hatte dieser Betrag 2.402.060,42 Euro betragen.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten verringerten sich somit um 104.280,03 Euro.
Die langfristigen Verpflichtungen machen weiterhin den überwiegenden Teil der gesamten Verbindlichkeiten aus.
Das ist bei einer Gesellschaft, deren wirtschaftliche Tätigkeit auf langlebigen technischen Anlagen beruht, nicht ungewöhnlich.
Dennoch bleibt die Höhe der Finanzierung ein wesentlicher Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung.
Entscheidend ist, ob die laufenden Einnahmen dauerhaft ausreichen, um Betriebsaufwendungen, Zinsen und Tilgungen zu bedienen.
Diese Frage lässt sich ohne detaillierte Angaben zu Stromerlösen und Zahlungsströmen nicht abschließend beantworten.
Eigenkapital steigt von 10.000 Euro auf rund 170.000 Euro
Besonders deutlich verändert hat sich die Eigenkapitalposition.
Zum 31. Dezember 2024 betrug das ausgewiesene Eigenkapital 10.000 Euro.
Ein Jahr später lag es bei 169.710,23 Euro.
Das entspricht einem Anstieg um 159.710,23 Euro.
Damit hat sich die bilanzielle Eigenkapitalausstattung verbessert.
Die Eigenkapitalquote bleibt jedoch niedrig.
Gemessen an der Bilanzsumme beträgt sie zum Ende des Geschäftsjahres 2025 rund 0,82 Prozent.
Im Vorjahr lag sie bei etwa 0,04 Prozent.
Die Gesellschaft finanziert ihr bilanziertes Vermögen somit weiterhin überwiegend über Verbindlichkeiten.
Eine niedrige Eigenkapitalquote ist nicht automatisch ein Hinweis auf eine unmittelbar bevorstehende wirtschaftliche Krise.
Bei projektfinanzierten Energieanlagen können besondere Finanzierungsstrukturen bestehen.
Gleichwohl bedeutet eine geringe Eigenkapitalausstattung grundsätzlich, dass nur ein begrenzter bilanzieller Eigenkapitalpuffer vorhanden ist.
Ob zusätzliche Sicherheiten, vertragliche Unterstützungsmechanismen oder andere wirtschaftliche Faktoren bestehen, lässt sich aus den veröffentlichten Angaben nicht vollständig beurteilen.
Bankguthaben steigt auf mehr als eine Million Euro
Das Bankguthaben der Gesellschaft erhöhte sich im Geschäftsjahr 2025.
Zum Jahresende wurden 1.077.491,08 Euro ausgewiesen.
Im Vorjahr waren es 1.015.656,15 Euro.
Der Anstieg beträgt 61.834,93 Euro.
Auf den ersten Blick könnte dies auf eine verbesserte Liquiditätsposition hindeuten.
Allerdings enthält der Anhang zum Jahresabschluss eine wichtige Einschränkung.
Das gesamte ausgewiesene Bankguthaben von 1.077.491,08 Euro ist nach Angaben des Unternehmens an die kreditgebende Bank verpfändet.
Diese Information ist für die Beurteilung der finanziellen Handlungsspielräume wesentlich.
Denn verpfändete Bankguthaben können nicht ohne Weiteres mit frei verfügbaren Zahlungsmitteln gleichgesetzt werden.
Welche konkreten Verfügungsbeschränkungen gelten, hängt von den zugrunde liegenden Sicherungsvereinbarungen ab.
Aus dem bilanzierten Guthaben allein lässt sich deshalb nicht ableiten, welcher Betrag dem Unternehmen für beliebige Zahlungen zur Verfügung steht.
Banken verfügen über umfangreiche Sicherheiten
Der Jahresabschluss enthält weitere Angaben zur Besicherung der Finanzierungen.
Danach sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten vollständig durch Pfandrechte oder vergleichbare Sicherungsrechte abgesichert.
Zu den wesentlichen Sicherheiten gehören die Abtretung von Ansprüchen aus der Stromerzeugung sowie die Sicherungsübereignung der Windenergieanlagen und der dazugehörigen Infrastruktur.
Diese Struktur ist bei langfristig finanzierten Energieprojekten grundsätzlich nachvollziehbar.
Die kreditgebenden Banken sichern ihre Ansprüche dabei nicht nur über Zahlungsvereinbarungen, sondern auch über wirtschaftlich relevante Vermögenswerte und Erlösansprüche ab.
Für die Gesellschaft bedeutet dies, dass wesentliche Teile ihrer Vermögenswerte und Einnahmequellen in die Finanzierungssicherheiten einbezogen sind.
Das kann den finanziellen Handlungsspielraum beeinflussen.
Ob daraus konkrete Einschränkungen für Ausschüttungen, Investitionen oder zusätzliche Finanzierungen folgen, ist den veröffentlichten Angaben jedoch nicht im Einzelnen zu entnehmen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände gehen zurück
Auch bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen zeigt sich eine Veränderung.
Diese beliefen sich zum Jahresende 2025 auf 474.900,50 Euro.
Im Vorjahr waren noch 614.771,88 Euro ausgewiesen worden.
Der Rückgang beträgt 139.871,38 Euro.
Damit verringerte sich diese Bilanzposition um rund 22,8 Prozent.
Ein solcher Rückgang kann unterschiedliche Ursachen haben.
Denkbar sind beispielsweise der Eingang zuvor offener Forderungen oder Veränderungen bei Abrechnungspositionen.
Aus der Bilanz allein lässt sich jedoch nicht bestimmen, welche konkreten Geschäftsvorfälle hierfür verantwortlich waren.
Zusammen mit dem gestiegenen Bankguthaben ergibt sich ein Umlaufvermögen von insgesamt 1.552.391,58 Euro.
Im Vorjahr hatte es 1.630.428,03 Euro betragen.
Das Umlaufvermögen ging damit insgesamt leicht zurück.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bleiben erheblich
Neben den allgemeinen Finanzierungsverpflichtungen weist die Gesellschaft Verbindlichkeiten gegenüber ihren Gesellschaftern aus.
Diese beliefen sich zum 31. Dezember 2025 auf 1.677.785,81 Euro.
Ein Jahr zuvor waren es 1.722.300,46 Euro.
Der Rückgang beträgt 44.514,65 Euro.
Damit bestehen weiterhin erhebliche finanzielle Verpflichtungen gegenüber Gesellschaftern.
Solche Verbindlichkeiten können beispielsweise aus Gesellschafterdarlehen oder anderen Finanzierungsbeziehungen entstehen.
Welche konkreten Vereinbarungen im vorliegenden Fall bestehen, wird im veröffentlichten Anhang nicht näher erläutert.
Deshalb lässt sich auch nicht abschließend beurteilen, welche Fälligkeiten, Zinssätze oder Rangregelungen für diese Verpflichtungen gelten.
Rückstellungen sinken auf rund 163.000 Euro
Die Rückstellungen der Windpark Dahlem GmbH & Co. KG beliefen sich Ende 2025 auf 163.032,36 Euro.
Im Vorjahr waren es 200.154,41 Euro.
Das entspricht einem Rückgang von 37.122,05 Euro.
Nach den Angaben im Anhang betreffen die sonstigen Rückstellungen im Wesentlichen Rückbauverpflichtungen, Kosten für den Jahresabschluss sowie Endabrechnungen der technischen und kaufmännischen Betriebsführung.
Gerade Rückbauverpflichtungen sind für Windparkgesellschaften von langfristiger Bedeutung.
Windenergieanlagen werden üblicherweise auf gepachteten oder anderweitig vertraglich genutzten Flächen betrieben.
Nach Ablauf der Nutzungsdauer beziehungsweise der vertraglich vereinbarten Flächenmietzeit können Verpflichtungen bestehen, die Anlagen und bestimmte Infrastruktur zurückzubauen.
Solche Verpflichtungen müssen bilanziell berücksichtigt werden, soweit die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
Rückbau der Windenergieanlagen ist bereits berücksichtigt
Die Gesellschaft erläutert im Jahresabschluss, dass am Standort der Anlagen nach Ablauf der Flächenmietzeit Rückbauverpflichtungen bestehen.
Diese Verpflichtungen werden nach den Angaben des Unternehmens seit Inbetriebnahme der Anlagen über die Laufzeit ratierlich bilanziell aufgebaut.
Damit wird die langfristige Verpflichtung bereits während des Betriebs berücksichtigt.
Für die Beurteilung eines Windparks ist dieser Punkt wichtig.
Denn die wirtschaftlichen Verpflichtungen enden nicht automatisch mit der letzten Stromproduktion.
Nach dem Betriebsende können Kosten für Demontage, Transport, Entsorgung und gegebenenfalls weitere Rückbaumaßnahmen entstehen.
Wie hoch die insgesamt erwarteten Rückbaukosten des Windparks Dahlem sind, lässt sich aus den vorliegenden Angaben nicht gesondert entnehmen.
Auch ist nicht ausgewiesen, welcher konkrete Teil der gesamten Rückstellungen auf diese Verpflichtungen entfällt.
Keine eigenen Arbeitnehmer im Geschäftsjahr 2025
Eine weitere Besonderheit des Unternehmens betrifft die Beschäftigtenzahl.
Nach dem Jahresabschluss beschäftigte die Windpark Dahlem GmbH & Co. KG im Geschäftsjahr 2025 keine eigenen Arbeitnehmer.
Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass der Windpark ohne Personalaufwand betrieben wird.
Bei Windparkgesellschaften können technische Wartung, Betriebsführung, kaufmännische Verwaltung und weitere Dienstleistungen durch externe Unternehmen übernommen werden.
Der Jahresabschluss bestätigt, dass langfristige Zahlungsverpflichtungen aus Wartungs-, Betriebsführungs- und Pachtverträgen bestehen.
Damit ist die Gesellschaft auf vertraglich vereinbarte Leistungen Dritter angewiesen.
Solche Strukturen können wirtschaftliche Vorteile bieten, weil nicht sämtliche Leistungen mit eigenen Beschäftigten erbracht werden müssen.
Gleichzeitig entstehen langfristige vertragliche Verpflichtungen.
Langfristige Wartungs- und Pachtverträge
Im Anhang weist die Gesellschaft ausdrücklich auf langfristige Zahlungsverpflichtungen aus Wartungs-, Betriebsführungs- und Pachtverträgen hin.
Nach ihrer Darstellung bestehen Vorteile insbesondere in einer geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb bestimmter Leistungen oder Vermögensgegenstände.
Außerdem verweist das Unternehmen auf den Wegfall bestimmter Verwertungsrisiken.
Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, falls die Anlagen nicht mehr vollständig genutzt werden könnten.
Für eine solche Entwicklung sieht die Gesellschaft nach ihren Angaben derzeit keine Anzeichen.
Die Höhe der langfristigen Zahlungsverpflichtungen wird in den vorliegenden Unterlagen nicht gesondert beziffert.
Damit lässt sich nicht berechnen, welche festen Ausgaben aus diesen Verträgen in den kommenden Jahren insgesamt entstehen.
Wer führt die Windpark Dahlem GmbH & Co. KG?
Die Windpark Dahlem GmbH & Co. KG ist als Kommanditgesellschaft organisiert.
Komplementärin und Geschäftsführerin ist die Windpark Dahlem Verwaltungs-GmbH mit Sitz in Rees.
Diese Gesellschaft ist beim Amtsgericht Kleve unter HRB 13372 eingetragen.
Ihr gezeichnetes Kapital beträgt 25.000 Euro.
Als Geschäftsführer wird Arjen C. F. Ploeg genannt.
Er unterzeichnete den Jahresabschluss in Rees am 30. September 2026.
Am selben Tag wurde der Jahresabschluss nach den veröffentlichten Angaben festgestellt.
Die gesellschaftsrechtliche Struktur mit einer Verwaltungs-GmbH als persönlich haftender Gesellschafterin ist eine verbreitete Organisationsform für projektbezogene Unternehmen.
Was der Jahresabschluss nicht verrät
Trotz der zahlreichen Bilanzangaben bleiben wichtige wirtschaftliche Fragen offen.
Insbesondere enthält der vorliegende Veröffentlichungstext keine detaillierten Angaben zu den Umsatzerlösen aus der Stromproduktion.
Auch die tatsächlich erzeugte Strommenge, die Vergütung je Kilowattstunde und die operativen Betriebskosten sind nicht beziffert.
Ebenso fehlen konkrete Angaben zu einem Jahresüberschuss oder Jahresfehlbetrag.
Die Bilanz weist zwar einen Anstieg des Eigenkapitals aus.
Daraus kann jedoch nicht ohne Weiteres auf einen Gewinn in entsprechender Höhe geschlossen werden.
Veränderungen des Eigenkapitals können bei einer Kommanditgesellschaft auch durch Einlagen, Entnahmen und andere gesellschaftsrechtliche Vorgänge beeinflusst werden.
Eine vollständige Bewertung der Ertragskraft ist deshalb ohne die entsprechenden Ergebnis- und Zahlungsstrominformationen nicht möglich.
Wie ist die wirtschaftliche Entwicklung einzuordnen?
Der Jahresabschluss 2025 zeigt mehrere Entwicklungen, die für die finanzielle Beurteilung relevant sind.
Die gesamten Verbindlichkeiten sind um fast 1,8 Millionen Euro zurückgegangen.
Das ausgewiesene Eigenkapital hat sich von 10.000 Euro auf rund 170.000 Euro erhöht.
Zudem ist das Bankguthaben leicht gestiegen.
Demgegenüber steht eine weiterhin sehr hohe Fremdfinanzierung.
Die Eigenkapitalquote liegt bei weniger als einem Prozent.
Hinzu kommt, dass das gesamte ausgewiesene Bankguthaben an die kreditgebende Bank verpfändet ist.
Auch die wesentlichen Anlagen und Erlösansprüche dienen als Finanzierungssicherheiten.
Diese Merkmale sind bei der Beurteilung des finanziellen Spielraums zu berücksichtigen.
Eine Insolvenz oder akute Zahlungsunfähigkeit lässt sich aus den veröffentlichten Bilanzzahlen allerdings nicht ableiten.
Ebenso wenig ist allein aufgrund des Rückgangs der Verbindlichkeiten eine dauerhaft gesicherte wirtschaftliche Entwicklung nachgewiesen.
Dafür wären insbesondere Informationen über laufende Einnahmen, Schuldendienst, Betriebskosten und künftige Investitionen erforderlich.