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Texas trauert um weißen Tiger „Neb“ – Zoo musste 17-jähriges Tier einschläfern

SarahRichterArt (CC0), Pixabay

Der Gladys Porter Zoo im texanischen Brownsville trauert um seinen weißen Tiger Neb, der am Montag im Alter von 17 Jahren eingeschläfert wurde. Wie der Zoo mitteilte, hatte sich der Gesundheitszustand des Tigers zuletzt zunehmend verschlechtert – unter anderem litt das Tier an schweren Mobilitätsproblemen, die auch mit medizinischen Maßnahmen nicht mehr zu lindern waren.

Es ist beschämend, aber notwendig gewesen“, schrieb der Zoo in einem Facebook-Post. „Nebs Zustand ließ sich trotz intensiver Betreuung nicht verbessern.“

Symbol der Hoffnung

Neb wurde 2008 von den Behörden aus einem illegalen Wildtierhandel gerettet und lebt seither im Gladys Porter Zoo, der sich an der Grenze zu Mexiko befindet. Der weiße Tiger entwickelte sich über die Jahre zu einer wahren Symbolfigur des Zoos.

„Neb stand für Widerstandskraft und Hoffnung. Trotz seines schwierigen Starts im Leben wurde er deutlich älter als die durchschnittliche Lebenserwartung weißer Tiger, die bei etwa 15 Jahren liegt,“ erklärte Zoodirektor Pat Burchfield. „Das verdanken wir dem außergewöhnlichen Einsatz unseres Tierarztteams und der Pfleger, die ihn über alles liebten.“

Neb inspirierte laut Burchfield „unzählige Besucher“ dazu, mehr über seine majestätische Art zu lernen und sie wertzuschätzen.

Sorgfältige Pflege bis zuletzt

In seinen letzten Lebensmonaten erhielt Neb Lasertherapien, tägliche Schmerzmedikamente und natürliche entzündungshemmende Mittel. Für seinen Ruhebereich stellte der Zoo ihm zusätzlich weiche Matten und Polsterung bereit, damit er sich möglichst wohlfühlen konnte. Doch trotz aller Bemühungen verschlechterte sich sein Zustand weiter – die Entscheidung zur Euthanasie wurde schließlich im Sinne des Tierwohls getroffen.

Nebs Tiergefährte Hobbes, ebenfalls 17 Jahre alt, kämpft aktuell mit ähnlichen altersbedingten Beschwerden.

Weißer Tiger – faszinierend und gefährdet

Weiße Tiger sind keine eigene Unterart, sondern Bengal- oder Sibirische Tiger mit einer seltenen genetischen Mutation, dem sogenannten Leuzismus. Diese Mutation tritt bei etwa einem von 10.000 Tigern auf – weiße Tiger sind daher extrem selten und leben ausschließlich in Gefangenschaft.

Laut dem International Fund for Animal Welfare (IFAW) entstehen viele weiße Tiger durch Inzucht, was zu gesundheitlichen Problemen, Deformationen und einer hohen Sterblichkeitsrate führen kann. Die Tiere werden oft in Zirkussen, Zoos oder privaten Anlagen gehalten und nicht selten für Unterhaltungszwecke gezüchtet.

Abschied von tierischen Publikumslieblingen

Neb ist nicht das einzige Tier, dessen Tod in den USA kürzlich für Anteilnahme sorgte:

  • In Missouri starb der Weißkopfseeadler Murphy, der durch sein fürsorgliches Verhalten gegenüber einem Stein bekannt wurde, als ein Tornado das Schutzgebiet zerstörte.

  • In Iowa wurde ein drei Wochen alter Cotton-Top-Tamarin-Affe, eine vom Aussterben bedrohte Primatenart, eingeschläfert.

  • In Connecticut bewegte ein junger Seehund, der durch die Straßen von New Haven irrte, die Öffentlichkeit. Das Tier, liebevoll „Chappy“ genannt, starb später an Magenproblemen.

  • In Kalifornien wurde der Esel Perry, Vorbild für die Animationsfigur „Donkey“ aus dem Film Shrek, im Alter von 30 Jahren eingeschläfert.

Der Tod dieser Tiere ruft vielen in Erinnerung, wie stark die emotionale Bindung zwischen Menschen und Tieren sein kann – auch über Zoo- und Artengrenzen hinweg.

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