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Betrugsskandal bei Sparkasse: Anlageberater unter Verdacht

jensjunge (CC0), Pixabay

Ein Anlageberater der Sparkasse Schweinfurt-Haßberge sitzt wegen des Verdachts auf Betrug in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Schweinfurt ermittelt, dass der Mann in mehreren Fällen rund eine halbe Million Euro von Anlegern unterschlagen haben soll. Besonders betroffen sind ältere, wohlhabende Kunden, die ihm vertrauten und teils erhebliche Geldbeträge bar übergaben.

Der Fall eines Betroffenen: Vertrauen missbraucht

Ein Bruder eines mutmaßlichen Opfers schilderte BR24 anonym seine Erlebnisse. Er war als amtlich bestellter Betreuer für seinen schwer erkrankten Bruder zuständig. Auf dessen Wunsch hob er 50.000 Euro ab und übergab den Betrag bar an den Bankberater, der versprach, die Summe in eine bestehende Kapitallebensversicherung einzuzahlen. Doch bei einer Überprüfung der Unterlagen stellte der Betreuer fest: Das Geld war nicht auf dem Konto angekommen.

„Als ich den Bankberater konfrontierte, kam er mit fadenscheinigen Erklärungen, dass ältere Menschen oft Geld in Fliesen oder unter der Badewanne verstecken“, erzählt der Mann. „Er wollte sogar bei uns im Haus nach dem angeblich versteckten Geld suchen.“

Sparkasse und Justiz: Schwierige Klärung

Der Betreuer wandte sich daraufhin an die Prüfabteilung der Sparkasse, die jedoch nach etwa sechs Monaten erklärte, alle Transaktionen seien ordnungsgemäß gewesen. Der Betreuer zweifelt diese Darstellung an: „Mein Bruder war zum Zeitpunkt der Abhebungen entweder im Krankenhaus oder in der Reha“, erklärte er. Dennoch wies das Landgericht Schweinfurt seine Klage zurück, da eine Manipulation der Unterschriften nicht nachgewiesen werden konnte. Der Betreuer hat Berufung beim Oberlandesgericht Bamberg eingelegt.

Staatsanwaltschaft: Umfangreiche Ermittlungen

Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen mittlerweile auf weitere Verdachtsfälle ausgedehnt. Oberstaatsanwalt Markus Küstner sagte, der beschuldigte Berater habe offenbar seine Position bei der Sparkasse ausgenutzt, um gezielt Kunden mit falschen Versprechungen zu täuschen. Unter anderem habe er behauptet, Gelder „steuerfrei und gewinnbringend“ anlegen zu können. „Tatsächlich kam es in keinem Fall zu einer solchen Anlage“, so Küstner.

In einem besonders schweren Fall soll ein Anleger um 400.000 Euro geschädigt worden sein. Die bisher bekannten Taten reichen bis ins Jahr 2013 zurück. Neben dem Hauptbeschuldigten wird auch gegen zwei weitere Personen ermittelt.

Der Spieß wird umgedreht: Anzeige gegen den Betreuer

Besonders belastend für den Betreuer war, dass der beschuldigte Berater selbst eine Strafanzeige wegen Verleumdung gegen ihn stellte. „Das hat mich völlig aus der Bahn geworfen“, sagte der Mann. „Ich habe mein Vertrauen in Menschen und Institutionen verloren.“

Systematische Täuschung älterer Anleger

Laut der Staatsanwaltschaft richteten sich die betrügerischen Machenschaften des Beraters gezielt gegen ältere Menschen, die ihm aufgrund seiner Position bei der Sparkasse vertrauten. „In allen Fällen handelte es sich um Kunden über 80 Jahre, die teils erhebliche Bargeldbeträge übergaben“, erklärte Küstner. Der Berater selbst hat in der Untersuchungshaft bisher keine Aussage gemacht.

Die Ermittler betonen, dass auch die Rolle der Sparkasse genauer untersucht wird, insbesondere, ob interne Kontrollmechanismen ausreichend waren, um solche Taten zu verhindern. Bislang gibt es jedoch keine Hinweise darauf, dass die Bank in die Machenschaften involviert war.

Vertrauensbruch mit weitreichenden Folgen

Der Betrugsskandal erschüttert nicht nur die betroffenen Kunden, sondern wirft auch ein Schlaglicht auf den Schutz älterer Anleger und die Verantwortung von Banken. Während die Ermittlungen noch laufen, bleibt für viele der betrogenen Kunden nur die Hoffnung auf Gerechtigkeit – und eine bessere Absicherung gegen solche Fälle in der Zukunft.

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