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MedUni Wien entwickelt sicherere MDMA-Varianten: Diskussion über Ecstasy als Medikament

qimono (CC0), Pixabay

Neue Varianten von MDMA entwickelt

Ein Team der MedUni Wien hat drei neue und sicherere Varianten des Wirkstoffs MDMA entwickelt, der in der Partydroge Ecstasy enthalten ist. Diese könnten in der Psychiatrie und Psychotherapie eingesetzt werden. Die Studie wurde von der ADAC-Stiftung gefördert.
Aktuelle Forschung und Potenzial

MDMA, auch bekannt als Methylendioxyamphetamine, gehört zur chemischen Gruppe der Amphetamine und wurde 1912 entwickelt. Es ist bekannt für seine energetisierende und stimmungsaufhellende Wirkung. Konsumenten beschreiben oft eine verstärkte Zuneigung zu anderen Menschen und intensivere Sinneswahrnehmungen. Trotz dieser Effekte birgt MDMA Risiken wie Sucht, Panikattacken und Halluzinationen.
Historische und aktuelle Nutzung

In den 1970er und 80er Jahren wurde MDMA bereits in der Medizin erforscht, bevor es in den USA als stark suchtauslösend eingestuft und verboten wurde. In Österreich ist Ecstasy als Suchtgift klassifiziert. Doch das Interesse an MDMA für therapeutische Zwecke ist wieder gestiegen.
Therapeutisches Potenzial bei PTBS

MDMA hat sich in klinischen Studien als vielversprechend bei der Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) erwiesen. Ana Weidenauer vom AKH Wien betont, dass MDMA das Vertrauen zwischen Patient und Therapeut stärken und schwierige Themen leichter besprechbar machen könnte.
Einschränkungen und zukünftige Forschung

Auch wenn MDMA zugelassen wird, wird es nur in einem kontrollierten therapeutischen Umfeld verwendet werden. Voruntersuchungen und ständige Überwachung der Körperwerte sind notwendig. Ob die neuen MDMA-Varianten diese Vorkehrungen überflüssig machen, muss in weiteren Studien untersucht werden. Eine baldige Freigabe in Österreich ist jedoch unwahrscheinlich.

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