Das Kinderhilfswerk Unicef ruft zu verstärkter internationaler Unterstützung für die Menschen im Bürgerkriegsland Sudan auf. Christian Schneider, Geschäftsführer von Unicef Deutschland, warnte, dass eine Katastrophe epischen Ausmaßes drohe, sollte die Weltgemeinschaft weiterhin untätig bleiben. Die ohnehin schwierige Lage werde sich durch die bevorstehende Regenzeit voraussichtlich weiter verschlechtern.
Laut Unicef sind im Sudan 14 Millionen Kinder auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die anhaltenden Konflikte haben zu einer Verschärfung der humanitären Krise geführt, wodurch grundlegende Bedürfnisse wie Nahrung, sauberes Wasser und medizinische Versorgung nicht mehr ausreichend gedeckt werden können. Schneider betonte die Dringlichkeit der Situation und forderte die internationale Gemeinschaft auf, schnell und entschlossen zu handeln, um das Leid der betroffenen Kinder und Familien zu lindern.
Zusätzlich plant Unicef, die Hilfsmaßnahmen vor Ort auszuweiten, um den steigenden Bedürfnissen gerecht zu werden. Dazu gehören die Bereitstellung von Nahrungsmitteln, sauberem Trinkwasser, medizinischer Versorgung und psychologischer Unterstützung für traumatisierte Kinder. Um diese Maßnahmen umsetzen zu können, benötigt Unicef jedoch dringend zusätzliche finanzielle Mittel und Ressourcen.
Die Organisation appelliert an Regierungen, internationale Institutionen und private Spender, ihre Anstrengungen zu intensivieren und solidarisch zu handeln. Nur durch gemeinsame Anstrengungen könne verhindert werden, dass sich die humanitäre Krise im Sudan weiter verschlimmert und Millionen von Kindern ihrer Zukunft beraubt werden.