Mehrere deutsche Airlines haben ein innovatives Verfahren gestartet, um klimaschädliche Kondensstreifen am Himmel zu reduzieren. Im Rahmen des „100-Flüge-Programms“ beteiligen sich Lufthansa, Condor, Tuifly sowie die Frachtgesellschaften DHL und EAT, wie der Branchenverband BDL mitteilte.
In Zusammenarbeit mit der Deutschen Flugsicherung und Eurocontrol sollen Flugrouten optimiert werden, um besonders feuchte und kalte Luftmassen zu umgehen, die zur Entstehung von Kondensstreifen beitragen. Dieses Verfahren könnte eine signifikante Reduktion der Kondensstreifen und somit eine geringere Belastung des Klimas bewirken.
Neben der Optimierung der Flugrouten wird auch die Nutzung neuer Technologien und Wettervorhersagemodelle getestet, um die besten Flugrouten in Echtzeit zu bestimmen. Erste Ergebnisse des Programms sollen zeigen, ob diese Anpassungen der Flugrouten zu einer messbaren Verbesserung der Umweltbilanz führen.
Die gewonnenen Daten und Erkenntnisse könnten langfristig zur Entwicklung globaler Strategien zur Vermeidung von Kondensstreifen beitragen. Der BDL betonte die Bedeutung solcher innovativen Ansätze, um die Nachhaltigkeit in der Luftfahrtbranche zu fördern. Sollte das „100-Flüge-Programm“ erfolgreich verlaufen, könnten diese Methoden in den regulären Flugbetrieb integriert und international übernommen werden.
Diese Initiative ist Teil eines umfassenderen Engagements der Luftfahrtindustrie, ihre Umweltauswirkungen zu minimieren und nachhaltigere Praktiken zu entwickeln. Experten sind zuversichtlich, dass solche Maßnahmen einen bedeutenden Beitrag zur Reduktion der Klimaauswirkungen des Flugverkehrs leisten können.