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Wehrpflicht: SPD und AfD dafür, FDP dagegen

5933179 (CC0), Pixabay

Die Wehrbeauftragte der SPD, Eva Högl, hat mit ihrem Vorschlag, die Wehrpflicht wieder einzuführen, eine Debatte losgetreten. Gabriela Heinrich, stellvertretende SPD-Fraktionschefin, sagte gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“, dass angesichts der seit fast zehn Jahren bestehenden Aussetzung von der Wehrpflicht eine Diskussion hierüber ihre  Berechtigung habe. So könne man überprüfen, ob die ursprünglich anvisierten Ziele auch erreicht worden seien.

Der FDP-Fraktionsvize, Stephan Thomae, hat den Vorstoß allerdings zurückgewiesen. Die Auffassung, in der Bundeswehr mit der Wehrpflicht gegen rechtsextreme Umtriebe vorgehen zu können, sei abenteuerlich, sagte er. Zudem sei es nicht die Aufgabe von jungen Menschen, welche studieren oder arbeiten möchten, das Problem von Rechtsextremismus unter Soldaten zu lösen, sondern von der Bundeswehr und dem Verteidigungsministerium.

Die AfD wiederum befürwortete den Vorschlag. Deren verteidigungspolitischer Sprecher, Rüdiger Lucassen, kommentierte ihn damit, dass seit der Gründung der AfD diese für die Reaktivierung der Wehrpflicht eingetreten sei. Der Vorstoß von Eva Högl sei seit vielen Jahren der erste sinnvolle Vorschlag von der SPD, so Lucassen weiter. Die Wehrpflicht sei nicht nur zur Sicherung der Personalgewinnung, sondern garantiere zudem die gesunde Mischung von Soldaten aus allen Regionen und Schichten der deutschen Bevölkerung.

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