Green City Finance GmbH – Bilanz

Das Unternehmen sucht Geld von Kapitalanlegern. Aber, wenn Sie sich die letzte Bilanz dieses Unternehmens anschauen, würden Sie dann Ihr Geld hineinstecken wollen? Man kann nun allerdings verstehen, dass Sie Geld gebrauchen könnten…

Green City Finance GmbH

(vormals: Green City Energy Finanzvertriebs GmbH)

München

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2017

Bilanz zum 31. Dezember 2017

AKTIVA

EUR EUR EUR 31.12.2017
EUR
31.12.2016
TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand -,– -,–
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken -,– -,–
darunter: bei der Deutschen Bundesbank -,–
(Vorjahr: EUR -,–)
c) Guthaben bei Postgiroämtern -,– -,– -,–
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen -,– -,–
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar -,–
(Vorjahr: EUR -,–)
b) Wechsel -,– -,– -,–
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 126.042,93 106
b) andere Forderungen -,– 126.042,93 -,–
4. Forderungen an Kunden 128.913,28 132
darunter: gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten -,–
(Vorjahr: EUR -,–)
darunter: durch Grundpfandrechte gesichert -,–
(Vorjahr: EUR -,–)
darunter: Kommunalkredite -,–
(Vorjahr: EUR -,–)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten -,– -,–
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank -,–
(Vorjahr: EUR -,–)
ab) von anderen Emittenten -,– -,– -,–
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank -,–
(Vorjahr: EUR -,–)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten -,– -,–
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank -,–
(Vorjahr: EUR -,–)
bb) von anderen Emittenten -,– -,– -,–
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank -,–
(Vorjahr: EUR -,–)
c) eigene Schuldverschreibungen -,– -,– -,–
Nennbetrag -,–
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere -,– -,–
6a. Handelsbestand -,– -,–
7. Beteiligungen -,– -,–
darunter: an Kreditinstituten -,–
(Vorjahr: EUR -,–)
darunter: an Finanzdienstleistungsinstituten -,–
(Vorjahr: EUR -,–)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen -,– -,–
darunter: an Kreditinstituten -,–
(Vorjahr: EUR -,–)
darunter: an Finanzdienstleistungsinstituten -,–
(Vorjahr: EUR -,–)
9. Treuhandvermögen -,– -,–
darunter: Treuhandkredite -,–
(Vorjahr: EUR -,–)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch -,– -,–
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte -,– -,–
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,00 1
c) Geschäfts- oder Firmenwert -,– -,–
d) geleistete Anzahlungen -,– 1,00 -,–
12. Sachanlagen 3.356,00 -,–
13. Eingefordertes, noch nicht eingezahltes Kapital -,– -,–
14. Sonstige Vermögensgegenstände 6.570,00 7
15. Rechnungsabgrenzungsposten 1.376,92 1
16. Aktive latente Steuern -,– -,–
17. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung -,– -,–
18. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag -,– -,–
SUMME DER AKTIVA 266.260,13 247

PASSIVA

EUR EUR EUR 31.12.2017
EUR
31.12.2016
TEUR
a) täglich fällig -,– -,–
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist -,– -,– -,–
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden -,–
darunter: gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten -,–
(Vorjahr: EUR -,–)
3. Verbriefte Verbindlichkeiten -,–
a) begebene Schuldverschreibungen -,– -,–
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten -,– -,– -,–
darunter: Geldmarktpapiere -,–
(Vorjahr: EUR -,–)
darunter: eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf -,–
(Vorjahr: EUR -,–)
3a. Handelsbestand -,– -,–
4. Treuhandverbindlichkeiten -,– -,–
darunter: Treuhandkredite -,–
(Vorjahr: EUR -,–)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 16.387,97 20
6. Rechnungsabgrenzungsposten -,– -,–
6a. Passive latente Steuern -,– -,–
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen -,– -,–
b) Steuerrückstellungen -,– -,–
c) andere Rückstellungen 50.229,69 50.229,69 37
8. (gestrichen) -,– -,–
9. Nachrangige Verbindlichkeiten -,– -,–
10. Genussrechtskapital -,– -,–
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig -,–
(Vorjahr: EUR -,–)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken -,– -,–
12. Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile -,– -,–
13. Eigenkapital
a) Eingefordertes Kapital
Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlagen -,– 25.000,00 -,–
b) Kapitalrücklage 450.000,00 450
c) Gewinnrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage -,– -,–
cb) Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen -,– -,–
cc) satzungsmäßige Rücklagen -,– -,–
cd) andere Gewinnrücklagen -,– -,– -,–
d) Bilanzgewinn/Bilanzverlust -275.357,53 199.642,47 -285
SUMME DER PASSIVA 266.260,13 247
EUR 31.12.2017
EUR
31.12.2016
EUR
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln -,– -,–
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen -,– -,–
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten -,– -,– -,–
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften -,– -,–
b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen -,– -,–
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen -,– -,– -,–

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2017

EUR EUR 2017
EUR
2016
TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften -,– -,–
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen -,– -,– -,–
2. Zinsaufwendungen -,– -,– -,–
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren -,– -,–
b) Beteiligungen -,– -,–
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen -,– -,– -,–
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen -,– -,–
5. Provisionserträge 694.504,24 457
6. Provisionsaufwendungen -97.003,02 597.501,22 -193
7a. Ertrag des Handelsbestands -,– -,–
7b. Aufwand des Handelsbestands -,– -,–
8. Sonstige betriebliche Erträge 8.464,20 -,–
9. (gestrichen) -,– -,–
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -316.029,99 -94
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -67.138,15 -383.168,14 -18
darunter: für Altersversorgung EUR 1.312,68 (Vorjahr: EUR 406,16)
b) andere Verwaltungsaufwendungen -166.716,43 -549.884,57 -291
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -1.526,97 -1
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen -45.064,60 -,–
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -,– -,–
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft -,– -,– -,–
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere -,– -,–
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren -,– -,– -,–
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme -,– -,–
18. (gestrichen) -,– -,–
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 9.489,28 -140
20. Außerordentliche Erträge -,– -,–
21. Außerordentliche Aufwendungen -,– -,–
22. Außerordentliches Ergebnis -,– -,– -,–
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -,– -,–
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen -,– -,– -,–
25. Erträge aus Verlustübernahme -,– -,–
26. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne -,– -,–
27. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 9.489,28 -140
28. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr -284.846,81 -145
-275.357,53 -285
29. Entnahmen aus der Kapitalrücklage -,– -,–
-275.357,53 -285
30. Entnahmen aus Gewinnrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage -,– -,–
b) aus der Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen -,– -,–
c) aus satzungsmäßigen Rücklagen -,– -,–
d) aus anderen Gewinnrücklagen -,– -,– -,–
-275.357,53 -285
31. Entnahmen aus Genussrechtskapital -,– -,–
-275.357,53 -285
32. Einstellungen in Gewinnrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage -,– -,–
b) in die Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen -,– -,–
c) in satzungsmäßige Rücklagen -,– -,–
d) in andere Gewinnrücklagen -,– -,– -,–
-275.357,53 -285
33. Wiederauffüllung des Genussrechtskapitals -,– -,–
34. BILANZGEWINN/BILANZVERLUST -275.357,53 -285

Anhang für das Geschäftsjahr 2017

I. Allgemeine Angaben

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Forderungen an Kunden

2. Anlagewerte

3. Sonstige Vermögensgegenstände

4. Sonstige Verbindlichkeiten

5. Rückstellungen

6. Eigenkapital

7. Bilanzverlust

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufgliederung nach geographischen Märkten gemäß § 34 Abs. 2 Nr. 1 RechKredV

2. Dritten erbrachte Dienstleistungen

V. Sonstige Angaben

1. Abschlussprüferhonorar

2. Arbeitnehmer

3. Konzernabschluss

4. Organe der Gesellschaft

5. Ergebnisverwendung

6. Nachtragsbericht

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist im Handelsregister München unter der Nummer HRB 203566 eingetragen.

Die Bilanzierung wird unter der Annahme der Unternehmensfortführung vorgenommen. Die Gesellschaft befindet sich in der Aufbauphase. Seit dem Geschäftsjahr 2017 besteht bei der Gesellschaft eine Kostenübernahmevereinbarung mit der Muttergesellschaft Green City Energy AG. Hierdurch werden die, die Provisionen übersteigenden Kosten ausgeglichen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Gesellschaft gelten die Regelungen für große Kapitalgesellschaften gemäß § 340a HGB, weshalb der Jahresabschluss nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, ergänzend um die Kreditinstituts-Rechnungslegungsverordnung – RechKredV aufgestellt wurde. Der Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung liegen die Vorschriften gemäß § 2 RechKredV zugrunde.

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert beibehalten.

Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden werden zum Nominalwert angesetzt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Anlagenwerte und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Als Nutzungsdauer wurden drei Jahre zugrunde gelegt. Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Wert bis zu EUR 410 wurden in Übereinstimmung mit § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Rückstellungen werden unter Berücksichtigung der Erkenntnisse bei Abschlusserstellung nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Forderungen an Kunden

Die Fälligkeiten der Forderungen ergeben sich aus folgender Aufstellung:

Laufzeit Art der Forderung unbestimmte Laufzeit
in EUR
< 3 Monate
in EUR
>3 Monate ≤ 1 Jahr
in EUR
>1 Jahr ≤ 5 Jahre
in EUR
>5 Jahre
in EUR
Gesamt
in EUR
Forderungen an Kunden 128.913,28 0,00 0,00 0,00 0,00 128.913,28
(Vorjahr) (132.073,90) (0,00) (0,00) (0,00) (0,00) (132.073,90)
Summen 128.913,28 0,00 0,00 0,00 0,00 128.913,28

Die Forderungen an Kunden sind zugleich Forderungen gegen Gesellschafter (TEUR 22; Vj: TEUR 132) sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 129; Vj: TEUR 0). Sie sind unverbrieft.

2. Anlagewerte

Die Entwicklung der Anlagewerte ist in dem gesonderten Anlagenspiegel 2017 dargestellt.

3. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen Erstattungsansprüche aus Gewerbesteuervorauszahlungen (TEUR 7; Vj: TEUR 7).

4. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 8; Vj; TEUR 14) sowie Steuerverbindlichkeiten (TEUR 8; Vj: TEUR 6). Die Restlaufzeit beträgt kleiner 1 Jahr. Die im Vorjahr ausgewiesenen Verbindlichkeiten hatten ebenfalls eine Restlaufzeit von kleiner 1 Jahr.

5. Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen betreffen Prüfungs- und Abschlusskosten (TEUR 42; Vj: TEUR 30) sowie den Personalbereich (TEUR 8; Vj: TEUR 7).

6. Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt am Bilanzstichtag EUR 25.000,00 und ist vollständig einbezahlt. Die bestehende Kapitalrücklage von EUR 450.000,00 wurde im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB gebildet.

7. Bilanzverlust

Der Bilanzverlust enthält einen Jahresüberschuss von EUR 9.489,28 und einen Verlustvortrag von EUR -284.846,81.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufgliederung nach geographischen Märkten gemäß § 34 Abs. 2 Nr. 1 RechKredV

Die Provisionserträge sowie die sonstigen betrieblichen Erträge wurden vollständig im Inland erzielt.

2. Dritten erbrachte Dienstleistungen

Die Gesellschaft erbringt Dritten gegenüber folgende Dienstleistungen:

– Anlagevermittlung

V. Sonstige Angaben

1. Abschlussprüferhonorar

Die im Geschäftsjahr 2017 als Aufwand erfassten Honorare des Abschlussprüfers gliedern sich wie folgt:

Abschlussprüfungsleistungen: TEUR 23
Andere Bestätigungsleistungen: TEUR10

2. Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2017 waren durchschnittlich vier Mitarbeiter als Angestellte beschäftigt (Vj.einMitarbeiter).

3. Konzernabschluss

Die alleinige Gesellschafterin, Green City Energy AG, erstellt einen Konzernabschluss zum 31.Dezember 2017.

Die Green City Energy Finanzvertriebs GmbH wird zu 100 % per Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017 werden beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

4. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

Gesamtvertretungsberechtigte Mitglieder der Geschäftsführung der Gesellschaft waren im Berichtszeitraum:

– Herr Frank Wolf, Vorstand der Green City Energy AG

– Frau Kathrin Enzinger, hauptamtliche Geschäftsführerin

Herr Wolf ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Von der Anwendung der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

5. Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, über die zu berichten wäre.

 

München, den 30. März 2018

Geschäftsführer Frank Wolf

Geschäftsführerin Kathrin Enzinger

Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017

(Anlagenspiegel 2017)

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2017
EUR
Zugänge 2017
EUR
Umbuchungen 2017
EUR
Abgänge 2017
EUR
Stand 31.12.2017
EUR
Immaterielle Anlagewerte
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.927,00 0,00 0,00 0,00 3.927,00
Sachanlagen
Geschäftsausstattung 0,00 4.315,02 0,00 0,00 4.315,02
Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 23,95 23,95 0,00
Gesamtbetrag 3.927,00 4.338,97 0,00 23,95 8.242,02
Abschreibungen
Stand 01.01.2017
EUR
Zugänge 2017
EUR
Abgänge 2017
EUR
Stand 31.12.2017
EUR
Immaterielle Anlagewerte
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.382,00 544,00 0,00 3.926,00
Sachanlagen
Geschäftsausstattung 0,00 959,02 0,00 959,02
Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 23,95 23,95 0,00
Gesamtbetrag 3.382,00 1.526,97 23,95 4.885,02
Buchwerte
Stand 31.12.2017
EUR
Stand 31.12.2016
EUR
Immaterielle Anlagewerte
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,00 545,00
Sachanlagen
Geschäftsausstattung 3.356,00 0,00
Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 0,00
Gesamtbetrag 3.357,00 545,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017

I. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

II. WIRTSCHAFTSBERICHT

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

a) Gesamtwirtschaft

b) Marktüberblick Erneuerbare Energien

c) Gesellschaftliches Bewusstsein

d) Finanzmarkt

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs und Geschäftsergebnis

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

d) Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens

III. RISIKOBERICHT

a) Risiken der künftigen Entwicklung

b) Darstellung und Ergebnisse des Risikomanagementsystems, Gesamtbild der Risikolage

c) Adressausfallrisiko

d) Marktpreisrisiko

e) Liquiditätsrisiken

f) Ertragsrisiken

g) Operationelle Risiken

IV. CHANCENBERICHT

Zusammenfassende Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken

V. PROGNOSEBERICHT

I. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

Die Green City Energy Finanzvertriebs GmbH (im Weiteren: GCE Finanzvertrieb) hat den Vertrieb von Geldanlagen, insbesondere der Green City Energy-Gruppe, mit dem Schwerpunkt Ökologie zum Ziel.

Die GCE Finanzvertrieb ist ein Wertpapierhandelsunternehmen im Sinne des Gesetzes über das Kreditwesen (KWG). Ihr Gegenstand ist die Anlagevermittlung i. S. d. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 und 1a KWG betreffend Geldanlagen mit Schwerpunkt Ökologie. Die Gesellschaft ist nicht berechtigt, sich bei der Erbringung der vorgenannten Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen sowie Finanzinstrumente auf eigene Rechnung anzuschaffen und/oder zu veräußern.

II. WIRTSCHAFTSBERICHT

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

a) Gesamtwirtschaft

Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem kräftigen konjunkturellen Aufschwung. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2017 preisbereinigt um 2,2 Prozent gestiegen. Für das laufende Jahr erwartet die Bundesregierung eine weitere Expansion um 2,4 Prozent. Begünstigend für die deutsche Wirtschaft wirkt das wieder freundlichere weltwirtschaftliche Umfeld. Dies hat zur Belebung des Außenhandels und der Investitionen beigetragen. Die binnenwirtschaftlichen Auftriebskräfte bleiben eine solide Grundlage der positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

Die gute gesamtwirtschaftliche Lage zeigt sich insbesondere am Arbeitsmarkt. Die Zahl der Erwerbstätigen lag 2017 nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes bei rund 44,3 Millionen und damit auf einem neuen Höchststand. Der Beschäftigungsaufbau setzt sich auch 2018 fort. Die Arbeitslosenquote hat im Jahr 2017 den niedrigsten Stand seit über 25 Jahren erreicht. Die Zahl der Arbeitslosen wird im laufenden Jahr voraussichtlich im Jahresdurchschnitt um knapp 150 Tausend Personen weiter abnehmen. Die Beschäftigten haben in den vergangenen Jahren spürbare Reallohnsteigerungen erfahren. Die Nettolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer haben seit 2010 preisbereinigt um durchschnittlich 1,1 Prozent pro Jahr zugenommen. Die Preissteigerungsrate betrug im vergangenen Jahr 1,8 Prozent und lag in der Nähe der Zielinflationsrate der Europäischen Zentralbank (EZB) für das Eurowährungsgebiet insgesamt. Trotz einer leichten Überauslastung der Wirtschaft und Anspannungen in einigen Bereichen lässt sich in Deutschland derzeit keine Überhitzung konstatieren.

Die öffentlichen Finanzen haben sich stetig verbessert. Solides Wirtschaftswachstum oberhalb des Potenzialwachstums und ein Rekordbeschäftigungsstand haben außergewöhnlich gute Voraussetzungen für die Finanzpolitik geschaffen und gesamtstaatliche Haushaltsüberschüsse ermöglicht. Außerdem wird die Schuldenstandsquote im Finanzplanungszeitraum unter die Maastricht-Obergrenze von 60 Prozent des BIP zurückgeführt. Gleichzeitig konnten bei soliden Staatsfinanzen die öffentlichen Investitionen deutlich gesteigert werden. Der Bund investiert mehr in die Infrastruktur, Bildung und Forschung. Darüber hinaus wurden die Rahmenbedingungen für private Investitionen verbessert. Beides zusammen hat dazu beigetragen, das Produktionspotenzial zu stärken.

Europa hat sich wirtschaftlich weiter erholt: Alle 28 EU-Staaten verzeichnen Wirtschaftswachstum, die Arbeitslosigkeit in der Europäischen Union (EU) ist so niedrig wie seit neun Jahren nicht mehr. Gleichwohl steht Europa auch vor großen Herausforderungen – seien es der Kampf gegen Terrorismus, die Bewältigung der Migration, die Digitalisierung, die Verstetigung des Wachstums unter anderem durch Strukturreformen und Investitionen, oder der Klimawandel.

Auch der Klimawandel und seine Folgen stellen eine Herausforderung für fortgesetztes Wirtschaftswachstum und steigenden Wohlstand dar. Klimaschutz kann aber gleichzeitig zu Lebensqualität und Beschäftigung beitragen. Vor diesem Hintergrund hat die Bundesregierung zugleich die Klimaverträglichkeit ihrer Maßnahmen und die Besonderheiten der deutschen Wirtschaft im Blick. Der Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung gibt hierfür im Einklang mit dem Klimaschutzabkommen von Paris Orientierung.

Übersicht 1: Ausgewählte Eckwerte der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland (1)

Veränderung gegenüber Vorjahr in Prozent soweit nicht anders angegeben 2016 2017 Jahresprojektion 2018
ENTSTEHUNG des Bruttoinlandsprodukts (BIP)
BIP (preisbereinigt) 1,9 2,2 2,4
Erwerbstätige (im Inland) 1,3 1,5 1,1
Arbeitslosenquote in Prozent (Abgrenzung der Bundesagentur für Arbeit – BA) (2) 6,1 5,7 5,3
VERWENDUNG des BIP preisbereinigt (real)
Private Haushalte und private Organisationen ohne Erwerbszweck 2,1 2,0 1,9
Ausrüstungen 2,2 3,5 5,0
Bauten 2,7 2,6 2,8
Inlandsnachfrage 2,4 2,2 2,3
Exporte 2,6 4,7 5,3
Importe 3,9 5,2 5,8
Außenbeitrag (Impuls) (3) -0,3 0,2 0,2
Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer 2,5 2,7 2,9

(1) Bis 2017 vorläufige Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes; Stand: Januar 2017.

(2) Bezogen auf alle Enverbspersonen.

(3) Absolute Veränderung der Vorräte bzw. des Außenbeitrags in Prozent des BIP des Vorjahres (= Beitrag zur Zuwachsrate des BIP).

Quelle: Jahreswirtschaftsbericht 2018. Für inklusives Wachstum in Deutschland und Europa; Bundesministerium für Wirtschaft und Energie; Berlin; Januar 2018

b) Marktüberblick Erneuerbare Energien

Die erneuerbaren Energien konnten 2017 einen Anteil an der Stromerzeugung [Netto] von 38,5% erreichen und haben damit einen neuen Rekord aufgestellt. Ökostrom-Anlagen lieferten im Jahr2017 rund 210 Terawattstunden [Mrd. kWh] und speisten damit 16,1% mehr regenerativen Strom in das öffentliche Netz ein als im Vorjahr [181 TWh].

Im Wesentlichen sorgten gute Windverhältnisse, der Anlagenzubau und eine höhere Zahl von Sonnenstunden für mehr Ökostrom-Einspeisung.

Am meisten zugelegt hat die Stromerzeugung bei der Windkraft. Erstmals wurde die 100-Terawatt-Marke übertroffen [103 Mrd. kWh], was einem Zuwachs von 33% in nur einem Jahr entspricht. Damit steigt die Windenergie 2017 zur zweitwichtigsten Stromquelle hinter der Braunkohle auf. Rekordmonat mit einem Allzeithoch von 14,9 Milliarden Kilowattstunden war der Dezember 2017, gefolgt vom Oktober mit 12,6 Mrd. kWh. In den Rekordmonaten lieferte der Wind 28% mehr Strom als deutsche Braunkohlekraftwerke. On- und Offshore Windkraft-Anlagen haben mit 49% den größten Anteil an der EE-Stromerzeugung.

Bei der Photovoltaik kam es zu einem Zuwachs von 2%. Deutsche Solaranlagen lieferten etwas mehr als 38 Mrd. Kilowattstunden und trugen damit 7% saubere Energie zum deutschen Strommix bei. Die Stromerzeugung aus Wasserkraft stieg gegenüber dem Vorjahr um knapp 2 Mrd. Kilowattstunden [+9,6%].

Laut einer ersten Schätzung des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg [ZSW] und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft [BDEW] liegt der Anteil der Erneuerbaren Energien am deutschen Stromverbrauch bei 36%, was einem Anstieg um 4,4 Prozentpunkte entspricht. Der Stromverbrauch ist 2017 um 0,8% gestiegen.

Bruttostromerzeugung in Deutschland 2017

Bild

Quelle: https://1-stromvergleich.com/strom-report/strommix/strommix-2017-deutschland

Die Green City Energy AG geht von weiterhin starken Zubauraten von Erneuerbaren Energien in Deutschland und Europa aus. Die Energiewende wird weiterhin vor allem von den stark steigenden Anteilen der Windenergie und der Solarenergie in Deutschland vorangetrieben und manifestiert werden.

c) Gesellschaftliches Bewusstsein

Deutschland kommt im Jahr 2017 beim Ausbau der Erneuerbaren Energien deutlich voran, stagniert jedoch beim Klimaschutz. Die Erfolge sind eindeutig: Erneuerbaren-Ausbau, Atomausstieg und auch das langsame Zurückfahren der Steinkohleverstromung kommen voran. Mit einem Anteil von 36,1Prozent am Bruttostromverbrauch erreichen die Erneuerbaren Energien einen neuen Rekordwert. Erstmals rangierte die Windenergie in der Stromproduktion vor der Kernenergie und der Steinkohle. Da außerdem einige Steinkohlekraftwerke stillgelegt und Erdgaskraftwerke wieder wettbewerbsfähiger wurden, sanken die CO 2-Emissionen der Stromerzeugung das vierte Jahr in Folge. Allerdings stehen dem auch Misserfolge gegenüber: Der Primärenergieverbrauch und der Stromverbrauch steigen wieder an. Steigende Verbräuche von Benzin, Diesel und Erdgas sowie eine konstant hohe Braunkohleverstromung führen dazu, dass die Treibhausgasemissionen Deutschlands 2017 auf hohem Niveau stagnieren und zum dritten Jahr in Folge nicht sinken. Die Energieeffizienz- und Klimaschutzziele Deutschlands für 2020 rücken damit in weite Ferne, wenn nicht durch ein Sofortprogramm Klimaschutz 2020 massiv gegengesteuert wird.

Innerhalb der Bevölkerung wird der Energiewende eine große Bedeutung beigemessen. Das zeigt die 2017 erstmals vorgenommene repräsentative Erhebung des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS). Im Sozialen Nachhaltigkeitsbarometer der Energiewende wurden 7.000 Haushalte nach ihrer Einstellung zur Energiewende befragt – eine im Vergleich zu anderen Umfragen sehr große Stichprobe. Dabei stellte sich heraus, dass 89 Prozent der Bevölkerung die Energiewende für richtig halten. Während sich davon 14 Prozent nicht direkt an der Energiewende beteiligen mochten, sahen sich 75 Prozent auch selbst in der Handlungspflicht. Sie betrachten die Energiewende als eine gesellschaftliche Gemeinschaftsaufgabe, zu der jeder einen Beitrag leisten sollte.

Quelle: Agora https://www.agora-energiewende.de/de/themen/-agothem-/Produkt/produkt/466/Die+Energiewende+im+ Stromsektor%3A+Stand+der+Dinge+2017/

d) Finanzmarkt

Der breit angelegte und solide Konjunkturaufschwung im Euro-Währungsgebiet setzt sich fort. Im dritten Quartal 2017 erhöhte sich das reale BIP um 0,7 % gegenüber dem Vorquartal, nachdem im vorangegangenen Jahresviertel ein Anstieg in gleicher Höhe verzeichnet worden war. Ausschlaggebend hierfür waren positive Beiträge der Binnennachfrage und des Außenhandels.

Quelle: Europäische Zentralbank, Wirtschaftsbericht 01/2018, Online-Version Stand 8.Februar 2018 (Seite 13)

Ein kräftiger Aufschwung, niedrige Zinsen sowie höhere, aber immer noch moderate Inflationsraten kennzeichneten im Jahr 2017 die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Euroraum. Gesamtwirtschaftliche Lage und Konjunkturaussichten sind so gut wie seit Jahren nicht mehr. Das schafft eine Perspektive für die Normalisierung der Geldpolitik und bietet eine gute Ausgangslage, um verbleibende Herausforderungen im Bereich der Wirtschafts- und Finanzpolitik entschlossen anzugehen.

Aus der wirtschaftlichen Erholung im Euroraum ist ein echter Aufschwung geworden. Die wirtschaftliche Aktivität ist im Jahr 2017 deutlich schneller gewachsen als im Vorjahr. Im Jahresdurchschnitt stand eine Gesamtwachstumsrate von 2,5%. Die Impulse kamen dabei sowohl von einer lebhaften Binnennachfrage als auch von der Außenwirtschaft. Hier profitierte der Euroraum auch von der günstigen Entwicklung der Weltwirtschaft. In 120 Ländern hat sich das Wachstum im Jahr 2017 beschleunigt.

Die Binnennachfrage im Euroraum wurde von der voranschreitenden Erholung auf den Arbeitsmärkten in den Euro-Ländern gestützt. Insgesamt haben die steigende Beschäftigung und volle Auftragsbücher im Jahr 2017 aber für eine anhaltend gute Stimmung bei Verbrauchern und Unternehmen im Euroraum gesorgt. Viele Stimmungsindikatoren bewegten sich zum Jahresende2017 auf langjährigen Höchstständen. Dies deutet darauf hin, dass die gute Entwicklung weiter anhält. Die Projektionen des Eurosystems gehen davon aus, dass die Wirtschaftsaktivität im Euroraum im Jahr 2018 mit 2,3% eine ähnliche Dynamik aufweisen wird wie im Jahr 2017.

Seit dem Jahr 2014 ist hierzulande auch ein verstärktes Interesse an Aktien und Investmentfondsanteilen zu verzeichnen. Umfassende Portfolioumschichtungen der privaten Haushalte waren in den vergangenen Jahren aber nicht zu beobachten. Das Anlageverhalten der privaten Haushalte in Deutschland wird offenbar weniger von der Rendite, sondern vor allem von individuellen Präferenzen und demografischen sowie institutionellen Faktoren geprägt. Und die verändern sich über die Zeit hinweg nur langsam.

Das Jahr 2017 war indes ein schwieriges für die Handelspolitik. Am 29. März 2017 hat das Vereinigte Königreich der Europäischen Union offiziell seine Absicht mitgeteilt, aus dieser auszutreten. Damit begann eine zweijährige Frist, in der das Vereinigte Königreich mit der Europäischen Union ein Austrittsabkommen verhandeln kann. Nachdem beide Seiten in einem ersten Verhandlungsschritt eine Einigung in strittigen Fragen über die Austrittsmodalitäten erzielt haben, hat sich die Europäische Union bereit erklärt, nun auch über die künftigen Beziehungen zum Vereinigten Königreich zu verhandeln. Beide Seiten streben an, bis zum März 2019 auch hierüber eine Einigung zu erzielen.

Gleich zu Jahresbeginn 2017 rief zudem der neu ins Amt eingeführte Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, eine „America first“- Politik aus. Die neue amerikanische Regierung zeigte sich außerdem skeptisch gegenüber einem regelbasierten multilateralen Handelssystem. Im Januar 2017 erklärten die Vereinigten Staaten zudem ihren Rückzug aus der Transpazifischen Partnerschaft (TPP), einem geplanten Handelsabkommen mit pazifischen Staaten. Darüber hinaus haben die Vereinigten Staaten eine Neuverhandlung des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (North American Free Trade Agreement: NAFTA) angestoßen. Die Verhandlungen der Vereinigten Staaten mit der Europäischen Union über eine Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (Transatlantic Trade and Investment Partnership: TTIP) pausieren seit Anfang des Jahres 2017.

Quelle: Geschäftsbericht Deutsche Bundesbank 2017, veröffentlicht am 27.02.18

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs und Geschäftsergebnis

Das Geschäftsmodell der GCE Finanzvertrieb ist der Vertrieb der entwickelten und erstellten Finanzprodukte der Green City Energy AG. Im Geschäftsjahr 2017 gibt es drei Finanzprodukte – die Bürgeraktie, der Kraftwerkspark III und der Solarimpuls I – für die die GCE Finanzvertrieb die Vermittlung übernommen hat. Für die drei Produkte hat die GCE Finanzvertrieb einen Kapitalvermittlungsvertrag abgeschlossen. Insgesamt wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Zeichnungsvolumen in Höhe von 12.481 TEUR (Vj. 11.009 TEUR) vermittelt.

Für ihre Vertriebsleistungen erhält die GCE Finanzvertrieb eine Vermittlungsprovision. Um einen wirtschaftlichen Absatz zu erzielen, bedient sich die GCE Finanzvertrieb zur Unterstützung externer Vertriebsunternehmen. Die Provisionserträge von 695 TEUR (Vj. 457 TEUR) und die Provisionsaufwendungen in Höhe von 97 TEUR (Vj. 193 TEUR) spiegeln das Provisionsergebnis in 2017 in Höhe von 598 TEUR (Vj. 264 TEUR) wieder.

Die GCE Finanzvertrieb hat im Geschäftsjahr 2017 ein Jahresergebnis von 9 TEUR (Vj. -140 TEUR) erwirtschaftet. Dieses Ergebnis entspricht der Prognose im Lagebericht 2016.

Im Geschäftsjahr 2017 bestanden keine für das Verständnis des Geschäftsverlaufs bedeutsamen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren.

a) Ertragslage

Überblick Ergebniskennzahlen der Green City Energy Finanzvertriebs GmbH

2017
in TEUR
2016
in TEUR
Veränderung
in TEUR
Provisionserträge 695 457 238
Provisionsaufwendungen -97 -193 96
Ergebnis Provisionen 598 264 334
Sonstige betriebliche Erträge 8 0 8
Personalaufwand -383 -112 -271
andere Verwaltungsaufwendungen -167 -291 124
Sonst. betriebl. Aufwendungen, AfA -47 -1 46
Erträge aus Auflösung Rückstellung 0 0 0
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 9 -140 149
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 0 0
Erträge aus Verlustübernahme 0 0 0
Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss 9 -140 149

Das Ergebnis Provisionen hat sich zum Vorjahr um 334 TEUR verbessert. Die Erhöhung des Provisionsergebnisses ist darauf zurückzuführen, dass im Geschäftsjahr weitere Vertriebsprodukte hinzugekommen sind und zudem die GCE Finanzvertrieb ein volles Jahr im Vertrieb war. Im Jahr 2016 war die GCE Finanzvertrieb erst ab Zulassung als §32 KWG Institut per 1.April tätig. Zudem ist im Provisionsergebnis der gegenüber der Muttergesellschaft Green City Energy AG erzielte Ertrag aus Kostenübernahme (177TEUR) enthalten.

Im aktuellen Geschäftsjahr beschäftigt die GCE Finanzvertrieb im zweiten Jahr in Folge eigenes Personal, was zu einem Personalaufwand von 383 TEUR (Vj. 112 TEUR) führt. Das eingestellte Personal übernimmt seit 2016 die Vertriebsleistungen, die zuvor eingekauft wurde, was wiederum zur Verbesserung des Provisionsergebnisses beiträgt.

Im aktuellen Jahr sind die anderen Verwaltungsaufwendungen gesunken von im Vorjahr 291TEUR auf 167 TEUR, [KE1] was im Wesentlichen auf noch im Vorjahr eingekauften Dienstleistungen zurück zu führen ist. Die Aufwendungen verteilen sich über die Positionen andere Verwaltungsaufwendungen und sonstige betriebliche Aufwendungen.

Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft mit der Green City Energy AG als Muttergesellschaft einen Vertrag über die Erbringung von Vertriebsleistungen (Kostenübernahme im Fall von Unterdeckungen) abgeschlossen, wodurch sich ein Jahresgewinn im Vergleich zum Vorjahr ergibt.

b) Finanzlage

Überblick Cash-Flow Entwicklung der Green City Energy Finanzvertriebs GmbH

2017
EUR
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 24.472
Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit -4.315
Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit 0
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands 20.157
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 105.886
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 126.043

Die Cash-Flow-Entwicklung spiegelt die Finanzlage der GCE Finanzvertrieb für das Geschäftsjahr 2017 wider.

Die GCE Finanzvertrieb verwendet ihr durch Provisionen erwirtschaftetes Kapital ausschließlich für ihre laufende Geschäftstätigkeit beispielsweise für das Vertriebspersonal, Provisionsaufwendungen, Vertriebskosten im Zusammenhang mit Werbung usw. Daraus resultiert der positive Cash-Flow aus der Geschäftstätigkeit.

Der negative Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit resultiert aus der Anschaffung von Geschäftsausstattung.

Die GCE Finanzvertriebs GmbH hat keinen Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit. Die Gesellschaft darf aufgrund ihrer Einstufung als Wertpapierhandelsunternehmen nicht eingesammelte Gelder in bspw. andere Finanzanlagen investieren oder als Finanzierungen ausgeben.

Die Gesellschaft ist fast ausschließlich durch Eigenkapital finanziert. Die Liquidität der Gesellschaft und ihre Fähigkeit, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, waren im Geschäftsjahr zu jedem Zeitpunkt gegeben. Außerbilanzielle Verpflichtungen bestanden nicht. Beschränkungen in der Verfügbarkeit der Forderungen gegen Kreditinstitut

c) Vermögenslage

Überblick Ergebniskennzahlen der Green City Energy Finanzvertriebs GmbH

Jahr
in TEUR
2017 Prozent Jahr
in TEUR
2016 Prozent Veränderung
in TEUR
AKTIVA
Forderungen an Kreditinstitute, täglich fällig 126 47,37% 106 42,92% 20
Forderungen an Kunden 129 48,50% 132 53,54% -3
Immaterielle Anlagewerte 0 0,00% 1 0,22% -1
Sachanlagen 3 1,13% 0 0,00% 3
Sonstige Vermögensgegenstände 7 2,63% 7 2,77% 0
Rechnungsabgrenzungsposten 1 0,37% 1 0,56% 0
Bilanzsumme 266 100,00% 247 100,00% 19
PASSIVA
Sonstige Verbindlichkeiten 16 6,01% 20 7,96% -4
Rückstellungen 50 18,80% 37 14,96% 13
Eigenkapital 200 75,19% 190 77,08% 10
Bilanzsumme 266 100,00% 247 100,00% 19

Die Forderungen an Kunden in Höhe von 129 TEUR (Vj. 132 TEUR) betreffen im Wesentlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen, hier Green City Solarimpuls I GmbH & Co. KG, aus der Provisionsabrechnung Dezember 2017, die noch im Geschäftsjahr vom Konto der Green City Solarimpuls GmbH & Co. KG angewiesen wurde. Der Geldeingang auf dem Konto der GCE Finanzvertrieb erfolgte jedoch erst am 2. Januar des Folgejahres. Die Forderung ist somit vollständig beglichen. Der Anstieg der Forderungen rührt lediglich aus den Abrechnungsmodalitäten, sodass die Abrechnung und der Zahlungsfluss über den Stichtagswechsel auseinanderfallen.

Sonstige Vermögensgegenstände sind zum Vorjahr unverändert. Es handelt sich hierbei um eine Steuerrückforderung aus dem Vorjahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen die Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt aufgrund des Personals sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Rückstellungen haben im Vergleich zum Vorjahr verhältnismäßig stark zugenommen. Durch die im April 2016 erhaltene Zulassung zu einem Finanzdienstleistungsinstitut sind die Prüfungsanforderungen der GCE Finanzvertrieb gestiegen. Neben einer Jahresabschlussprüfung gemäß Handelsgesetzbuch muss auch eine Prüfung gemäß Wertpapierhandelsgesetz durchgeführt werden. Zudem wurde die Revision ausgelagert. Zudem hat für das Jahr 2017 die Bundesbank eine Vor-Ort-Prüfung angekündigt.

Das Eigenkapital ist leicht angestiegen wohingegen die Eigenkapitalquote leicht gesunken ist. Ursache für den Anstieg des Eigenkapitals ist der im Geschäftsjahr erzielte Jahresgewinn. Die Eigenkapitalquote fällt von rd. 77% auf rd. 75%.

d) Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens

Die GCE Finanzvertrieb hat im laufenden Geschäftsjahr ein positives Jahresergebnis erreicht. Dies ist im Wesentlichen auf die stabile Auftragslage sowie auf der mit der Green City Energy AG abgeschlossenen Vereinbarung über die Erbringung von Vertriebsleistungen zurück zu führen und dies führt ebenfalls auch zu einem Liquiditätszufluss der über den Liquiditätsabfluss des Geschäftsjahres hinausgeht. Die Geschäftsentwicklung ist im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt zufriedenstellend verlaufen.

III. RISIKOBERICHT

a) Risiken der künftigen Entwicklung

Die GCE Finanzvertrieb ist im Bereich der Privatkundenbetreuung durch Anlagevermittlung tätig. Zudem geht die GCE Finanzvertrieb mit Vertriebspartnern (Banken, KWG‐Vermittler) Vertriebsvereinbarungen ein, die wiederum die Finanzprodukte in deren Angebot für deren Kunden haben. Zudem werden die Finanzprodukte nun gezielt auch institutionellen Partnern angeboten.

Es besteht das Risiko, dass das bestehende Geschäftsmodell nicht mehr marktfähig ist. Es besteht auch das Risiko, dass die Geschäftsleitung wesentliche Entwicklungen und Trends im Finanzdienstleistungsbereich nicht rechtzeitig erkennt oder falsch einschätzt. Dadurch sind Grundsatzentscheidungen möglich, die eine langfristige Erreichung der Unternehmensziele erschweren oder sogar unmöglich machen. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht ersichtlich.

b) Darstellung und Ergebnisse des Risikomanagementsystems, Gesamtbild der Risikolage

Das Risikomanagement der Gesellschaft ist institutsspezifisch aufgebaut. In einem Risikohandbuch (Teil des Organisationshandbuches) sind die Prozesse zur Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung sowie zur Kommunikation der Risiken dargestellt.

Bei der GCE Finanzvertrieb ist eine Interne Revision eingerichtet. Diese ist integraler Bestandteil des Risikomanagementsystems und arbeitet weisungsfrei und unbeeinflusst als prozessunabhängige Instanz mit dem Ziel der Risikofrüherkennung und ‐überwachung.

Die Gesellschaft orientiert sich bei der Ermittlung der Risikotragfähigkeit ausschließlich an einem GuV‐/bilanzorientierten Ansatz. Unter GuV‐/bilanzorientiert versteht man einerseits die Berücksichtigung des Planergebnisses aus der externen Rechnungslegung und andererseits die Ansetzung von Bilanzpositionen als Risikodeckungspotential. Für die einzelnen Risikoklassen, Adressausfallrisiken, Marktpreisrisiken, operationelle Risiken und Liquiditätsrisiken werden zunächst im Rahmen einer Risikoinventur die Risiken ermittelt und anschließend die erwarteten Verluste – soweit sinnvoll möglich – quantifiziert und gegenüber dem ermittelten Risikodeckungspotential zum Abzug gebracht. Im Ergebnis wird die freie Risikodeckungsmasse bestimmt und überwacht. Auf die Unterlegung der Liquiditätsrisiken mit Risikokapital wurde aufgrund der geringen Risiken (MaRisk AT 4.1, Tz. 4) verzichtet.

Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsanalyse wurde danach ein Risikodeckungspotential von TEUR 107 ermittelt. Der Risikokapitalbedarf beträgt TEUR 6, sodass sich eine Überdeckung von TEUR 101 errechnet. Das aufsichtsrechtliche Mindestkapital beläuft sich auf TEUR 50 und war am Bilanzstichtag mit TEUR 61 erhalten.

Risikoüberwachung und ‐kommunikation erfolgen durch den Risikocontrolling‐Beauftragten (Geschäftsführer Marktfolge) im Rahmen eines vierteljährlich erstellten Risikoreports, der der Gesamtgeschäftsführung und seit 2017 auch der Gesellschafterin zur Kenntnis gebracht wird.

Die GCE Finanzvertrieb ist sich der eingegangenen Risiken bewusst. Es geht mit den Risiken vertrauensvoll um. Vor allem die Einhaltung professioneller Standards soll zur Risikosteuerung beitragen. Wenngleich die GCE Finanzvertrieb selbst kein Risiko für eigene Rechnung eingeht, kann es durch die Vermittlung von Kunden Risiken für Dritte und indirekt Regressrisiken für sich begründen.

Soweit Risiken für Kunden eingegangen werden, verpflichtet sich die GCE Finanzvertrieb, diese Risiken zu kommunizieren und den Kunden den Risikogehalt nahe zu legen. Wenngleich den Kunden nicht das Risiko jeder Vermögensdisposition dargelegt werden muss, wird die GCE Finanzvertrieb für ein entsprechendes Risikobewusstsein bei den Anlegern sorgen.

Eine systematische Risikoinventur wird jedes Quartal durchgeführt. Die Risiken werden identifiziert, analysiert und bewertet. Entsprechende Handlungsmaßnahmen werden abgeleitet. Zu den einzelnen Risiken werden die Risikobegrenzungsmaßnahmen aufgeführt.

Die Wesentlichkeit der Risikoarten wurde festgelegt:

Adressausfallrisiko „nicht wesentlich“
Marktpreisrisiko „nicht wesentlich“
Liquiditätsrisiko „nicht wesentlich“
Ertragsrisiko „wesentlich“
Operationelles Risiko „wesentlich“

c) Adressausfallrisiko

Unter Adressenausfallrisiko wird das Risiko verstanden, dass bestimmte Forderungen und Außenstände der GCE Finanzvertrieb nicht mehr beizubringen sind. Dieses Risiko stuft die GCEFinanzvertrieb als nicht wesentlich ein.

d) Marktpreisrisiko

Das Marktpreisrisiko bezeichnet mögliche Wertveränderungen der von der GCE Finanzvertrieb gehaltenen Positionen als Folge der Marktpreisänderungen einzelner Anlagen (Zinsänderungsrisiko, Kursrisiko etc.). Die Geschäftsführung hat die GCE Finanzvertrieb als Nichthandelsbuchinstitut eingestuft; Die GCE Finanzvertrieb hält derzeit keine Positionen. Dieses Risiko stuft die GCEFinanzvertrieb als nicht wesentlich ein.

e) Liquiditätsrisiken

Liquiditätsengpässe können dann entstehen, wenn Verpflichtungen gegenüber Kunden oder Dritten nicht planmäßig refinanziert werden können. Die GCE Finanzvertrieb nimmt keine Einlagen von Kunden entgegen und betreibt kein Eigengeschäft. Das Liquiditätsrisiko stuft die GCEFinanzvertrieb als nicht wesentlich ein. Nichtsdestotrotz hat die GCE Finanzvertrieb eine Liquiditätsübersicht erstellt, die laufend überwacht wird.

f) Ertragsrisiken

Das Ertragsrisiko bezeichnet das Risiko, die auflaufenden Kosten nicht durch Erträge langfristig decken zu können. Dies kann sich realisieren, indem Kunden die Beauftragung der GCEFinanzvertrieb widerrufen und die GCE Finanzvertrieb dauerhaft Ertragsquellen verliert. Das Ertragsrisiko stuft die GCE Finanzvertrieb als wesentlich ein und steuert es durch ein striktes Kosten-Controlling. Die laufenden Kosten werden laufend ermittelt und den erwarteten Erträgen gegenübergestellt. Sofern akute Ertragsrisiken bestehen, wird die Geschäftsführung geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen, insbesondere Kostenreduzierungen. Mindestens vierteljährlich werden mittels einer fortgeschriebenen Gewinn‐ und Verlustrechnung die laufenden Kosten ermittelt.

g) Operationelle Risiken

Die operationellen Risiken stuft die GCE Finanzvertrieb als wesentlich ein. Folgende operationelle Risiken und Risikobegrenzungsmaßnahmen hat die GCE Finanzvertrieb identifiziert.

– Reputationsrisiko (Verpflichtung zur Einhaltung der Nachhaltigkeitskriterien sowie aufsichtsrechtlichen und gesetzlichen Vorgaben, aktives Beschwerdemanagement); die GCE Finanzvertrieb stuft dieses Risiko als wesentlich ein

– Rechtliches Risiko (Orientierung an Branchenstandards, Verbands‐, Pressemitteilungen, Einschaltung Rechtsanwälte der GCE‐Gruppe, externe Anwälte, Beschwerdemanagement); die GCE Finanzvertrieb stuft dieses Risiko als wesentlich ein

– Personalrisiko (qualifizierter Auswahlprozess, regelmäßige Personalgespräche); die GCE Finanzvertrieb stuft dieses Risiko als wesentlich ein

– Operationelles Risiko aus dem Geschäftsmodell (fortwährende Marktbeobachtung, Reaktion auf Bedrohungen und erforderliche Maßnahmen, jährliche Bewertung des Geschäftsmodells); die GCE Finanzvertrieb stuft dieses Risiko als wesentlich ein.

IV. CHANCENBERICHT

Der Trend geht eindeutig Richtung Divestment. Divestment ist eine Gegenbewegung zum klassischen Investment und bezeichnet den Rückzug aus / die Umschichtung von bestimmten Kapitalanlagen aus z.B. politischen oder ökologischen Gründen (raus aus Investitionen von Kohle, rein in Investitionen von Erneuerbaren Energien). Die GCE Finanzvertrieb hält daher das Geschäftsmodell für zukunftsfähig.

Zusammenfassende Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken

Die GCE Finanzvertrieb agiert im richtigen Markt zum richtigen Zeitpunkt (Thema Divestment). Die Nachfrage nach nachhaltigen Finanzprodukten im Niedrigzinsumfeld ist gegeben, sodass die Chance auf steigende Vermittlungsvolumina besteht. Den dagegenstehenden Risiken ist sich die GCE Finanzvertrieb bewusst. Vor allem die Einhaltung professioneller Standards soll zur Risikosteuerung beitragen.

V. PROGNOSEBERICHT

Die zunehmende Komplexität von Finanzprodukten steht einer verstärkten Nachfrage nach Finanzprodukten gegenüber. Gleichzeitig suchen Anleger gezielt und bewusst nach Finanzanlagen im Bereich der regenerativen Energien.

Die GCE Finanzvertrieb wird sich durch fortwährende Marktbeobachtung über Veränderungen informieren. Auf Bedrohungen für das Geschäftsmodell und die Produkte der Green City Energy-Gruppe wird es reagieren und ggf. die erforderlichen Maßnahmen einleiten.

Zukünftig wird die GCE Finanzvertrieb verstärkt auch im Institutionellen Bereich Produkte anbieten. Der Zugang zu diesem Markt ist bereits gegeben (Versicherungen, Pensionskassen, Eigenanlage von Banken), entsprechendes Personal wurde dafür eingestellt.

Seit dem Geschäftsjahr 2017 besteht bei der Gesellschaft eine Kostenübernahmevereinbarung mit der Muttergesellschaft Green City Energy AG. Für das Geschäftsjahr 2018 rechnet die Gesellschaft mit einem leicht positiven Jahresergebnis im ein- bis zweistelligen TEUR-Bereich. Zusammenfassend schätzen wir die künftige Entwicklung der Gesellschaft unter Berücksichtigung vorstehender Ausführungen als langfristig positiv ein.

 

München, den 30. März 2018

Frank Wolf Geschäftsführung

Kathrin Enzinger Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Green City Energy Finanzvertriebs GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei Prüfung gewonnen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 30. März 2018

ALR Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Riha, Wirtschaftsprüfer

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