Tremmel Wertpapierhandelsbank GmbH – Negatives Bilanzergebnis

Gesellschaften, die die Bezeichnung „Bank“ in sich tragen, werden für gewöhnlich mit Geld verdienen und natürlich mit Sicherheit assoziiert. Die Bilanz, die nun die Tremmel Wertpapierhandelsbank GmbH abgeliefert hat, ist sicherlich nicht dazu geeignet, Vertrauen zu schaffen, vor allem, wenn das Gesamtminus in der Bilanz größer wird.

Tremmel Wertpapierhandelsbank GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Am deutschen Aktienmarkt setzte sich die Aufwärtsbewegung aus dem Vorjahr fort. Die politischen Spannungen wurden dabei völlig ausgeblendet. Insbesondere die sich abzeichnende Flaute auf den Rohstoffmärkten, vor allem der fallende Ölpreis, aber auch die sich anbahnende Flüchtlingskrise blieben ohne Beachtung. Einzig zählte die expansive Geldpolitik der EZB die die Börse befeuerte. So stieg der Index Dax von 9800 Punkten zu Anfang 2015 auf das Rekordhoch von 12390 Punkten am 10.4.2015.

Allmählich fanden auch negative Nachrichten Einfluss auf den Börsenverlauf. Insbesondere die Sorge über die wirtschaftlichen Wachstumsraten in China sind in diesem Zusammenhang zu erwähnen, die unsere Exporte dorthin negativ beeinflussen sollten. Diese Ernüchterung führte zu Ende September zu einem deutlichen Rückschlag auf einen Indexstand im Dax-Segment von 9325 Punkten.

In den Folgemonaten erholte sich die Börse wieder, bedingt durch die hohe Liquidität und schloss bei einem Jahresendstand von 10743 Punkten, was über das gesamte Jahr 2015 einen Anstieg um 9,6 Prozent bedeutete.

Leider konnte unsere Bank von der sehr positiven Entwicklung nicht profitieren, da das Orderaufkommen nach wie vor auf niedrigem Niveau verharrte. Wir haben, ebenso wie im Vorjahr, fast ausschließlich für institutionelle Kunden Wertpapiergeschäfte abgewickelt und weder die Vermögensverwaltung noch Xetra 2 (Skontroführung) als weitere Geschäftsfelder hinzugenommen. Soweit in geringem Umfang das sog.“ Designated-Sponsoring“ als Geschäftstätigkeit betrieben wurde, fand dies im Ergebnis keinen Niederschlag.

Allerdings konnten wir gegen Jahresende unser Team um ein erfahrenes Bond- und Aktienteam ergänzen, welches sehr aktiv im Rentenmarkt tätig ist und bereits positive Deckungsbeiträge erwirtschaftet hat, sodass wir für 2016 mit einer erheblichen Verbesserung unserer Ertragslage rechnen können.

Unser Bestreben ist es, wie bisher auch, in der Zukunft, einen relativ kleinen Kreis von institutionellen Anlegern optimal am Markt zu bedienen.

Diese Ausweitung unseres bestehenden Geschäftsfeldes Sales-Trading durch die Abteilung Bonds hat innerhalb der letzten Monate die Kundenbasis der Tremmel Wertpapierhandelsbank GmbH um einige namhafte nationale und internationale Banken und Vermögensverwalter erweitert. Eine vertikale Diversifizierung unseres Dienstleistungsspektrums ist nicht angedacht, denn dies wäre mit einem großen Mehraufwand für Controlling und Anforderungen an aufsichtsrechtliche Vorschriften verbunden. Die Tremmel Wertpapierhandelsbank GmbH ist und bleibt ein auf ihr Kerngeschäft fokussierter Dienstleister für institutionelle Kunden.

Das Jahresergebnis blieb auch in Berichtsjahr mit TEUR 145(Vorjahr TEUR 246) weiter negativ, wenn auch deutlich niedriger.

B. Lage der Gesellschaft

1. Ertragslage

Der Nettoertrag aus Finanzgeschäften vor Zuführungen nach § 340 e Abs. 4 HGB erhöhte sich deutlich auf TEUR 502 nach TEUR 263 im Vorjahr.

Das Provisionsergebnis stieg ebenfalls auf TEUR 36 nach TEUR 19 im Vorjahr.

Dagegen blieben die sonstigen betrieblichen Erträge mit TEUR 19 gegenüber TEUR 20 im Vorjahr nahezu unverändert.

Die Erträge aus anderen Bereichen blieben weitgehend unverändert.

Der Personalaufwand für Festangestellte blieb mit TEUR 302 nach TEUR 301 nahezu unverändert. Dagegen fielen im Berichtsjahr TEUR 183 an Provisionen für freie Mitarbeiter an.

2. Finanzlage

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Berichtszeitraum zu jedem Zeitpunkt gewährleistet. Die liquiden Mittel zum 31. Dezember 2015 betrugen TEUR 1.806 (Vorjahr TEUR 1.406), es bestehen Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 593 (Vorjahr TEUR 115). Die Liquiditätslage ist geordnet. Die Liquidität war nach Maßgabe der Liquiditätsverordnung jederzeit gegeben.

3. Vermögenslage

Das bilanzielle Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 758 (Vorjahr TEUR 403). Bei einer Bilanzsumme von TEUR 2.731 (Vorjahr TEUR 1.679) ergibt sich zum 31. Dezember 2015 eine handelsrechtliche Eigenkapitalquote in Höhe von rd.36 % (Vorjahr 24%). Unter Hinzurechnung des „Fonds für allgemeine Bankrisiken“ von TEUR 227 ergibt sich ein Eigenkapital von TEUR 985.

4. Gesamtlage

Die Geschäftsführung beurteilt zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes die wirtschaftliche Gesamtlage der Tremmel Wertpapierhandelsbank GmbH im Hinblick auf die Aktivitäten der neuen Mitarbeiter mit Zuversicht.

C. Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB (Nachtragsbericht)

Als Vorgang von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres ist, bedingt durch die positive Entwicklung im Bondbereich eine weiter personelle Verstärkung des Teams zu erwähnen. Zur Abrundung unseres Kerndienstleistungsangebots für unsere Kunden sei zu erwähnen, dass wir bereits Mitte Januar vollwertiges Mitglied der Stuttgarter Wertpapierbörse geworden sind. Wir rechnen somit für das Geschäftsjahr 2016 mit einem ausgeglichen Ergebnis.

Risikobericht

Das Marktpreisrisiko ist die mögliche negative Wertänderung von Positionen der Bank durch Veränderung von Marktpreisen. Nahezu alle Handelsgeschäfte der Gesellschaft unterliegen dem Risiko von Marktpreis- bzw. Kursänderungen. Aufgrund der geschäftsstrategischen Ausrichtung ist für die Tremmel Wertpapierhandelsbank GmbH im Wesentlichen das Aktienkursrisiko von Bedeutung. Dieses ist geschäftsimmanent und kann zu erheblichen Kursverlusten führen. Zins- und Währungsrisiken spielen nur eine untergeordnete Rolle.

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko der Bank, ihre gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht oder nicht in erforderlichem Umfang erfüllen zu können. Aufgabe eines Liquiditätsmanagements ist es, die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Bank zu gewährleisten. Darüber hinaus gibt es das Marktliquiditätsrisiko, welches das Risiko beschreibt, Handelspositionen nicht zeitgerecht im gewünschten Umfang glattstellen oder absichern zu können. Dieses Risiko besteht insbesondere für Small & Mid Cap-Werte, in denen die Gesellschaft allerdings nur in geringem Umfang engagiert ist.

Das Adressenausfallrisiko ist das Risiko von Verlusten aufgrund unerwarteter Ausfälle von vertraglich zugesicherten Leistungen von Geschäftspartnern. Diese Definition umfasst die Kreditrisiken, Länderrisiken, Kontrahentenrisiken und Abwicklungsrisiken aus Handelsgeschäften.

Kreditrisiken aus Kreditgeschäften im Sinne von § 1 Abs. 1 KWG bestehen bei der Tremmel Wertpapierhandelsbank GmbH nicht. Wesentliche Adressenausfallrisiken bestehen aufgrund der Geschäftstätigkeit nicht. Das Risiko beschränkt sich hier auf Kontrahentenrisiken und die Forderungen aus Bankguthaben bei inländischen Kreditinstituten.

Das operationelle Risiko ist das Risiko von Verlusten durch Unzulänglichkeiten oder Fehler in Systemen und Prozessen, die durch externe Ereignisse und durch menschliches oder technisches Versagen auftreten können. Inbegriffen sind hier auch die rechtlichen und aufsichtsrechtlichen Risiken.

Operationelle Risiken sind nie ganz auszuschließen und sind dementsprechend kontinuierlich zu identifizieren und zu überwachen.

Bei der Tremmel Wertpapierhandelsbank GmbH geht es im Rahmen der operationellen Risiken in erster Linie um die Frage der Nutzbarkeit der Börsensysteme und um personelle Risiken.

Das allgemeine Geschäftsrisiko ist das Risiko unerwarteter negativer Ertragsentwicklungen aufgrund geänderter Rahmenbedingungen z. B. durch das Kundenverhalten oder dem technischen Fortschritt. Hierunter fällt auch das Ausscheiden von Mitabeitern.

Die allgemeinen Geschäftsrisiken stellen sich bei der Tremmel Wertpapierhandelsbank GmbH wie folgt dar:

Risikofaktor: Gesetzliche bzw. aufsichtsrechtliche Rahmenbedingungen

Als Folge der Bankenkrise wurden die Kontrollmaßnahmen der Aufsichtsbehörden noch verschärft. Dies bedeutet für unsere Gesellschaft einen weiteren bürokratischen Aufwand, der zusätzliche Kosten verursacht hat und weiter verursachen wird. In diesem Zusammenhang sind die Vorgaben der EZB zu erwähnen, die neben den bereits bestehenden Meldepflichten umfangreiche weitere monatliche Meldungen (Corep) verlangen.

Risikofaktor: Phoenix- Betrugsfall

Nach der derzeitigen Rechtslage sind die Mitgliedfirmen des EdW (Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen) zu Sonderbeiträgen verpflichtet, um einen Kredit des EdW bei der KfW abzutragen. Unsere Bank wurde trotz des negativen Betriebsergebnisses zu einer Sonderzahlung von EUR 2.100,- herangezogen. Gegen den Beitragsbescheid der EdW vom 5.Sept.2014 haben wir Widerspruch eingelegt, worüber noch nicht entschieden wurde. Wie unser Anwalt mitteilt, hat das Bundesverfassungsgericht nunmehr zwei Verfassungsbeschwerden bezüglich der Beitragserhebung der EdW zur Entscheidung angenommen.

Risikofaktor: Ausfall bzw. Rückzug institutioneller Kunden

Da unsere Gesellschaft auf relativ wenige institutionelle Kunden fokussiert ist, kann ein Ausfall eines oder mehrerer solcher Kunden eine erhebliche Ertragseinbuße bedeuten. Allerdings hat sich die Anzahl der Kunden bedingt durch die Aktivitäten der neuen Mitarbeiter deutlich erhöht, sodass sich das Ausfallrisiko in diesem Bereich verringert hat.

Risikofaktor: Personal

Das Personal unserer Gesellschaft umfasst zum 31. Dezember 2015 einschließlich der Geschäftsführer insgesamt 4 Mitarbeiter. Daneben sind im Geschäftsjahr drei sog.“Gebundene Agenten“ und freie Mitarbeiter dazu gekommen. Die im Handel tätigen Mitarbeiter betreuen ihre Kunden selbstständig. Dies bedeutet, dass bei Ausscheiden eines oder mehrerer Mitarbeiter der Gesellschaft diese Kunden für gewöhnlich verloren gehen. Andererseits gilt als wesentliches Kriterium für die Einstellung eines neuen Mitarbeiters, ob er in der Lage ist, aufgrund seiner bisherigen Tätigkeit seine Kunden „mitzubringen“ oder neue zu akquirieren.

Zusammenfassend kann man feststellen, dass auch unter Berücksichtigung der aufgezeigten Risiken keine Risiken erkennbar sind, die den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden.

D. Risikomanagement

Gemäß § 25a Abs.1 Nr.1 KWG muss die Gesellschaft über geeignete Regelungen zur Steuerung, Überwachung und Kontrolle der Risiken verfügen. Dies setzt ein umfassendes Risikomanagement und Risikokontrollsystem voraus. Dieses orientiert sich an dem Risikodeckungspotential der Tremmel Wertpapierhandelsbank GmbH, das auf der Grundlage der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorgaben berechnet wird.Zur Überwachung der Handelsrisiken in der Form von Marktpreisrisiken werden die Transaktionen der einzelnen Händler entsprechend der Handelslimite durch den für Kontrolle zuständigen Mitarbeiter laufend auf einem gesonderten Bildschirm überwacht, sodass bei Auffälligkeiten der betroffene Händler unmittelbar angesprochen werden kann. Darüber hinaus wird der Bericht der „Clearing-Bank“ für den Xetra—Handel vor Börsenbeginn des Folgetages auf etwaige offene Posten kontrolliert. Eine Kontrolle für den Parketthandel ist nicht mehr erforderlich, da dieser bereits vor einigen Jahren eingestellt wurde. Der Handel in diesem Bereich erfolgt nunmehr im Segment Xetra 2, das in gleicher Weise abgewickelt wird wie der Handel im Xetra 1.

Die Geschäftsleitung überprüft darüber hinaus die Unterlagen auf Überschreitung der Großkreditgrenze und sonstige Auffälligkeiten.

Liquiditätsrisiken werden anhand der Banksalden und Wertpapierbestände gesteuert.

Adressenausfallrisiken werden im Rahmen der Überwachung der Handelstätigkeit und der Liquiditätsrisiken gesteuert.

Allgemeine Geschäftsrisiken und operationelle Risiken werden durch die ständige Einbindung der Geschäftsleitung in die operative Tätigkeit der Gesellschaft überwacht und im Wesentlichen bewältigt.

Zudem besteht zur Verminderung der operativen Risiken ein Notfallplan.

E. Prognosebericht

Nach Expertenmeinung wird der Aktienmarkt auch im Jahr 2016 von hoher Liquidität und den positiven Meldungen aus der Wirtschaft getragen. Sorgen bereiten jedoch der Verfall der Rohstoffpreise, insbesondere des Ölpreises und die wirtschaftliche Entwicklung in China.

Für das Geschäftsjahr 2016 ist in den ersten Monaten, bedingt durch die personelle Verstärkung, eine deutliche Verringerung des operativen Verlustes zu erkennen. Die Geschäftsleitung erhofft sich bei vorsichtiger Einschätzung ein ausgeglichenes Ergebnis.

 

Frankfurt/Main, den 8. April 2016

Tremmel Wertpapierhandelsbank GmbH

Tremmel

-Geschäftsführer-

Krückendorf

-Geschäftsführer-

Bilanz zum 31. Dezember 2015

Tremmel Wertpapierhandelsbank GmbH, Frankfurt am Main

Aktivseite

31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
T€
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 1.231.592,50 856
b) andere Forderungen 750.000,00 1.981.592,50 550
2. Handelsbestand 569.247,05 156
3. Sachanlagen 11.253,00 30
4. Sonstige Vermögensgegenstände 169.506,14 75
2.731.598,69 1.667

Passivseite

31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
täglich fällig 592.938,23 114
2. Sonstige Verbindlichkeiten 1.134.270,33 916
3. Rückstellungen
andere Rückstellungen 20.000,00 20
4. Fonds für allgemeine Bankrisiken, davon
Zuführungen nach § 340e Abs. 4 HGB EUR 25.000 (Vorjahr: TEUR 47) 227.000,00 227
5. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 800.000,00 800
b) Kapitalrücklage 934.000,00 434
c) Bilanzverlust -976.609,87 757.390,13 -844
2.731.598,69 1.667

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

Tremmel Wertpapierhandelsbank GmbH, Frankfurt am Main

2015 2014
T€
1. Zinserträge aus
Kredit- und Geldmarktgeschäften 3.091,31 0
2. Zinsaufwendungen -5.368,26 -2.276,95 3
3. Laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 1.310,92 11
4. Provisionserträge 35.664,30 19
5. Provisionsaufwendungen 0,00 35.664,30
6. Nettoertrag aus Finanzgeschäften
a) Ertrag aus Finanzgeschäften 708.153,72 395
b) Aufwand aus Finanzgeschäften -206.050,06 502.103,66 165
davon Zuführungen nach § 340e Abs. 4 HGB EUR — (Vorjahr: TEUR 25)
7. Sonstige betriebliche Erträge 18.766,37 20
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -274.780,36 273
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
darunter: für Altersversorgung € 0 (Vorjahr: 0) -27.422,11 -302.202,47 27
b) andere Verwaltungsaufwendungen -349.726,15 -651.928,62 166
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -19.231,89 19
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -29.630,50 43
11. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -145.222,71 -251
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -35,71 8
13. Sonstige Steuern -308,00 -343,71 0
14. Jahresfehlbetrag -145.566,42 -259
15. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -831.043,45 -585
16. Bilanzverlust -976.609,87 -844

Anhang zum 31.Dezember 2015

Tremmel Wertpapierhandelsbank GmbH, Frankfurt am Main

1. Allgemeines

Die Tremmel Wertpapierhandelsbank GmbH unterliegt den ergänzenden Vorschriften für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute nach §§ 340 ff. HGB. Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter Beachtung dieser Vorschriften, insbesondere § 340a HGB erstellt. Hinsichtlich der in § 340a Abs. 2 Satz 2 HGB genannten Formblätter wird auf die „Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute“ (RechKredV) vom 11.12:1998 verwiesen. Die Bilanz und die GuV wurden nach der RechKredV erstellt. Für die GuV wurde die Staffelform gewählt. Die Gesellschaft unterliegt für die Rechnungslegung den Vorschriften des Kreditwesengesetzes. Ergänzend hierzu wurden die Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des GmbH-Gesetzes sowie steuerliche Regelungen beachtet.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Bewertung wurden die Vorschriften der §§ 252 ff. HGB zugrunde gelegt und von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Es gilt der Grundsatz der Bilanzierungs- und Bewertungsstetigkeit. Danach wurden die Wertansätze zu Anschaffungs- und Herstellungskosten vorgenommen, soweit nicht ein niedrigerer Wertansatz nach Handels- oder Steuerrecht geboten war.

Forderungen an Kreditinstitute und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Wertberichtigungen sind nicht erforderlich.

Wertpapiere des Handelsbestandes wurden gem. § 340e HGB und der internen Risikosteuerung des Instituts zum beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags in Höhe der unrealisierten Gewinne bewertet.

Bei den Zugängen des abnutzbaren Anlagevermögens wurde entsprechend deren Nutzungsdauer die lineare Abschreibung gewählt.

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter von (EUR 150 bis EUR 1000) wurden in einem Sammelposten verbucht mit einem jährlichen Satz von 20% abgeschrieben.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung der jeweiligen Risiken und möglichen Verpflichtungen erforderlich sein wird.

Die Gesellschaft hat ihre Geschäftsräume in der Schillerstrasse 12 in Frankfurt/Main.

3. Erläuterungen zur Bilanz (mit Vorjahreszahlen in Klammern)

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang dargestellt. Alle ausgewiesenen Sachanlagen sind ausnahmslos Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Das Portfolio wird auf der Grundlage des beizulegenden Zeitwerts gesteuert. Als Risikoabschlag werden daher die nicht realisierten Gewinne aller im Portfolio enthaltenen Finanzinstrumente angesetzt. Der Risikoabschlag auf den aktiven Handelsbestand beträgt TEUR 141

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen von TEUR 169 (TEUR 78) sind Forderungen aus internen Verrechnungskonten von TEUR 21(Vorjahr TEUR71) und eine Kaution von TEUR 4 enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 1.134 (TEUR 916) sind im Wesentlichen interne Verrechnungskonten von Submaklern ausgewiesen.

Die anderen Rückstellungen in Höhe von TEUR 20 (TEUR 20) sind in ihrer Höhe angemessen und betreffen Aufwendungen für die Jahresabschlussprüfung in Höhe von TEUR 15 sowie für die Steuerberatung in Höhe von TEUR 5. Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten TEUR 593 (TEUR 114) dienen gemäß Banken-AGB und Pledge Agreement als Sicherheiten Guthaben bei Kreditinstituten von TEUR 750 sowie im Depot befindliche Wertpapiere in Höhe von TEUR 569 (Vorjahr: TEUR 156). Der Handelsbestand von TEUR 569 setzt sich zu TEUR 75 aus Anleihen und zu TEUR 494 aus Aktien zusammen. Die Wertpapiere sind börsenfähig und börsennotiert.

Am Bilanzstichtag waren keine offenen Positionen in Termingeschäften vorhanden.

Fristengliederung

Von den Forderungen an Kreditinstitute von insgesamt TEUR 1982 (TEUR 1.406) haben eine Laufzeit von bis zu drei Monaten TEUR 750, die übrigen sind täglich fällig. Die sonstigen Vermögensgegenstände und die sonstigen Verbindlichkeiten sind ebenfalls täglich fällig.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 19 (TEUR 20) umfassen im Wesentlichen Erträge aus vereinnahmten Kosten der privaten Kfz-Nutzung von Mitarbeitern.

Alle Erträge wurden im Inland erwirtschaftet.

5. Sonstige Angaben

Weitere finanzielle Verpflichtungen bestehen nur in Form des Mietvertrages.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen allein das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Die institutsintern festgelegten Kriterien für die Einbeziehung von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand haben sich nicht geändert.

Im Unternehmen waren im Geschäftsjahr neben den zwei Geschäftsführern durchschnittlich zwei Angestellte und 3 freie Mitarbeiter beschäftigt.

Geschäftsführer sind der Börsenmakler, Herr Andreas Tremmel, Oberursel und der Bankkaufmann, Herr Manfred Krückendorf, Bruchköbel. Herr Tremmel ist allein vertretungsberechtigt. Herr Krückendorf vertritt die Gesellschaft gemeinschaftlich mit einem Geschäftsführer oder einem Prokuristen.

Prokura wurde Herrn Markus Lenk, Brachthal, sowie Herrn Dr. Markus Tremmel erteilt.

Die Gesellschaft ist im Mehrheitsbesitz der Tremmel Verwaltungsgesellschaft mbH, Oberursel.

Hinsichtlich der Gehaltszahlung wird von der Schutzvorschrift des § 286 Abs.4 HGB Gebrauch gemacht. Das im Geschäftsjahr für den Abschlussprüfer i.S.d. § 319 Abs. 1 S. 1 und 2 HGB erfasste Honorar beträgt für Abschlussprüfungen TEUR 15 inkl. USt, sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen TEUR 0, Steuerberatungsleistungen TEUR 0 und sonstige Leistungen TEUR 0.

6. Ergebnisverwendung

Der Jahresfehlbetrag von TEUR 145 wird auf „Neue Rechnung“ vorgetragen.

 

Frankfurt am Main, den 22. März 2016

Tremmel Wertpapierhandelsbank GmbH

Andreas Tremmel

(Geschäftsführer)

Manfred Krückendorf

(Geschäftsführer)

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss — bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang — unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der

Tremmel Wertpapierhandelsbank GmbH
Schillerstraße 12
60313 Frankfurt am Main

für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt am Main, den 30. Mai 2016

RGT TREUHAND
Revisionsgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jürgen Lohr

Wirtschaftsprüfer

Gerhard Klotz

Wirtschaftsprüfer

Gesellschafterbeschluss

der Tremmel Wertpapierhandelsbank GmbH, 60313 Frankfurt am Main

Die Unterzeichner sind die alleinigen Gesellschafter der

Tremmel Wertpapierhandelsbank GmbH
60313 Frankfurt am Main

Unter Verzicht auf alle Form- und Fristerfordernisse wird eine

Gesellschafterversammlung

abgehalten.

Die Tagesordnung umfasst folgende Punkte:

1.

Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2015

2.

Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

3.

Entlastung der Geschäftsführer

4.

Wahl des Abschlussprüfers für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016.

Es werden folgende Beschlüsse gefasst:

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 in der vorliegenden und von der RG Treuhand Revisionsgesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, unter dem 30.Mai 2016 testierten Form wird angenommen und festgestellt. Der Bilanzverlust in Höhe von EUR 976.609,87 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Den Geschäftsführern wird für das Geschäftsjahr 2015 Entlastung erteilt.

Zum Jahresabschlussprüfer für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wird die RG Treuhand Revisionsgesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niddastraße 91, 60329 Frankfurt am Main, gewählt.

 

Frankfurt am Main, den 2.Juni 2016

Tremmel Verwaltungsges. mbH

Andreas Tremmel

Anlagespiegel zum 31.12.2015

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2015 Zugang Abgang Stand 31.12.2015
EUR EUR EUR EUR
1. Sachanlagen
a) Fuhrpark * 65.084,03 65.084,03
0,00
b) Büroeinrichtung** 4.500,00 4.500,00
0,00
c) Sammelkto.GWG v.150-1000 Euro 7.942,95 950,89 8.893,84
d) Immaterielle Vermögensgegenstände 3.808,00 3.808,00
81.334,98 950,89 0,00 82.285,87
Abschreibung
Stand 01.01.2015 Zugang Abgang Stand 31.12.2015
EUR EUR EUR EUR
1. Sachanlagen
a) Fuhrpark * 40.858,03 16.271,00 57.129,03
b) Büroeinrichtung** 3.000,00 1.500,00 4.500,00
0,00
c) Sammelkto.GWG v.150-1000 Euro 7.942,95 190,89 8.133,84
d) Immaterielle Vermögensgegenstände 1.270,00 1.270,00
51.800,98 19.231,89 0,00 71.032,87
Restwert
Stand 31.12.2015 Stand 31.12.2014
EUR EUR
1. Sachanlagen
a) Fuhrpark * 7.955,00 24.226,00
0,00 0,00
b) Büroeinrichtung** 0,00 1.500,00
0,00 0,00
c) Sammelkto.GWG v.150-1000 Euro 760,00 0,00
d) Immaterielle Vermögensgegenstände 2.538,00 3.808,00
11.253,00 29.534,00
Anschaffung
* Gebr. PKW 26.06.2012 Abschreibung 4 Jahre
** Einbauschrank, div.Möbel 31.12.2012 Abschreibung 3 Jahre
Software Corep 28.12.2014 Abschreibung 3 Jahre

Rückstellungsspiegel für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

Tremmel Wertpapierhandelsbank GmbH, Frankfurt am Main

Vortrag zum 01.01.2015 Verbrauch Auflösung Zuführung Stand am 31.12.2015
1. Steuerrückstellungen
Körperschaftsteuer 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gewerbesteuer 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
SoLi 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Steuerrückstellungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Rückstellungen
EdW 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Tantieme 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresabschlussprüfung 15.000,00 -15.000,00 0,00 15.000,00 15.000,00
Steuerberatungskosten 5.000,00 -5.000,00 0,00 5.000,00 5.000,00
Sonstige Rückstellungen 20.000,00 -20.000,00 0,00 20.000,00 20.000,00
Gesamt 20.000,00 -20.000,00 0,00 20.000,00 20.000,00

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